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Cover von Illdisposed -- The Prestige
Band: Illdisposed Homepage Illdisposed bei Facebook Metalnews nach 'Illdisposed' durchsuchenIlldisposed
Album:The Prestige
Genre:Death Metal
Label:AFM Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:28.03.08
CD kaufen:'Illdisposed - The Prestige' bei amazon.de kaufen
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"Yeah, zurück zu den Wurzeln!... warum eigentlich?"

Nach etlichen Jahren im Underground, gelang es ILLDISPOSED im Jahre 2004 [woran der damalige Wechsel zu Roadrunner Records nicht ganz unbeteiligt gewesen sein dürfte] endlich auch ein größeres Publikum zu erreichen. „1-800 Vindication“ hieß die Geheimwaffe und war ein Album voller Hits und Riffs im XL Format. Abgerundet wurde das ganze durch das Einbeziehen elektronischer Elemente, die auf den vorhergehenden Alben höchstens angedeutet worden waren. Zwei Jahre später entstand mit derselben Rezeptur „Burn Me Wicked“ und auch wenn sich das Album ein wenig sperriger gestaltet, konnte man es doch als würdigen Nachfolger ansehen. Mittlerweile schreiben wir aber nun das Jahr 2008 und die Dänen legen mit „The Prestige“ ihr zehntes Album vor.

Man kennt das ja in der Metalszene: Musiker behaupten nur allzu gerne, wie heavy und brutal doch das nächste Album sein wird. Deshalb schenkte ich auch der Ankündigung von dem zum Hauptsongwriter bei ILLDISPOSED avancierten Jakob Batten, dass es sich bei der nächsten Scheibe um „puren Death Metal ohne viel drum herum“ handeln würde, nicht all zu viel Beachtung. So viel sei gesagt: Der Mann sollte Recht behalten! Nix da mehr, mit gesungenen Refrains [vom Haus- und Hof-Produzenten ZIggy oder wie beim Vorgänger, mit Gastauftritten von MERCENARYs Goldkehlchen] oder elektronischem Gepiepe , all das wurde ersatzlos gestrichen. So erinnert das Album des Öfteren mehr an Frühwerke ala „Submit“ als an die direkten Vorgänger von „The Prestige“. Passend dazu klingt die Scheibe auch nicht mehr so bombastisch-modern produziert, zeigte sich doch für den Mix anstatt dem hippen Tue Madsen der gute alte Frederik Nordström verantwortlich. Noch am ehesten an die Roadrunner Records- Zeiten [die Band wurde nach dem letzten Album vom Label rausgeworfen und ist nun bei AFM untergekommen] erinnert das vorab veröffentlichte „Like Cancer“. Wer also die Band erst seit kurzem kennt und den Refrain von dem Song einfach nicht „catchy“ genug findet, sollte sich „The Prestige“ vor dem Kauf wohl besser ausgiebig im Plattenladen anhören, denn recht viel melodischer wirds die ganzen zwölf Lieder über nicht!

Nun wär es aber auch nicht so, dass die fünf Saufköpfe ansonsten nichts zu bieten hätten: Gegrooved wird nach wie vor [wenn auch etwas seltener] und Grunzmeister Bo scheint seinem Organ mit dem Engagement bei PANZERCHRIST nicht geschadet zu haben. Deshalb sorgen Songs wie etwa „The Tension“, „Love Is Tasted Bitter“ oder „The Key To Salvation“ auch ohne technischen Spielereien für jede Menge Spass. Wenn wir schon beim Thema sind: Wer die Jungs schon mal live erlebt hat, kennt ihren derben Humor und ihr Faible für die deutsche Sprache. So hat es auch diesmal wieder ein [zumindest teilweise] deutscher Song aufs Album geschafft. „Ich bin verloren in Berlin“ gibt einen würdigen Rausschmeißer ab, auch wenn sich der Text nur erahnen lässt.

„The Prestige“ ist ein grundsolides Death Metal-Album, wie es nur von ILLDISPOSED stammen kann. Nach dem Konsum des Albums bleibt aber eine Frage offen: Warum hat man den eingeschlagenen Kurs nicht beibehalten und noch um einiges mehr aus diesem dutzend Songs gemacht?

Trackliste:
01. Let Go
02. The Tension
03. Weak Is Your God
04. Working Class Zero
05. A Song Of Myself
06. Like Cancer
07. Love Is Tasted Bitter
08. She Knows
09. A Child Is Missing
10. The Key To My Salvation
11. Your Devoted Slave
12. Ich bin verloren in Berlin
Spielzeit: 00:40:21

Line-Up:
Bo Summer - Vocals
Jakob Batten - Guitar
Frank "Hellboss" Gotschalk - Guitar
Jonas Kloge - Bass
Thomas Jensen - Drums
Amadeus Mader [Ammosarier]
25.03.2008 | 19:35
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