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Cover von Iced Earth -- Dystopia
Band: Iced Earth Homepage Iced Earth bei MySpace.com Metalnews nach 'Iced Earth' durchsuchenIced Earth
Album:Dystopia
Genre:Heavy Metal, Power Metal
Label:Century Media
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:14.10.11
CD kaufen:'Iced Earth - Dystopia' bei amazon.de kaufen
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"Schwach und auf Nummer sicher"

ICED EARTH waren schon immer eine, auch von mir, sehr gern gehörte Band, die auch mal ihre schwächeren Phasen hatte, so wie die letzten zwei Releases auf Albenlänge. Aber selbst diese haben genug Hörstoff geboten, die den Hörer eine lange Zeit zu beschäftigen wussten. Sie konnten genau so gut schöngehört werden, so dass man nach einer Weile behauptete, dass es dennoch ordentliche Songs sind/waren. Diese Kritik scheint auch bei Jon Schaffer angekommen zu sein und liefert nun "Dystopia" ab, zusammen mit dem neuen Sänger Stu Block, welcher keine schlechte Wahl sein kann [da er bei INTO ETERNITY bisher großes geleistet hat].

Schon sehr schnell stellt der geneigte Hörer fest, dass die neue Songs versuchen sollen, an das alte Material anzuschließen, ohne den "armen" Hörer dabei zu überfordern. In erster Linie bekommen wir haufenweise durchschnittlicher, hörbarer Songs, die aber deutlich vom Qualitätsstandard der älteren Platten abweichen. Das Riffing ist größtenteils relativ simpel geraten, genau so wie die Songaufbauten an sich. Macht der Titeltrack noch Spaß, so stellt sich schon sehr früh Langeweile ein, mangels einem gewissen Maß Furiosität und fehlender Songs, die einen wirklich packen. Das Ärgerlichste an diesem Album ist jedoch, dass Stu Block viel zu wenig Freiraum geboten wird. Klar, er beherrscht anscheinend Heavy und Power-Metal Gesang gleichermaßen sehr gut. Verglichen mit seinen abwechslungsreichen Leistungen auf INTO ETERNITY merkt man aber deutlich, dass er wohl gezwungen worden ist, wie ein Matt Barlow zu klingen. Wäre sein ganzes Potential genutzt worden, hätte er dem Sound eine frische Brise verpassen und so wohl einige unspektakuläre Momene gut kaschieren können. Mal ehrlich, wie lange ist es her, dass ICED EARTH den Hörer mal mit neuen Einflüssen überrascht haben? Eben. Hätten sie die "Drohung", ein düsteres und hartes Album abzuliefern, verbunden mit raueren Gesangsarten, die Block zweifelsohne super beherrscht, wahr gemacht, hätte man selbst bei diesen Tracks einiges mehr reißen können. So wirkt "Dystopia" wie eine reine Anbiederung an sich selbst; einer Band, die angeblich niemandem mehr etwas zu beweisen und es auch nicht mehr vor hat.

Einige Hörduchgänge später steht fest, dass ICED EARTH mit "Dystopia" wohl ihr eingängigstes Werk geschaffen haben, was in dem Fall leider nicht positiv gesehen werden kann. Der Anspruch wurde deutlich zurückgeschraubt und wird den, wie gewohnt, großspurigen Ankündigungen zu kaum einem Zeitpunkt gerecht. Das nächste Mal sollte dem grandiosen Stu Block sehr viel mehr Freiraum geboten werden und Schaffer an packenden Songs mit Seele arbeiten. Dieses Album ist nur für ICED EARTH-Fanatiker von Interesse. Für mich ist es eine große Enttäuschung.

