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Album:Framing Armageddon - Something Wicked Part I
Genre:Heavy Metal, Power Metal
Label:SPV
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:07.09.07
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"Wer ist Matt Barlow?"

Noch vor nur fünf Jahren, zu Zeiten des Albums "Horror Show", galten ICED EARTH nahezu überall in der Metalwelt als Legende und wurde besonders bei amerikanischen Bands als die Referenz in Sachen Power Metal angesehen. Matt Barlow war für vielen Fans der beste Sänger überhaupt und die Riffs von Mastermind Jon Schaffer wurden kultisch verehrt.
Viele wollten die Band schon zu Grabe tragen, als der Ausstiege von Matt Barlow kurz vor der Veröffentlichung von "The Glorious Burden" im Jahr 2004 bekannt gegeben wurde. Und das, obwohl Barlow auch nicht mal der original Iced Earth-Sänger war. Seine Nachfolge sollte der eben bei JUDAS PRIEST rausgeflogene Tim "Ripper" Owens antreten, obwohl dieser vollkommen anders als Barlow klingt. Dies und der zu dieser Zeit gerade auf seinem Höhepunkt angekommene Antiamerikanismus der Europäer ließen das patriotische, aber nicht nationalistische Album damals bei den Fans gnadenlos untergehen. Obwohl die Platte bei vielen Kritikern gut ankam. Außerdem wurde die komplette Europatour aufgrund von Schaffers Rückenproblemen abgesagt. Unter der abgesagten Tour und dem sehr umstrittenes Album litt der Ruf der Band immens. Hinzu kam noch ein abgesagter Auftritt beim Wacken Open Air 2003.
2005 konnte sich Jon Schaffer mit dem sehr starken, zweiten DEMONS&WIZARDS-Album zumindest wieder etwas rehabilitieren. Aber die wirklich Bewährungsprobe steht noch bevor und Schaffer gedenkt sie mit gleich zwei Alben, die mit einigen Monaten Abstand erscheinen sollen, zu bestehen. Ob das zuletzt wieder sehr hohe Niveau der Band, das sie auf der EP "Overture Of The Wicked" und beim diesjährigen Wacken Open Air unter Beweis stellten, auch das neue Album erreicht hat, wird sich zeigen.

Die erste der beiden Platten heißt "Framing Armageddon" und erzählt die erste Hälfte der Geschichte, um die sich schon die "Somthing Wicked"-Trilogie vom Album "Something Wicked This Way Comes" dreht. Jedoch natürlich wesentlich detaillierter und ausladender. Zur Geschichte selber kann ich nicht viel sagen, weil mir kaum Material dazu vorliegt und sich alleine aus der Musik die Geschichte nicht richtig nachvollziehen lässt.
Umgesetzt wurde das ganze ähnlich wie es BLIND GUARDIAN mit "Nightfall in Middle-Earth" gemacht haben: Die Lieder wechseln sich mit kurzen Hörspiel- und Musiktracks ab, die die Geschichte vorantreiben. Dies ist grundsätzlich eine sehr gute Lösung für ein Konzeptalbum, weil jeder, der nur die Musik will, die Geschichtsteile einfach wegskippen kann. Schon mal ein Pluspunkt. Aber nun zum wichtigsten, der Musik (auf die Hörspielteile und Intermezzi wird hier nur am Rand eingegangen):
Der Einstieg missglückt leider sofort: Nach einem monotonen Intro kommt nicht der erwartete Knall, sondern mit "Something Wicked Pt. 1" ein höchstens durchschnittlicher Track, ohne Höhepunkt oder Kanten. Danach geht es mit dem kurzen, aber recht coolen "Motivation of Man" etwas besser weiter, um mit "Setian Massacre" wieder in der Mittelmäßigkeit zu versinken. Besser als der Opener, aber immer noch fad. Schade. Bisher ist alles hörbar, aber das sollen ICED EARTH sein? Zum Glück funktioniert der nächste Track "A Charge to Keep" endlich. Die sehr simple, aber dadurch auch sofort ins Ohr gehende Halb-Ballade hat nicht nur ein so einfaches wie geniales Riff, sondern auch, wie übrigens fast alle Songs des Albums, eine herausragende Leistung vom Ripper zu bieten. Ein erster Höhepunkt! Das nächste Lied, "Ten Thousand Strong", ist schon von der EP bekannt. Toller Song mit dem richtigen Härtegrad und einem epischen Refrain zum Mitsingen. Ebenfalls eines, wenn nicht das beste Lied des Albums. "Order Of The Rose" nimmt das Tempo wieder etwas zurück. Hier fällt wieder auf, dass die neuen Lieder alle sehr simpel sind und meistens aus nicht viel mehr als einem Riff und etwas mit der E-Saite produziertem "Füllmaterial" bestehen. Bei "A Charge To Keep" funktioniert das, aber bei den meisten anderen nicht und zu diesen Songs gehört auch "Order Of The Rose". Höhepunkt ist hier wieder der Ripper, aber er und sogar zwei ordentliche Gitarrensoli schaffen es auch nicht, noch etwas herauszureißen. Es folgt mit "The Clouding" ein etwa zehnminütiges Lied. Nach dem sphärigen Einstieg und der noch recht ruhig gehaltenen ersten Hälfte steigert sich der Song immer mehr bis zum Ende hin. Eigentlich auch nicht wirklich besonders, bis auf den fast psychodelischen Einstieg, aber immerhin lange nicht so langweilig wie einige der anderen Songs. Gegen Ende lassen sich im Riffing die alten ICED EARTH erahnen und der Ripper gibt alles! Weiter geht's mit "Infiltrate And Assimilate". Hier wird's wieder etwas härter, was dem Album eigentlich ganz gut tut. Hier hört man, warum der Ripper mal bei JUDAS PRIEST war. Aber leider ist auch dieser Song nur gehobener Durchschnitt. "Retribution Through The Ages" lebt wieder vor allem vom Gesang. Das funktioniert auch ganz gut. Ein cooles, leicht orientalisches Solo und eine durchgehend mitreißende Rhythmussektion lassen diesen Song zu einem der besten des Albums werden. Der Ripper ist Gott! Da macht er auch bei "Domino Decree" keine Ausnahme. Der Song basiert zur Abwechslung mal nicht auf einem Riff, sondern wechselt zwischen hohen Chören und fiesen, tiefen Vocals. Dann gibt es sogar noch Melodien, die nicht nur als Gesangslinie auftauchen und eine Orgel spielt ihr Solo. Wirkt vielleicht zuerst etwas abgefahren, besonders nach den vielen Durchhängern, ist aber alles ziemlich geil. Daumen hoch! "Framing Armageddon" macht dann gleich mit einem typischen, gallopierenden Schaffer-Riff weiter. Lieder lässt sich der Refrain ["Fra-ming Ar-ma-ge-don", wobei jeder Vokal ewig langgezogen wird] nicht wirklich gut singen und nimmt viel von der Dynamik aus dem Song. Dafür gibt es leise Backing Vocals, die entweder den Text mitsingen oder Chöre bilden. Sehr cool! Darf auch als gelungen betrachtet werden. Besonders im Gegensatz zum letzten Lied "When Stars Collide [Born Is He]". Das Übliche: Ein Riff, cooler Gesang, halbherziger Break, insgesamt recht öde.

