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Band: Holy Moses Homepage Holy Moses bei Facebook Metalnews nach 'Holy Moses' durchsuchenHoly Moses
Album:Agony Of Death
Genre:Thrash Metal
Label:Wacken Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:26.09.08
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"Im Angesicht des Todes"

HOLY MOSES noch näher vorzustellen ist bei einer der dienstältesten deutschen Metal-Bands absolut überflüssig. Mit „Agony Of Death“ veröffentlichen die Thrasher ihr nunmehr 12. Album und haben sich dafür gleich noch diverse Gastmusiker geholt, darunter auch der ehemalige DEATH-Gitarrist Ralph Santolla sowie DESTRUCTION-Mastermind Schmier.

Als Intro fungieren diesmal sphärisch säuselnde Keyboard-Klänge, nach knapp anderthalb Minuten setzt dann aber auch schon das erste Riff ein: Der Opener „Imagination“ durchbricht die Einleitung mit sägenden Gitarren, die extrem stark an EXODUS erinnern. Kurze Zeit später setzt auch Frontfrau Sabina Classen ein, die ihre Vocals so selbstbewusst wie nie heraus rotzt. „Alienation“ setzt das Programm in gleicher Weise fort, wobei der Gesang hier noch besser zur Geltung kommt. Spätestens das folgende „World In Darkness“ legt dann die songwriterischen Stärken von „Agony Of Death“ offen: Der Track beginnt – anders als seine beiden Vorgänger – mit einem beinahe typischen Teutonenstahl-Riff, was für Abwechslung sorgt, ohne dabei deplaziert zu wirken. Generell beweist das Quintett auf seinem neuen Album ein hohes Maß an Reife beim Songwriting - welches insgesamt stark am klassischen US-Thrash orientiert zu sein scheint - und legt ein enormes Gespür für eingängige Melodien an den Tag, wie das bereits genannte „World In Darkness“ zweifelsohne beweist. Auch die Instrumentalisten machen ihren Job hervorragend, wie an der atemberaubenden Gitarrenarbeit sowie dem ebenso treibenden wie anspruchsvollen Spiel von Schlagzeuger Atomic Steiff zu erkennen ist. Die Auftritte der Gastmusiker im Einzelnen zu beleuchten würde hier klar den Rahmen sprengen, allerdings sei angemerkt, dass Sabinas Duett mit Henning Basse [METALLIUM] in „Schizophrenia“ besonders hörenswert ist. Was die Produktion anbelangt, so ist „Agony Of Death“ im ersten Moment sicher gewöhnungsbedürftig, da beispielsweise der Gitarrensound beim ersten Durchlauf noch etwas künstlich wirken mag und das Klangbild insgesamt etwas zu „dünn“ wirkt. Dieser Eindruck ändert sich jedoch nach kurzer Zeit, da die Platte zwar nicht so fett produziert ist wie andere Veröffentlichungen des Genres, dafür aber durch besonders differenzierten Klang auffällt. Abschließend sei noch angemerkt, dass es HOLY MOSES auf ihrem neuesten Output gelingt, den oft vermissten „roten Faden“ konstant durchzuziehen, ohne sich dabei zu wiederholen oder langweilig zu wirken – da stört es auch nicht, dass sich die im Beipackzettel angepriesenen „Special Features“, die sich auf der Digipack-Version zwischen den Songs befinden, auf die bereits im Intro eingesetzten Keyboards beschränken, was komplett überflüssig ist.

Auch beim Todeskampf machen HOLY MOSES eine verdammt gute Figur – Abwechslung beim Songwriting und gelungene Präsentation sorgen dafür, dass die Band mit ihrem neuen Album problemlos mit den hiesigen Kollegen auf Augenhöhe rangiert. Anspieltipps: „Angels In War“, „World In Darkness“ und „The Cave[Paramnesia]“.

Trackliste:
01. Imagination
02. Alienation
03. World In Darkness
04. Bloodbound Of The Damned
05. Pseudohalluzination
06. Angels In War
07. Schizophrenia
08. Dissociative Disorder
09. The Cave[Paramnesia]
10. Delusional Denial
11. The Retreat
12. Through Shattered Minds/Agony Of Death[Outro]
Spielzeit: 01:10:02

Line-Up:
Sabina Classen - Vocals
Michael Hankel - Guitar
Oliver Jaath - Guitar
Atomic Steiff - Drums
Thomas Neitsch - Bass
Thomas Meyns [Metalviech]
24.09.2008 | 20:10
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