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Cover von Ikuinen Kaamos -- Fall Of Icons
Band: Ikuinen Kaamos Homepage Ikuinen Kaamos bei Facebook Metalnews nach 'Ikuinen Kaamos' durchsuchenIkuinen Kaamos
Album:Fall Of Icons
Genre:Black Metal, Melodic Death Metal, Progressive
Label:Maddening Media
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:05.03.10
CD kaufen:'Ikuinen Kaamos - Fall Of Icons' bei amazon.de kaufen
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"Tausche Magie gegen Genudel"

Klischees haben oft einen wahren Hintergrund. So ist es allgemeinhin bekannt, dass die Finnen es lieben, zu leiden, ihren Weltschmerz durch ihre Zurückhaltung gegenüber anderen Leuten offen zur Schau stellen. Im Falle von IKUINEN KAAMOS, der zu Deutsch ewigen Rauhnächte, hat das Leid allerdings einen ganz anderen Hintergrund: Descent Productions, ihr bisheriges Zuhause, ließ sie schon beim Erscheinen ihres Debüts brutal im Stich und nun, nach einem gefühlten Jahrzehnt aus Entschuldigungen seitens der Band alleine [!] hat man sich entschlossen, den Leuten dort den Rücken zuzuwenden und in Maddening Media seine neuen Geschäftspartner zu finden. Wenn man diesen Hintergrund nicht kennt, fällt es einem schwer, zu verstehen, warum das neue Eisen beileibe nicht mit seinem mächtigen, unendlich traurigen Vorgänger zumindest auf Augenhöhe liegt.

"Fall Of Icons" klingt so, als ob jemand auf die Band zugegangen wäre und ihnen geraten hätte, "mal mehr nach OPETH zu klingen, denn die klingen super, deswegen mag sie auch jeder". Das Endergebnis klingt - bei aller handwerklichen wie auch kompositorischen Klasse der hiesigen Protagonisten - enttäuschend durchwachsen. Mit dem schon oben genannten Charakterverlust könnte ich ja noch leben, wenn man sich irgendwie arrangiert hätte, dennoch umwerfende Songs schreiben zu können. Dem ist aber ebenfalls nicht so: Der Black-Metal-Anteil befindet sich dieser Tage im Null-Komma-Bereich, stattdessen greifen die Finnen zu nicht nur etwas ungelenk wirkender, sondern auch den Liedern nicht gerade zuträglicher Fingerakrobatik [lies: Rumgenudel] auf den Griffbrettern. Das alle paar Minuten wiederkehrende Auftreten in [Semi-]Akustik hilft ebenfalls kein bisschen, den Songs so etwas wie Geschlossenheit zu vermitteln. Besonders der elfminütige Opener leidet zusehends daran, nach einer Weile halbwegs gediegenem Gedresche in Gefiddel abzudriften, das zwar oberflächlich recht nett wirkt, die Stücke indes unnötig abgehackt wirken lässt. Die sehr matte / dumpfe Produktion bringt kaum Atmosphäre auf, der zum Glück selten auftauchende Klargesang klingt ziemlich schrecklich, die meisten Lieder [bis auf "In Ruins"] fahren recht planlos umher.

Dennoch, absolute Schwarzseherei will sich bei mir nicht einstellen, denn dafür beweisen IKUINEN KAAMOS mehr als nur ein Mal, das sie immer noch in der Lage sind, einige Momente mit so viel Leben und Klasse auszufüllen, wie sie auf "The Forlorn" über die gesamte Spielzeit hinweg zu hören waren. Im Gesamtbild betrachtet haltet die finnische Bande einen allerdings kaum noch an der Anlage fest, dafür ist "Fall Of Icons" leider ein Reinfall auf - für normale Verhältnisse - hohem Niveau.

Trackliste:
01 - Indoctrination Of The Loss
02 - Statues
03 - In Ruins
04 - Condemned
05 - Apart
Spielzeit: 00:54:12

Line-Up:
Risto Herranen - Gesang
Juhani Mikkonen - Gitarren
Jarno Ruuskanen - Gitarren
Lauri Saari - Bass
J-P Räisänen - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
21.02.2010 | 13:54
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