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Album:Wicked Maiden
Genre:Heavy Metal, US-Metal
Label:Metal Heaven
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:24.04.09
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"Zeitmaschine mit Sechssaiter-Getriebe"

Die um den gleichnamigen Gitarristen versammelten Amerikaner IMPELLITTERI dürften so manchem Fan virtuoser Saitenakrobatik ein Begriff sein. Nachdem auf dem vorangegangenen „Pedal To The Metal“ mit Curtis Skelton ein eher unbekannter Sänger vertreten war, holte das Quartett für „Wicked Maiden“ nun erneut Melodic Metal-Legende Rob Rock mit an Bord.

Auf ihrem aktuellen Output gelingt es IMPELLITTERI erneut, den traditionellen US Metal der 80er nahtlos mit zeitgemäßer Härte zu verbinden. So begrüßt bereits der Titeltrack die Hörerschaft mit kreischenden Gitarren und pompösen Chören, unterstützt von druckvollem Doublebass-Geknüppel und bratendem Riffing. Die folgenden Songs „Last Of A Dying Breed“ und „Weapons Of Mass Distortion“ schlagen mit ihren verschachtelten Mainriffs eine etwas modernere Richtung ein, wobei Rob Rocks unverwechselbarer Gesang als das perfekte Gegengewicht fungiert – eine Mischung, die die Songs zu modernen Heavy Metal-Hymnen macht. Mit „High School Revolution“ findet sich auch noch eine kultige Hommage an die Rock 'n’ Roll-Rebellion der 80er, ganz im Stile von W.A.S.P.s „School Daze“, wenngleich man Mr. Rock seinen Unmut über das Schülerdasein nicht so ganz abnehmen möchte. Muss an seinem Alter liegen. Auch beim kitschig betitelten „Eyes Of An Angel“ handelt es sich glücklicherweise nicht um eine Ballade, sondern um einen druckvollen Midtempo-Stampfer mit DIO-mäßiger Gesangslinie. Technisch machen IMPELLITERI auf „Wicked Maiden“ selbstverständlich ebenfalls eine ausgezeichnete Figur; die gesamte Band agiert geradezu unverschämt tight und Gitarrist Chris Impellitteri frickelt auf dem halsbrecherisch hohen Niveau eines MICHEAL ANGELO BATIO, von der durchweg überragenden Leistung des Sängers ganz zu schweigen. Einziger Kritikpunkt am neuen IMPELLITTERI-Album sind die etwas eigenartigen Keyboard-Sounds, die die gesamte Spielzeit hindurch zum Einsatz kommen: So sind beispielsweise hymnische Uptempo-Stücke wie das ansonsten überaus gelungene „Wonderful Life“ von gar unpassend wirkenden Keyboard-Melodien unterlegt und im bereits erwähnten „Weapons Of Mass Distortion“ treibt ein eigenartiges Synthie-Klavier sein Unwesen. Auch wenn man sich an diese etwas befremdlich wirkende Form der Instrumentierung schnell gewöhnt hat, ist dennoch die Frage erlaubt, ob hier nicht weniger vielleicht doch mehr gewesen wäre. Abgesehen davon ist „Wicked Maiden“ jedoch über jeden Zweifel erhaben.

Mit „Wicked Maiden“ haben IMPELLITTERI einmal mehr bewiesen, dass ihr gefestigter Status in Sachen traditioneller Härte absolut gerechtfertigt ist. Hier paaren sich technische Brillanz mit Abwechslung und einer astreinen Produktion, weshalb die Platte jedem Metaller wärmstens ans Herz gelegt sein. Anspieltipps: „Wicked Maiden“, „Eyes Of An Angel“, „Wonderful Life“.

Trackliste:
01. Wicked Maiden
02. Last Of A Dying Breed
03. Weapons Of Mass Distortion
04. Garden Of Eden
05. The Vision
06. Eyes Of An Angel
07. High School Revolution
08. Wonderful Life
09. Holyman
10. The Battle Rages On
Spielzeit: 00:43:19

Line-Up:
Chris Impellitteri - Guitar
Rob Rock - Vocals
James Pulli - Bass
Brandon Wild - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
17.04.2009 | 03:25
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