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Cover von Imperial Vengeance -- At The Going Down Of The Sun
Band: Imperial Vengeance bei Facebook Metalnews nach 'Imperial Vengeance' durchsuchenImperial Vengeance
Album:At The Going Down Of The Sun
Genre:Black Metal, Dark Metal, Melodic Black Metal
Label:Candlelight Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:20.07.09
CD kaufen:'Imperial Vengeance - At The Going Down Of The Sun' bei amazon.de kaufen
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"Für England! oder: Ein dunkler Offizier und Gentleman"

IMPERIAL VENGEANCE begannen anno 2007 zunächst als Studioprojekt des ehemaligen CRADLE OF FILTH-Gitarristen Charles Hedger [a.k.a. Charles Edward-Alexander], bevor ein Deal mit Candlelight unter Dach und Fach gebracht werden konnte. Ihren Stil bezeichnen sie selbst als "Dark Aristocratic Metal" und befassen sich thematisch dementsprechend überwiegend mit dem britischen Empire und seiner [Militär-]Historie, Theater, Literatur und Mythologie.

Musikalisch trifft hier Dark Metal auf symphonischen Black Metal, irgendwo auf dem Schlachtfeld zwischen dem ehemaligen Arbeitgeber von CRADLE OF FILTH, DIMMU BORGIR und den deutschen Kollegen von THE VISION BLEAK.
Der Titeltrack erinnert in der Tat an etwas weniger überladene CRADLE OF FILTH und, um das Ganze noch authentischer zu gestalten, im Mittelteil des Songs ist der zur Zeit der Aufnahme 111 Jahre alte Harry Patch zu hören, der letzte überlebende britische Soldat, der in den Schützengräben des 1. Weltkriegs mitgekämpft hat.
„From Childhood's Hour“ ist ein melancholisches, klassisch mit Geige und Piano instrumentiertes und vom Ticken einer Standuhr begleitetes, sinisteres Intermezzo, das zum deutlich heftigeren „Cwn Anwwn“ überleitet [übrigens keltisch für „Höllenhund“ und identisch betitelt wie ein Track auf Glenn DANZIGs „Black Aria“], wo neben Wolfs- bzw. wohl eher Höllenhundgeheul erneut Keyboards, melodische Parts und galoppierende Black/Dark Metal-Riffs das Zepter schwingen.
„Jus Ad Bellum“ bringt hymnisch fiedelnde Melodien à la WINTERSUN mit ins Spiel, erinnert aber auch wieder sehr an THE VISION BLEAK.“Theory Of The Grotesque“ mit seinen dominanten Synthies ist wieder ein gefundenes Fressen für die C.O.F-Fraktion, nur dass man hier vergeblich auf den Einsatz von Danis hysterischem Gekreische wartet.
„Trinovantes“ bietet als Abschluss dann nochmal durchaus großes Kino für Kopf und Ohren in Überlänge, bevor das Aristokratenmetall-Debüt der Briten endet.

Die Produktion von „At The Going Down Of The Sun“ ist sehr sauber, fast schon steril und die o.g. Vergleiche drängen sich auch nach mehrfachem Hören permanent auf. Wen das nicht stört bzw. wer sich mit der durchaus nicht übel gemachten Mischung aus THE VISION BLEAK und CRADLE OF FILTH sowie der musikalischen Aufarbeitung der britischen Geschichte auf Albumlänge anfreunden kann, sollte auch vorliegender Einladung dieser düsteren Gentlemen zum Fünf-Uhr-Tee nicht abgeneigt sein.

Trackliste:
01. The Drop
02. 6th Airborne Division
03. Aristocratic Sex Magick
04. Unto That End
05. At The Going Down Of The Sun
06. From Childhood's Hour
07. Cwn Anwwn
08. Jus Ad Bellum
09. Theory Of The Grotesque
10. Trinovantes
Spielzeit: 01:00:05

Line-Up:
Mr. Charles Edward-Alexander - Vocals, Guitars, Keyboards, Programming
Mr. David Bryan - Bass
Mr. William Drury - Drums, Percussion

Gast:
Harry Patch – Erzähler auf Track 05
Dirk Konz [dkay]
16.08.2009 | 21:57
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