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Cover von Huntress -- Starbound Beast
Band: Huntress Homepage  Metalnews nach 'Huntress' durchsuchenHuntress
Album:Starbound Beast
Genre:Hard Rock, Heavy Metal, NwobHM
Label:Napalm Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:28.06.13
CD kaufen:'Huntress - Starbound Beast' bei amazon.de kaufen
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"Der Griff der Jägerin nach den Sternen"

HUNTRESS aus Highland Park in Kalifornien legen nur ein Jahr nach Veröffentlichung ihres Debüts via Napalm Records bereits Album No. 2 vor, das auf den Titel "Starbound Beast" hört.

Wie bereits sein Vorgänger, "Spell Eater", lebt auch "Starbound Beast" von der Kombination aus Frontblondine/Rockröhre Jill Janus' variablem Gesang und einer gelungenen Mixtur aus Retro/Stoner/Power/US-Metal und [okkultem] Hardrock.
Musikalisch gerieren sich HUNTRESS anno 2013 allerdings deutlich melodischer, ja fast schon rockig [„Blood Sisters“, „Spectra Spectral“] und kompositorisch gereifter bzw. gefälliger, auch wenn Mrs. Janus nach wie vor mit ihrem sexy Image kokettiert und nicht zuletzt die Koproduktion der Band mit Lemmy von MOTÖRHEAD, „I Want To Fuck You To Death“, Bände spricht und einmal mehr beweist, wie romantisch Rock'n'Roll sein kann...
Aber HUNTRESS gehen natürlich - vom traditionell überflüssigen Intro, „Enter The Exosphere“, abgesehen - auch durchaus zackig [„Destroy Your Life“], veritabel schwermetallisch [wie beim Titeltrack] oder flott/speedig zu Werke [„Zenith“, „Oracle“ mit klasse Gitarren/Soli], allerdings hat man bereits nach der Hälfte der Platte den Eindruck, das alles so ähnlich bereits schon einmal irgendwo/irgendwie gehört zu haben. Frau Janus kann singen, ja, aber die einstmals noch hexig-krächzige, vulgäre Kantigkeit von „Spell Eater“ wurde hier überwiegend zugunsten harmonischerer Elemente geopfert, so dass manches gar an KOBRA AND THE LOTUS-vs.-DORO gemahnt. Die Gitarren riffen meist überzeugend und allezeit melodisch, aber auch hier fehlt etwas die charmant dreiste, schartige Ruppigkeit des Debüts, so dass mancher Song, mancher Chorus und manche Bridge beinahe schon beliebig dünkt [„Receiver“]. Da nützt es HUNTRESS wenig, dass Frontfrau Jill sich sicher ist, seinerzeit mit „Spell Eater“ „ein Sternentor geöffnet [zu haben]“ und die Songs/Lyrics ihrer neuen LP darum nun „von den unglaublichen Weiten des Kosmos“ handeln, nicht zuletzt, weil wir „alle Kinder der Erde [sind]“, die sich „nach den Sternen, dem unendlichen galaktischen Unbekannten strecken“. Der Sound auf "Starbound Beast" ist dank Promi-Produzent Zeuss [SHADOWS FALL etc.] zwar zeitgemäß fett und rockig, aber ebenfalls deutlich stromlinienförmiger und glatter geworden [siehe auch SHADOWS FALL].

HUNTRESS versuchen hiermit wahrscheinlich, sich dem metallischen Mainstream-Markt etwas mehr zu öffnen, was einerseits nachvollziehbar und wirtschaftlich zweifellos sinnvoll ist, andererseits aber – wie gesagt – zu Lasten metallischer Wucht, Wut, Kredibilität und Krachigkeit gehen muss. "Starbound Beast" ist in diesem Kontext beileibe kein übles Album geworden, kriegt zumindest mich aber auch lange nicht so leicht, wie noch sein Vorgänger. Doch entscheidet selbst, Ihr schwermetallenen Kinder des Kosmos...!

Trackliste:
01. Enter The Exosphere
02. Blood Sisters
03. I Want To Fuck You To Death
04. Destroy Your Life
05. Starbound Beast
06. Zenith
07. Oracle
08. Receiver
09. Spectra Spectral
10. Alpha Tauri
Bonustrack:
11. Running Wild [JUDAS PRIEST-Cover]
Spielzeit: 00:45:37

Line-Up:
Jill Janus - Vocals
Blake Meahl - Lead Guitar
Ian Alden - Rhythm Guitar
Carl Wierzbicky - Drums
Eric Harris - Bass
Dirk Konz [dkay]
03.07.2013 | 14:05
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