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Band: Holy Grail bei Facebook Metalnews nach 'Holy Grail' durchsuchenHoly Grail
Album:Crisis In Utopia
Genre:Heavy Metal, Melodic Speed Metal, Power Metal
Label:Prosthetic Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:22.10.10
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"Noch nicht unbedingt der Heilige Gral"

Mit HOLY GRAIL dient eine weitere amerikanische, sogenannte „NWOTHM“-Band, gegründet anno 2008 von drei ehemaligen WHITE WIZZARD-Mitgliedern, den begierigen Kopfschüttlern dieser Welt ihr Debüt namens „Crisis In Utopia“ an.

Stilistisch positioniert man sich dabei zwischen zeitgenössischen Kollegen wie beispielsweise 3 INCHES OF BLOOD [„My Last Attack“] oder STEELWING, v.a. aber klassischen Schwermetall-Größen wie JUDAS PRIEST, ACCEPT, IRON MAIDEN oder ARMORED SAINT, ohne dabei allerdings Power Metal-Referenzen à la HAMMERFALL auszusparen.
Naturgemäß auch nicht unbedingt gegeizt wird mit klischeehaften Texten, martialischen Songtiteln und einem grottigen Comic-Monster auf dem Plattencover, aber das gehört ja auch irgendwie zum Spiel dazu.
James Paul Luna macht seinen Gesangsjob zweifellos ordentlich, demonstriert hier mal John Bush-Timbre, dort eher klassische HELLOWEEN-Schule, insgesamt fehlt es dem Frontmann aber doch noch etwas an Profil.
Tracks wie die klassisch riffenden „Fight To Kill“ oder „Call Of Valhalla“ [erinnert massiv an glorreiche ARMORED SAINT-Zeiten] dürften eigentlich jedem Old School-Heavy Metal-Maniac durchaus gut 'reinlaufen, selbst wenn einem hier so manches irgendwie bekannt vorkommen mag.
Der Speed-/Thrash-lastige Titeltrack versucht – nicht ohne Erfolg – an längst vergangene Zeiten anzuknüpfen, trotzdem wirkt der moshige Schlusspart aufgesetzt. „Immortal Man“ bietet Heavy Metal-Stangenware, mit jedoch sehr ordentlich umgesetzter Instrumentalarbeit, das „Nocturne In D Minor“-Zwischenspiel mit seinen irisch-folkigen Melodien dagegen wirkt allerdings reichlich deplatziert und letztlich überflüssig.
„The Blackest Night“ ist eine schmissige Heavy Metal-Nummer, die durchaus an alte PRIEST gemahnt, das herrlich klischeehaft betitelte „Chase The Wind“ kann mit seinen ACCEPT-meets-HAMMERFALL-Allüren punkten und auch „Hollow Ground“ gerät mit Thrash-Attitüde und Instant-Singalong-Refrain gefällig.
Mit den erneuten ARMORED SAINT-Huldigungen „Requiem“ und „Cherish Disdain“ [hier stören allerdings die eher unpassenden Metalcore-Elemente und Keyboards] beschließt das Quintett aus Pasadena sein Full-Length-Debüt dann zumindest anständig.

Fazit: HOLY GRAIL können auf „Crisis In Utopia“ zwar nicht unbedingt den heiligen „NWOTHM“-Gral offerieren, schlagen sich auf ihrem Debüt aber dennoch bereits nicht übel, wenngleich hier nach oben durchaus noch Luft ist...

Trackliste:
01. My Last Attack
02. Fight To Kill
03. Call Of Valhalla
04. Crisis In Utopia
05. Immortal Man
06. Nocturne In D Minor
07. The Blackest Night
08. Chase The Wind
09. Hollow Ground
10. Requiem
11. Cherish Disdain

Spielzeit: 00:46:00

Line-Up:
James Paul Luna - Vocals
Eli Santana - Guitar, Vocals
James J LaRue - Guitar
Blake Mount - Bass
Tyler Meahl - Drums


Dirk Konz [dkay]
12.10.2010 | 22:28
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