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Album:Darkness Visible - The Warning [EP]
Genre:Gothic Metal, Heavy Metal
Label:Magic Circle
Bewertung:2.5 von 7
Releasedatum:29.06.12
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"Danke für die Warnung!"

Ähnlich dem neuen MANOWAR-Album wird mit „Darnkess Visible – The Warning“ auch die nächste EP ihrer Label-Kollegen HOLYHELL zunächst nur in digitaler Form verfügbar gemacht – ein neues Album versprechen die um Frontfrau Maria Breon und Frickel-Wunderkind Joe Stump versammelten New Yorker dann für den kommenden Herbst. Zunächst muss sich der geneigte Fan mit den hier vorliegenden drei neuen Nummern sowie einer Live-Version zufrieden geben.

Wer bei den einleitenden Konservendosen-Streichern schon vermutet, dass es auf "Darkness Visible - The Warning" wohl recht Pathos-lastig zugehen wird, der soll recht behalten, denn der Opener "Lucifer's Warning" ist über weite strecken kaum von einer Pop-Ballade aus den 90ern zu unterscheiden und auch die viel zu weich produzierten Gitarren tragen da leider wenig Gutes bei. "Accept The Darnkess" macht da schon einen weitaus besseren Eindruck, denn hier geben zunächst dem U.S.-Metal entliehene Riffs die Marschrichtung vor. Die anfängliche Freude soll allerdings schnell getrübt werden, denn leider bedient sich Frontfrau Breon hier nachgerade nervtötender Gesangslinien und auch der überladene Refrain nimmt sich selbst um einiges zu wichtig. Mit "Haunted" ist dann endgültig das Ende der Fahnenstange erreicht, denn während die Nummer von äußerst wohlwollenden Gemütern stellenweise noch mit der ein oder anderen düsteren DIO-Nummer verglichen werden könnte, passen hier weder Instrumentierung noch Gesang. Dabei ist es im Endeffekt noch nicht einmal das Songwriting, welches hier die Wertung am meisten nach unten zieht - vielmehr stößt es unangenehm auf, dass hier recht durchschnittliche und in jeder Hinsicht amerikanisierte und verkitschte Power Metal-Nummern, die vornehmlich von dem Umstand leben, dass da eine Frau singt, in eine überladene und weichgespülte Mainstream-Produktion verpackt werden, was der dargebotenen Musik jegliche Glaubwürdigkeit nimmt. Wenn Joe Stump vom Leder zieht, wird es natürlich zumindest kurzzeitig interessant, denn der Mann kann schlicht verflucht gut Gitarre spielen und bietet hier auch in jedem der Nummern einen großartigen Soloteil, das alleine macht aber noch keinen guten Song. Abschließend gibt es noch eine Live-Version des Songs „Armageddon“, welcher ursprünglich vom bisher einzigen Album der Truppe stammt und hier geht nicht nur die Tonqualität absolut in Ordnung, sondern es zeigt sich auch, dass Fräulein Breon im Live-Betrieb zu einer astreinen Gesangsperformance imstande ist.

Es scheint, als könnten sich HOLYHELL nicht so ganz entscheiden, ob sie sich denn nun lieber im Gothic- oder doch im gradlinigen Heavy Metal verorten würden und so sind sie auch auf ihrer neue EP wieder zwischen den Stühlen gefangen. Allen, die nicht explizit nach dieser Form von überladenem Power-Kitsch suchen, sei geraten, sich lieber an Bands wie BENEDICTUM zu halten, denn da wird weniger auf den Mainstream denn auf die Headbanger in der ersten Reihe gezielt.

Trackliste:
01. Lucifer's Warnig
02. Accept The Darkness
03. Haunted
04. Armageddon [Live]
Spielzeit: 00:25:30

Line-Up:
Maria Breon - Vocals
Joe Stump - Guitar
Jay Rigney - Bass
Francisco Palomo - Keyboards
John Macaluso - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
29.06.2012 | 11:32
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