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Album:Define Death
Genre:Dark Metal, Melodic Death Metal
Label:Twilight
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:26.09.05
CD kaufen:'In Disgrace - Define Death' bei amazon.de kaufen
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"Sehr atmosphärisch und sehr instrumental"

Im Jahr 2000 wurde aus der Nordhorner Band CONTEMPT nach einigen Line Up-Veränderungen IN DISGRACE. Unter diesem Namen veröffentlichte das Fünfergespann 2002 die Demo „...Before After“ und legt nun mit ihrem Twilight-Debut „Define Death“ nach.

Dabei versteht sich die Band selbst als „Atmospherical Death Metal“, was ganz offensichtlich einen Stilmix aus Death-, Dark- und auch einer Prise Blackmetal beschreiben soll, wenn man den Sound des Albums zugrunde legt. Musikalisch in einer Mischung irgendwo zwischen MORS PRINCIPIUM EST und ATROCITY angesiedelt, präsentieren sich die Herren Acker und Co. ausgesprochen atmosphärisch orientiert, ohne dabei auf die nötige Portion Aggressivität zu verzichten. Das Tempo variiert dabei von langsam und leise verklärt bis hin zu wilden Blastbeatausbrüchen, legt jedoch ein kleines Übergewicht auf Midtempo-Groovepassagen. So wie es generell eine ziemliche Instrumentalverliebtheit zu attestieren gibt - an allen Ecken und Enden finden sich rein instrumentale Zwischenpassagen (kein Wunder, sind die Lieder im Durchschnitt an die sechs bis sieben Minuten lang), die auch gern mit einer Steigerung arrangiert sind (Beispiel „Whispering Dread“, bei welchem besagte Zwischenpassage mit Keyboard und Rhythmusgitarre eingeleitet wird, später die Leadgitarre ihre leicht psychedelische Melodie drüberharmoniert, ehe dem Keyboard allein die Überleitung zum nächsten Instrumentalteil überlassen wird, bevor der Reihe nach Schlagzeug, Bass und zuletzt auch die Gitarren wieder dazustoßen). Heraus sticht aus dem düsteren Klangteppich mit der Darkmetal-typisch fauchend-growligen Stimme mit hier und da etwas Hall ("Define Death") das Lied „Follow Me“, und dies nicht nur wegen seiner – im Vergleich exorbitanten – Kürze von 2:34 min, sondern haben wir es hier mit einem reinen Akustikstück zu tun, in welchem zwei Akustikgitarren ganz allein einen sehr melancholischen Song zusammenzaubern.

Insgesamt also ein absolut atmosphärisches Album, das jedem gefallen dürfte, der gar nicht genug von Keyboard-erzeugtem Ambiente und langen Instrumental-Passagen kriegen kann. Mir persönlich war’s an der einen oder anderen Ecke zwar etwas zuviel des Guten und die BM-Parts hätten auch nicht unbedingt sein müssen, aber das ist ja schließlich Geschmackssache. Den Opener „Disgraceful Act” findet ihr als mp3 auf der Homepage der Band.


Trackliste:
01. Disgraceful Act
02. Whispering Dread
03. Define Death
04. Impervious
05. Follow Me
06. The Oath
07. Indifferent Judgement


Nadja Lemke [Sherry]
28.10.2005 | 00:40
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