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Cover von Hypnos -- The Whitecrow
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Album:The Whitecrow
Genre:Death Metal, Death/Thrash Metal
Label:Einheit Produktionen
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:24.03.17
CD kaufen:'Hypnos - The Whitecrow' bei amazon.de kaufen
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"Alte Schule mit neuem Feuer!"

Wenn gestandene Metaller sagen, dass die Welt nicht zum Teufel geht, dann ist das schon ungewöhnlich. Wenn da auch noch ein optimistisches Metal-Album dranhängt und wenn das auch noch ein Death Metal Album ist, dann kann man schon mal stutzig werden. Im Fall der Tschechen HYPNOS allerdings nicht lange.

Album Nummer fünf mit dem Titel „The Whitecrow“ mag textlich eher untypisch fürs Genre sein. An der Musik hat das nichts geändert – was gut ist, denn ein Übermaß an Fröhlichkeit und Optimismus kann eine Band zumindest in meinen Augen auch versauen. DIE APOKALYPTISCHEN REITER – denen ich jeden Erfolg von Herzen gönne – sind mir beispielsweise rein musikalisch seit etlichen Scheiben einfach zu gut gelaunt unterwegs. Die tschechischen Death Metal-Veteranen um Sänger und Basser Bruno hingegen machen das, was sie bisher auch gemacht haben. Nach einem von MASTER-Rauschebart Paul Speckmann gesprochenen Prolog und einem von harmonischem Gitarrenpicking beherrschten Intro drehen HYPNOS den Hahn auf und liefern ab. Death Metal alter europäischer Bauart, der seine musikalischen Wurzeln hörbar in dieselbe Ursuppe wie VADER und Konsorten taucht. Das bedeutet natürlich, bratende Riffs, brachiales Schlagzeug und Grunzgesang als Hauptzutaten – ein Hintergrund, vor dem sich gelegentliche melodische Anwandlungen umso besser abzeichnen. Im Vergleich zum Vorgänger gehen HYPNOS auf „The Whitecrow“ möglicherweise noch eine Prise abwechslungsreicher zu Werke, setzen mehr auf Stimmung. Das macht die neue Scheibe auf kurze Distanz eine Spur weniger zugänglich. Selbstredend finden sich auch absolut geradlinige Oldschool-Kracher wie „Sin Collectors“ und das teilweise auf Deutsch zum Besten gegebene „Der Mordschlag / Germanophobe II“, die zu ansatzlosem Abschädeln ohne schonende Aufwärmphase quasi zwingen. Nicht, das die übrigen Stücke nun verkopft wären - der Rest hat auch diese Anteile, brennt aber länger nach.

Innovationspreise fürs rein musikalische gibt‘s sicher auch anno 2017 keine für HYPNOS. Macht aber gar nichts. Und was diese Sache mit der positiven Einstellung angeht, nun - wenn ausgerechnet der grimmige MASTER-Speckmann-Erzähler „Too Dark To Shine / Too Young To Die“ mit den Worten einleitet:

Life gives no second chances. The one we live is the only one we have and will ever have. Remember that every single morning when you wake up: to do your best to make your life and this world at least a bit better. Become your own ‚Whitecrow‘!


Klar kann man dann die Augen rollen und sich drüber lustig machen. Stimmt aber trotzdem, und das lange bevor man seinen Kindern „diese ganze Scheiße“ erklären muss. Abgesehen davon hat das tschechische Oldschool-Kommando die richtige Mischung aus Härte, Melodie und stumpfer Breitseite einfach drauf. Wenn das nichts ist!

Trackliste:
01. Prologue
02. Towards Humanity
03. The Whitecrow
04. One Flesh, One Blood
05. Get Inspired By The Light / Discipline Of Self-Treatment
06. Sin Collectors
07. Haereticum Minuet / Rebels Dancing
08. The Gift of Hope
09. About Trust / The Anatomy of Empathy
10. Der Mordschlag / Germanophobe II
11. Epilogue
12. Too Dark To Shine / Too Young To Die
13. Humanized
Spielzeit: 00:50:38

Line-Up:
Bronislav "Bruno" Kovařík - Bass, Gesang
Petr "Pegas" Hlaváč - Schlagzeug
Vlastimil "Vlasa" Urbanec -Gitarre
Martin "Canni" Klinkera - Gitarre
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
17.03.2017 | 00:07
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