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Cover von Immolation -- Shadows In The Light
Band: Immolation Homepage  Metalnews nach 'Immolation' durchsuchenImmolation
Album:Shadows In The Light
Genre:Death Metal
Label:Listenable Records
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:18.05.07
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"Und es wurde Nacht - und das war gut..."

Nein, sie haben sich nicht von den kritischen Stimmen zum letzten Album „Harnessing Ruin“ beirren lassen, die vor allem das Klangbild betrafen. Paul Orofino hat IMMOLATION auf dem aktuellen Output eben diesen fiesen und bei vielen Rezensenten verhassten Sound erneut gezimmert. Ein Sound, der wirkt, als würde alles irgendwie zusammengepresst, als versuche das Schlagzeug ständig, sich aus einer undefinierbaren Beklemmung zu befreien, als könnten die Klampfen auf gar keinen Fall noch trockener aufgenommen werden. Ein Sound, den keine andere Band dieses Planeten ihr Eigen nennen kann und der daher ebenso definierend für die Musik dieser einzigartigen Band ist wie das Schlagzeug-Intro von „Reign In Blood“ für SLAYER. Wer also Probleme mit diesem Sound hat, versteht nicht, worum es Ross Dolan und seiner Mannschaft geht: der Erschaffung von akustisch wahrnehmbarer Finsternis.

Für alle anderen Freunde brutaler Sounds hält „Shadows In The Light“ die besten IMMOLATION-Songs seit „Close To A World Below“ bereit. Eingängiger sind sie geworden, ohne zu vergessen bei jeder Gelegenheit durchscheinen zu lassen, welch virtuose Techniker hier am Werk sind. Jeder Track auf der Scheibe hat einen unglaublich hohen Wiedererkennungswert. Und trotzdem: Innerhalb jedes einzelnen dieser Songs kann man wiederum verschiedenen Pfaden folgen, die den Hörer allesamt in ihren Bann ziehen. Ähnlich wie MORBID ANGEL oder NILE benutzen IMMOLATION hierfür diese völlig eigenen und faszinierenden Melodien, die ihre Musik zu etwas Einzigartigem und ungeheuer Kunstvollem machen. Die New Yorker erschaffen aus teils minimalen Grundbeschaffenheiten urplötzlich riesige Schlachtengemälde von ewiger und ausufernder Schönheit wo andere Bands hauptsächlich versuchen, präzise technische Zeichnungen anzubringen und möglichst sofort auf den Punkt zu kommen. Man muss den Songs auf „Shadows In The Light“ sowohl ins als auch aus dem Chaos folgen, um diese Schönheit zu entdecken. Und nicht alle Tracks machen es einem so einfach wie der Gassenhauer „The Weight Of Devotion“, dessen Intro-Riff gleich Klassiker-Niveau besitzt. Nimmt man sich die Zeit, entführen einen jedoch auch Lieder wie „Hate’s Plagues“, „Passion Kill“, „Breathing The Dark“ oder „Deliverer Of Evil“ in eine Welt, die zeigt, wie vielschichtig und erfüllend die Kunstform Death Metal sein kann, ohne auf Schnickschnack wie cleane Vocals, Frauengesang oder orchestrale Keyboards zurückgreifen zu müssen. Die Formel ist – frei nach dem Song „Passion Kill“ - ganz einfach: „Passion Lives, Passion Grows, Passion Hates, Passion Kills“ – amen!

Fazit: kein Ausfall, nur Granaten, ergo: Höchstnote. Ein Meilenstein des amerikanischen Death Metal Genres und für mich ganz klar die Platte des bisherigen Musikjahres 2007.

Trackliste:
01. Hate’s Plague
02. Passion Kill
03. World Agony
04. Tarnished
05. The Weight Of Devotion
06. Breathing The Dark
07. Delivereer Of Evil
08. Shadows In The Light
09. Lying With Demons
10. Whispering Death


Marcus Italiani [Mattaru]
15.06.2007 | 11:31
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