Was lässt sich nun also über das neuste Werk von ICED EARTH sagen? Wir haben einige Hits, ein paar zumindest interessante Songs und viele langweilige Füller. Tolle, aber zu wenige und zu oft wiederholte Riffs. Dafür einen grandiosen Ripper. Wer war gleich Matt Barlow?
Soweit so gut, aber reicht das, um Meilensteine wie "Night Of The Stormrider" oder "Something Wicked This Way Comes" zu beerben? Leider nicht wirklich. Man könnte natürlich sagen, dass ICED EARTH mit dem neuen Sänger nun auch einen neuen, simpleren Stil anstreben, da dieser besser zum Ripper und seiner Heavy Metal-Stimme passt. Vielleicht sind die Lieder aber auch nur simpler geworden, damit ein größeres Publikum den Zugang findet, denn dass der Ripper auch gut zu komplexeren Kompositionen passte, konnte er auf "The Glorious Burden" beweisen.
Selten fiel es mir so schwer wie hier, die Punkte zu vergeben. "Framing Armageddon" bekommt knappe fünf Punkte, die in erster Linie auf den einmaligen Gesang und die Tatsache, dass das was hier vorgelegt wird, für ICED EARTH zwar ziemlich schwach ist, im Vergleich mit anderen Bands aber noch immer locker Durchschnitt ist, zurückzuführen sind. Man darf gespannt sein, wie sich beide Werke am Stück entfalten, wenn nächstes Jahr "Abomination Revelation" erscheint.

Trackliste:
01. Overture
02. Something Wicked Part 1
03. Invasion
04. Motivation Of Man
05. Setian Massacre
06. A Charge To Keep
07. Reflections
08. Ten Thousand Strong
09. Execution
10. Order Of The Rose
11. Cataclysm
12. The Clouding
13. Infiltrate And Assimilate
14. Retribution Through The Ages
15. Something Wicked Part 2
16. The Domino Decree
17. Framing Armageddon
18. When Stars Collide [Born Is He]
19. The Awakening
Spielzeit: 01:09:03

Line-Up:
Jon Schaffer: Guitars
Tim Owens: Vocals
Brent Smedley: Drums
Troy Seelie: Guitar
Dennis Hayes: Bass
Nicolas Freund [Nicki]
10.09.2007 | 21:26
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