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Cover von IC Rex -- Valonkantajan Alkemia
Band: IC Rex Homepage IC Rex bei Facebook Metalnews nach 'IC Rex' durchsuchenIC Rex
Album:Valonkantajan Alkemia
Genre:Black Metal, Melodic Black Metal
Label:Hammer of Hate
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:01.02.08
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"Düster wie der Polarwinter"

„Die Zeichen I und C repräsentieren Eis und Feuer, die beiden extremen Gegensätze sowohl in der Seele oder Psyche, als auch im Universum. REX bedeutet König, der Name kann also als „Der König über Eis & Feuer“ interpretiert werden.“
Soweit also die selbst gegebene Namenserklärung auf der Homepage der Band um den Finnen Artifex IC.
Auch der Rest des Bandkonzeptes scheint ausgeklügelt, wenn man bedenkt, dass es sich auch beim zweiten Album, „Valonkantajan Alkemia“, um ein Konzeptalbum handelt: Thema des Albums ist die Individualismus fördernde Left-Hand-Path-Weltanschauung des modernen Satanismus in acht Stufen, übertragen auf acht Songs, soweit man das aus den eher kryptischen Erläuterungen auf der Homepage entnehmen kann.
Man hat es also, mag man über die Inhalte denken, was man will, keinesfalls mit einem unausgereiften oder unüberdachten Werk zu tun.

Auch die musikalische Umsetzung stützt diese Vermutung:
„Valonkantajan Alkemia“ beginnt mit einem kurzen, leicht orientalisch anmutenden Gitarren-Intro welches sich in ein Geflecht aus Keyboard, Drums und Gitarrenmelodien wandelt, über das sich wenig später majestätischer Klargesang legt.
Schon wenig später zeigt Artifex IC allerdings, dass er auch im Bereich der harscheren Black Metal-Gesangsstile nicht nur bewandert, sondern vor allem auch sehr vielseitig veranlagt ist: So wechselt der Gesang von Strophe zu Strophe zwischen bösem Kreischgesang in höherer Lage mit langgezogener letzter Silbe, dunklem Fauchen und pathetisch anmutenden, größtenteils sauber gesungenen Cleanteilen, wobei anzumerken ist, dass die Texte gänzlich in Finnisch gehalten sind.
Die Songs selbst sind dabei hauptsächlich im Midtemp-Bereich angesiedelt, wobei elegant eingestreute Clean-Gitarren-Melodien und Keyboard-Passagen die doomig-kalte Atmosphäre des Albums noch zusätzlich unterstützen und zur Auflockerung der Songstrukturen beitragen.
Vor allem in der Mitte des Werkes finden sich auch schnellere Stücke, bei denen das Keyboard in den Hintergrund tritt oder gänzlich den harten Gitarrenriffs weichen muss. Diese, von harten Drums und schnellen Single-Note-Melodien begleitet, rufen starke Erinnerungen an den traditionellen, rauen Black Metal aus Norwegen wach, jedoch bleibt auch hier die Atmosphäre erhalten, getragener Gesang und eingestreute Keyboard-Melodien verhindern ein Abdriften in banales Geknüppel.

Das Album ist insgesamt in sich stimmig zusammengestellt, wobei vielleicht anzumerken wäre, dass die Lieder, da sie so stark in den Kontext des Albums eingebunden sind, erst nach mehreren Durchgängen ihre Einzelqualitäten erkennen lassen.
Die Produktion ist leider etwas zu flach ausgefallen, dieser Musik wäre auch ein etwas schiebenderer Bass gut zu Gesicht gestanden, ansonsten bietet „Valonkantajan Alkemia“ auch hier wenig Anlass zu Kritik.

Insgesamt kann IC REX somit attestiert werden, ein ausgewogenes Werk mit viel Atmosphäre erschaffen zu haben: Vergleiche zu deutschen Bands wie GRAUPEL könnten gezogen werden, stellenweise zu klassischen Bands wie KOLDBRANN, und dennoch weiß IC REX viel Individualität beizubehalten, die wohl hauptsächlich auf dem Facettenreichtum des Gesangs und den melodischeren Elementen basiert.

Trackliste:
01. Saturnaalisen Alkukaaoksen Partaalla
02. Alisen Maailman Virroissa
03. Väkivaltaisten Tulien Hehkussa
04. Kielletty Lääke - Fosforoksen Valmistus
05. Valonkantajan Ylösnousemus
06. Kaikkivaltiaan Kammioissa
07. Välttämättömyyden Pyöräin Lävitse
08. Sielun Alkemistin Uni
Spielzeit: 00:55:36

Line-Up:
Artifex IC - Vocals, Gitarre, Bass, Synths
SDS - Gitarre
Kobald - Drums
Moritz Grütz [Morg]
17.02.2008 | 17:23
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