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"Nicht verschlafen!" | ||||||||||||||||||
| Wie soll man sich einer Band wie HYPNOS angemessen nähern? Soll man die Vorgeschichte - in diesem Fall KRABATHOR und deren Stellenwert für den tschechischen Death Metal sowie ihren Niedergang noch mal aufrollen? Muss nicht wirklich sein. Denn nicht nur sind HYPNOS seit über zehn Jahren eine eigenständige Band mit eigenen Alben, Touren, Besetzungsproblemen, Auflösung und Wiedervereinigung, sondern es drängt sich außerdem die Frage auf, wer genau das wissen will. Denn, so gemein sich das anhört: HYPNOS waren stets ebenso ein Geheimtipp wie es KRABATHOR waren. Daran wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern, da bin ich mir sicher - auch mit dem neuen Album „Heretic Commando“ nicht. Nicht deswegen, weil das vierte vollwertige Album der Tschechen nun nichts taugen würde. Denn das tut es durchaus. Aber HYPNOS - anscheinend haben sie das „Ö“ nun wieder aus dem Bandnamen entfernt - spielen seit jeher vor allem für eine Randgruppenrandgruppe. Rumpeliger Death Metal der alten Schule, gespickt mit ein paar Doom-Anleihen und einer Spur sinistrer Melodik, wie sie auch frühe GOD DETHRONED und die polnischen Krachmaten von VADER gern mal nutzen. Im Prinzip ist damit auch alles zu „Heretic Commando“ gesagt. Dass HYPNOS musikalisch mehr los haben als sie eigentlich müssten und ihre Songs mit Bedacht schreiben, statt sie einfach nur hinzurotzen, sollte natürlich auch erwähnt werden. Wenn die Band also nach wie vor im Abseits stehen wird, ist das einerseits schade, andererseits verständlich. Denn obwohl „Heretic Commando“ nach zwei, drei Durchläufen zu einer erstaunlich differenzierten Perle europäischen Oldschool-Lärms wird, haben HYPNOS vermutlich längst nicht die Fangemeinde von Bands wie ASPHYX oder VADER. Genau die tut aber gut daran, sich „Heretic Commando“ einige Male zu Gemüte zu führen - wer weiß, wie HYPNOS heute dastünden, wenn sie zur richtigen Zeit mehr unterwegs gewesen wären. | ||||||||||||||||||
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