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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: IQ - Frequency
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Cover von IQ -- Frequency
Band: IQ Homepage  Metalnews nach 'IQ' durchsuchenIQ
Album:Frequency
Genre:Prog Rock, Prog-Metal
Label:InsideOut
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:22.05.09
CD kaufen:'IQ - Frequency' bei amazon.de kaufen
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"Was lange währt ..."

„Dark Matter“, das letzte Machwerk der britischen Progger von IQ hinterließ nach seiner Veröffentlichung vor nunmehr fünf Jahren einen dermaßen guten Eindruck nicht nur bei den Kritikern, sondern eben auch bei den Hörern, dass man es Jahre später noch auf den vorderen Rängen der Lesercharts einer bekannten deutschen Prog-Postille finden konnte. Nachdem zwischenzeitlich die langjährigen Bandmitglieder [bzw. –gründer] Paul Cook und Martin Orford ihren Dienst quittierten, meldet sich der Rest [inklusive neuem Drummer und Keyboarder] mit der neuen Studioplatte „Frequency“ zurück.

Diese beginnt mit dem Titelsong, der gleich für reihenweise offenstehende Münder sorgt. „Frequency“ ist Zucker in seiner pursten Form und transferiert spielend leicht nahezu sämtliche Trademarks des großartigen 70er Jahre Prog ins Hier und Jetzt. Technisch versiert und reich an schillernden Facetten und atemberaubend schönen Melodien, gewürzt mit einem Schuss Melancholie zeigt das Stück in etwas mehr als acht Minuten alle Stärken von IQ und klingt dabei wie ein Bastard aus LED ZEPPELIN’s „Kashmir“ und KING CRIMSON’s „In The Court Of The Crimson King“. Eine großartige Komposition, welche die Latte für den Rest der Scheibe natürlich unglaublich hoch legt. Das folgende „Life Support“ beginnt balladesk und gibt sich zunächst auch alle Mühe, erst gar nicht gegen den Titelsong ankommen zu wollen. Nach etwa zwei Minuten wandelt sich der Song aber langsam und entwickelt sich mit einem mitreißenden und schwelgerischen Instrumentalpart zu einem typischen, aber traumhaften Prog Rocker. „Stronger Than Friction“ klingt deutlich moderner als die ersten beiden Titel und weckt Erinnerungen an AYREON oder die letzten SAGA-Werke. Schön ist der Song allemal, besonders spektakulär hingegen nur partiell. Aber auch „One Fatal Mistake“ lässt sich auf einer wahrlich herausragenden Platte eher als Durchhänger ausmachen, ohne wirklich schlecht zu sein. Vielmehr scheint es ein bißchen, als wollten IQ sich auf hohem Niveau ausruhen und sich damit zufrieden geben, dass auf „Frequency“ auch Songs zu finden sind, die eben „nur“ gut sind. Mit „Ryker Skies“ kann dieser Eindruck aber in Windeseile wieder ausgebügelt werden, wähnt man sich dort doch auf einer Reise durch vier Dekaden progressiven Rocks, die in einem prächtigen und überwältigenden Refrain mündet. Der mit über 13 Minuten längste Track der Platte ist erstaunlicherweise nicht – wie so oft – der letzte Song, sondern mit „The Province Of The King“ der vorherige. Nicht nur wegen der Laufzeit gibt es hier Prog Rock in Perfektion auf die Ohren: einen ganzen Eimer voll großartiger Melodiebögen – irgendwo zwischen SUPERTRAMP, PINK FLOYD und YES – und atemberaubende Virtuosität an den Instrumenten, sowie diverse Tempowechsel decken jedes Klischee formvollendet und äußerst überzeugend ab. Der Rausschmeißer „Closer“ gibt sich dann noch mal etwas zahmer, vermutlich um den Hörer nicht total aufgewühlt zurückzulassen, was auch tatsächlich gut aufgeht.

Für jedes neue Album lassen sich IQ – speziell in den letzten 20 Jahren - eine Menge Zeit, weshalb sie es in mittlerweile immerhin fast 30 Jahren Bandgeschichte gerade mal auf neun Studioplatten gebracht haben. Wenn dabei jedoch immer so phantastische Werke herausspringen, wie im Falle von „Frequency“, dann lohnt sich das Warten definitiv, denn hiermit kann selbst der hochgelobte Vorgänger noch mal getoppt werden. Wer also an klassischem Prog Rock à la YES, KING CRIMSON, SAGA oder AYREON seine Freude hat, für den dürfte auch an dieser Schönheit kein Weg vorbei führen.

Trackliste:
01. Frequency
02. Life Support
03. Stronger Than Friction
04. One Fatal Mistake
05. Ryker Skies
06. The Province Of The King
07. Closer
Spielzeit: 01:02:02

Line-Up:
Peter Nicholls - Vocals
Michael Holmes - Guitar
John Jowitt - Bass
Mark Westworth - Keys
Andy Edwards - Drums
Timo Beisel [kaamos]
16.05.2009 | 23:05
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