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Band: Ill Niño Homepage Ill Niño bei Facebook Metalnews nach 'Ill Niño' durchsuchenIll Niño
Album:Till Death, La Familia
Genre:Modern Metal, Nu Metal
Label:Victory Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:25.07.14
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"Nichts Halbes und nichts Ganzes"

Lang, lang ist's her, als ich die Band ILL NIÑO zum ersten Mal hörte - nun etwa fünf Jahre. Irgendwie verlor sich die Band dann mit der Zeit in den Katakomben meines Computers. Ich bin also gespannt, ob die Truppe es immer noch draufhat, mir Ohrwürmer zu verpassen. Die Band existierte schon damals seit einigen Jahren, nämlich seit 1999. Ein mittlerweile recht seltenes Phänomen, da ständig neue Kombos aus dem Nichts entstehen und oft auch schon nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Erfahrung bringt der Sechser aus dem New Yorker Umfeld also mit. "Till Death, La Familia" ist das neue und mittlerweile siebte Ill Niño -Album und feierte letzten Freitag seinen Release.

Das Album beginnt mit dem Titel "Live Like Theres No Tomorrow" – und so setzen die Jungs es auch um: Nach einer kleinen Einleitung fällt man sofort mit der Tür ins Haus und die Jagdsaison ist eröffnet. Es ist schnell, es ist laut, man möchte sofort die Mähne schwingen. Nachdem man nun schon so begrüßt wurde, geht es mit "Not Alive in My Nightmare" noch härter weiter. Allerdings nicht, was die Gitarren angeht. Sie sind zwar da, aber irgendwie im Hintergrund. Man wünscht sich mehr Druck, mehr Volumen. Aber das Volumen übernimmt ausschließlich Frontmann Cristian Machado. Während der Soli trauen sich die Gitarren etwas heraus, aber dennoch: Das Gefühl der fehlenden Power bleibt. "I'm Not The Enemy" entpuppt sich hingegen als absoluter Ohrwurm und ist für mich der beste Song dieses Albums. Er knüpft im Stil nahtlos an "Not Alive In My Nightmare" an, wirkt im Gesamten aber deutlich harmonischer und weniger hektisch. Mit dem vierten Song "Blood Is Thicker Than Water" wird's nun etwas ruhiger und eine kleine Pause ist angesagt. Der Refrain ist ziemlich eingängig und es gibt wenig Text, dafür aber viel Gesang. Auch hier gibt es einige Wechsel zwischen schnellen und ruhigen Inhalten, doch passt dieses Mal einfach alles zusammen. Auch der spanische Sprechgesang in manchen Passagen passt ins Gesamtbild. ILL NIÑO haben hier einen Song geschaffen, der voll auf den Hörer überspringt und ihn mit in das Geschehen zieht – das erlebt man nicht all zu häufig. Als längster Song des Albums ist er durch die langgezogene Melodie allerdings mit der Zeit etwas nervig - das hätte man ruhig auf die Länge der übrigen Songs verteilen können. Leider wird man aus dem ruhigen Gefühl aber auch direkt wieder herausgerissen, denn der nachfolgende Track beginnt absolut gegensätzlich: Harte Riffs und Shoutparts dominieren in "Are We So Innocent", der Wechsel trifft recht unerwartet und weckt den einen oder anderen eingeschlafenen Zuhörer wieder auf. "Pray I Don't Find You" beginnt ruhig, mit einem leicht fordernden Flüstergesang. Mit passenden Gitarren und dem später einsetzenden Schlagzeug, entpuppt sich der Song als ein schnelles, stimmgewaltiges Stück, aus dem man aber ebenfalls noch mehr Volumen hätte herauskitzeln können. Die Stimmlage passt zwar sehr gut zu den Lyrics, aber die Gitarren dürften gerade hier gerne eine Spur härter und aggressiver ausfallen. Man möchte das erste Mal richtig mitsingen, mitschreien, seine ganze Wut rauslassen. Am besten laut hören! "World So Cold" unterscheidet sich nicht großartig von "Pray I Don't Find You", und nimmt auch wieder Elemente aus dem Opener "Live Like Theres No Tomorrow" auf. Allerdings hat man hier erst einmal das Gefühl, es doch irgendwoher schon zu kennen. Die ähnlichen Elemente sind hier scheinbar doch nicht so passend. Aber zum Glück schließt ein weiteres Highlight an: "Dead Friends". Harmlos und erwartungsvoll beginnend, kommt mit einem Break der Umbruch. Spätestens beim Refrain möchte man es immer und immer wieder hören und laut mitgröhlen. Der nächste potentielle Ohrwurm auf dieser Scheibe! Bei "Breaking The Rules" fehlt leider wieder der Pfeffer, den man gerade bei so einem Stück so dringend wünscht. Man kämpft sich durch, ohne erkennbare Stilbrüche oder eine Ladung Gewalt, die man durchaus hätte erwarten können. Drummer Dave Chavarri gibt zum Auftakt von Payaso seine Schlagzeugkünste zum Besten, allerdings wird dies das einzige Highlight des Songs bleiben. Die Gitarren wirken fast lustlos, spielen nicht mit dem Gesang mit. Auch hier wirkt das wieder ziemlich flach. Erst im zweiten Teil des Liedes kommt es zu einer guten Harmonie mit dem Schlagzeug, welche leider auch nicht allzu lang andauert. Den Abschluss übernimmt "Till Death, La Familia" mit dem temporeichen "My Bullet". Es geht zum Endspurt. Man gibt nochmal alles, um dann mit einer sanften Bremsung zu enden.

Mein Fazit: Ich finde, man hätte mehr aus dem Album machen können. Gut, je öfter man es hört, desto besser wirkt es dann schon. Durch ihren dumpfen, eigensinnigen Klang stechen die Drums in der Spielweise sehr hervor, die Gitarren hätten aber insgesamt mehr Volumen vertragen können. Obgleich das Album aber neu ist, hatte ich das Gefühl, ich würde viele Songs bereits kennen. Denn ILL NIÑO werden, zumindest mit diesem Album, zum üblichen Einheitsbrei, der nicht mehr aus der Menge heraussticht. Das Album wirkt recht unrund, oft gar hektisch, einen roten Faden kann ich nur selten finden. Das ist schade, denn das ein oder andere Schmuckstück hat diese Veröffentlichung schon zu bieten. Zumindest inhaltlich machen die Songs dem Album "Till Death, La Familia" jedoch alle Ehre.

Trackliste:
01. Live Like Theres No Tomorrow
02. Not Alive in My Nightmare
03. I'm Not The Enemy
04. Blood Is Thicker Than Water
05. Are We So Innocent
06. Pray I Don't Find You
07. World So Cold
08. Dead Friends
09. Breaking The Rules
10. Payaso
11. My Bullet
Spielzeit: 01:08:21

Line-Up:
Cristian Machado - Vocals
Diego Verduzco - Rhythm Guitar
Ahrue Luster - Lead Guitar
Lazaro Pina - Bass
Dave Chavarri - Drums
Daniel Couto - Percussion
Jan Termath [P³Hamburg]
30.07.2014 | 00:17
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