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Cover von Illdisposed -- There Is Light [But It's Not For Me]
Band: Illdisposed Homepage Illdisposed bei MySpace.com Metalnews nach 'Illdisposed' durchsuchenIlldisposed
Album:There Is Light [But It's Not For Me]
Genre:Death Metal, Death/Thrash Metal, Electro
Label:Massacre Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:01.04.11
CD kaufen:'Illdisposed - There Is Light [But It's Not For Me]' bei amazon.de kaufen
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"Ups, sie haben's schon wieder getan...!"

Nach einem kurzfristigen Ausflug in die Gefilde der Majorlabels und einem noch kürzeren Gastspiel bei AFM sind ILLDISPOSED ja nunmehr bei Massacre Records gelandet und wuchten von dort aus den bereits zehnten Studio-Langspieler ihrer Karriere in die hiesigen Regale.

Allzu lange haben die „hodenlosen Bordsteinschwalben“ sich nach dem letztjährigen „To Those Who Walk Behind Us“ [ihrem Einstand bei Massacre] zwar nicht Zeit gelassen, dafür sind die Dänen allerdings rückfällig geworden und zwar so richtig, denn, wie schon auf dem ebenso vielgeliebten, wie auch umstrittenenen „Burn Me Wicked“-Album [damals noch auf Roadrunner] und nach dem eher „Back-To-The-Roots“-Werk „The Prestige“, scheint die Liebe von ILLDISPOSED zum Synthesizer bzw. für Samples und Elektro-Sounds wieder heftig entflammt zu sein, was jedoch kein großes Wunder ist, wenn man bedenkt, dass ILLDISPOSED ihre Live-Auftritte zumeist von einem DEPECHE MODE-Intro einläuten lassen.
Es passt aber wieder erstaunlich gut in den brachialen, groovenden Sound des dänischen Quintetts, sorgt doch das unterkühlte Pluckern – neben unerwartet melodischen, sporadischen Göteborg-Tendenzen - bereits beim fett riffenden Opener, „Your Own Best Companion“, für Atmosphäre und Abwechslung.
„Heaven Forbid“ knüpft quasi nahtlos an seinen Vorgänger an und auch hier lassen Melodic Death-Allüren inmitten Bo Summers charakteristisch tiefem Subwoofer-Gebrüll - wie auch bei „Our Words Betrayed“ - aufhorchen.
Allerdings beginnt sich das anfangs noch recht kurzweilige Konzept mit zunehmender Spielzeit etwas abzunutzen, denn so ziemlich jedes Stück wird ab hier von mal mehr, mal weniger prägnanten Synthie-Sounds [„The Taste Of You“ oder auch das recht repetitive „As The Day Rottens“] eingeleitet, untermalt oder fiepend aufgepeppt. Nicht nur bei „Step Into My Winter“ fühlt man sich da an eine Mischung aus RAMMSTEIN und IN FLAMES erinnert und gerade „Rape“ [mit seinem „Du Hast“-Lauf] oder „Sunday Black“ könnte glatt als angedeathte und durchgethrashte Version eines Songs der Tanzmetaller um Till Lindemann durchgehen.
Das Instrumental „Reality To Fall“ und „We“ bietet erstaunlich versöhnliche MeloDeath-Harmonien und variiert damit die o.g. "Schema-F"-Vorgehensweise noch etwas, wohingegen der Digipak-Bonustrack „Alone“ nur ordentlichen Durchschnitt darstellt.

Der Sound ist – nicht zuletzt dank bewährter Tue Madsen-Produktion – fett ohne Ende, auf die typischen ILLDISPOSED-Trademark-Grooves, die krachend-satten Powerchords und Summers unterirdisch tiefes, stimmliches Wüten muss man ebenso wenig verzichten, wie auf den gewohnt kruden/expliziten Humor dieser „homosexuellen Prostituierten“ aus Dänemark, wovon nicht zuletzt das erneut reichlich seltsame/morbide Cover-Artwork kündet.
Aber ILLDISPOSED waren ja eigentlich noch nie eine Band für Frauenversteher und beweisen auch mit „There Is Light [But It's Not For Me]“, dass sie immer noch für die eine oder andere Überraschung gut sind.

Trackliste:
01. Your Own Best Companion
02. Heaven Forbid
03. Our Words Betrayed
04. The Taste Of You
05. As The Day Rottens
06. Reality To Fall
07. Step Into My Winter
08. Rape
09. Sunday Black
10. We
11. Alone [Digipak Bonus-Track]
Spielzeit: 00:45:00

Line-Up:
Bo Summer - Vocals
Jakob "Batten" Hansen - Guitar
Franz Hellboss - Guitar
Jonas "Kloge" Mikkelsen - Bass
Thomas "Muskelbux" Jensen - Drums
Dirk Konz [dkay] | 28.03.2011 | 22:26

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