Trackliste:
01. Dystopia
02. Anthem
03. Boiling Point
04. Anguish Of Youth
05. V
06. Dark City
07. Equilibrium
08. Days Of Rage
09. End Of Innocence
10. Tragedy And Triumph
Spielzeit: 00:45:06

Line-Up:
Jon Schaffer - Gitarre
Troy Seele - Gitarre
Stuart "Stu" Block - Gesang
Freddie Vidales - Bass
Brent Smedley - Schlagzeug
Sascha Dörr [Saschisch] | 07.10.2011 | 11:17

Durchschnittliche Leserwertung: 4.4 / 7 Punkten

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Kommentar von: Ralf
Wertung: 2/7 | 05.11.2011 -- 16:05
Ich geb dem Rezensenten voll Recht... Ich bin Fan der Stunde eins und belangloser als hier war's noch nie. 3 Punkte sind für mich allerdings zu viel...
Kommentar von: Saschisch
Wertung: 3/7 | 24.10.2011 -- 15:49
Man kann sich dennoch sinnvoll weiterentwickeln und dabei seiner Linie treu bleiben. Und doch, meiner Meinung nach war der Ripper ein guter Sänger bei IE ;) Ich find Dystopia einfach langweilig und eben NICHT MEHR aus der Masse herausragend und schon gar nicht "unique". Wenn ich eingängigen Heavy/Power Metal hören will, lege ich kein ICED EARTH ein, Dystopia erfüllt aber leider das Kriterium easy listening.

"Ganz ehrlich, so wer hat Nulldunst von einer Band"

Nette Mutmaßung, trifft aber leider nicht zu, ICEAD EARTH gehörten viele Jahre zu meinen Lieblingsbands.

"dann so beiläufig behaupten sie haben die Band auch als mal gerne gehört"

Behaupte ich genau so wenig. Ich verfolge die Band seit "Something Wicked This Way Come", also 98.

Ich denke, meine 3/7 ist jetzt nochmals ein wenig verständlicher rübergekommen...
Kommentar von: LaLa
Wertung: 6.5/7 | 23.10.2011 -- 08:01
Richtig eigentlich will ein eingefleischter Fan nie dass sich die Band weiter entwickelt und irgendwelche Experimente macht. Das wollen immer nur solche wie der Rezensent hier. Die in einem Nebensatz dann so beiläufig behaupten sie haben die Band auch als mal gerne gehört. Das sind die selben die behaupten der Ripper Tim Owens war ein Super Sänger bei Iced Earth. Verdammte scheiße NEIN des war er nicht! Er ist ein guter Sänger ja aber wer will schon dass sich ICED EARTH anhören wie ein Abklatsch von Judas Priest? Nur damit so wer sagen sie haben ihr Musikalisches Spektrum erweitern. Ganz ehrlich, so wer hat Nulldunst von einer Band. Gerade heute wo man mit so vielen Newcomern und Underground Bands überflutet wird muss eine Band ihren markanten Sound treu bleiben oder sie verschwindet ganz schnell im allgemeinen Musikbrei.
Und es ist definitiv das beste was Iced Earth nach der Horror Show abgeliefert haben.
Kommentar von: Tobi
Wertung: 6.5/7 | 19.10.2011 -- 19:47
Das Album ist ein Knaller! Das mit Abstand beste seit Horrorshow. Kann mich meinem Vorgänger nur anschließen (wenn auch nicht im Ton). Ich finde es gut wenn eine Band genau den Sound und ihre Trademarks beibehält. Bei AC/DC, Bolt Thrower etc, stört es auch niemanden. Iced Earth liefern endlich wieder begnadete Nackenbrecher ab und Stu ist ein extrem guter Sänger der Matt wirklich ersetzt! Danke Jon für dieses Album!
Kommentar von: derp
Wertung: 7/7 | 17.10.2011 -- 18:40
Der Rezensent ist doch mal wieder ein absolut behinderter Vollnoob. Hört sich Iced Earth an, erwartet aber was anderes. Sowas wäre bei AC/DC etc.pp. ein Sakrileg, hier erwartet man allerdings anscheinend, dass sich eine Band mi einem eindeutigen STIL mit einem neuen Release neuerfindet und die TREUE Fangemeinde vergrault.
Kommentar von: F
Wertung: 5.5/7 | 13.10.2011 -- 15:00
Sehr geile Platte, der Gesang ist auch absolut geil!!
Kommentar von: Daniel
Wertung: 0.5/7 | 07.10.2011 -- 11:27
Hört sich für mich nicht nach einem schlechten Album an. Sondern genau das wa sder Hörer haben möchte. Ein ICED EARTH ALbum. Das Bands immer genötigt werden sich immer neu zu Erfinden...

Wenn ich eine Iced Earth Scheibe kauf, möchte ich Iced Earth hören. Und wenn sich die Platte so anhört wie die 20 davor, ist das für mich okay.
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