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Band: In Extremo Homepage In Extremo bei Facebook Metalnews nach 'In Extremo' durchsuchenIn Extremo
Album:Sterneneisen
Genre:Folk, Hard Rock
Label:Universal
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:25.02.11
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"Es ist nicht alles Gold, was glänzt!"

Es ist wieder unterwegs, das dreckige Septett aus Halunken, Spielmännern und Raufbolden. Das Sieben-Gespann der aufmüpfigen Schalmeien-Spieler und Gaukler, die in Lederfetzen und Schellen-besetzt ihre Mittelalter-Affinität in die staunende Masse feuern. Feuer speien und Schnaps saufen. Ja, das sind sie; wenn ich mir die erste DVD „Live 2002“ anschaue. Die sukzessiv abnehmende Klangvielfalt aus allen möglichen selbstgebauten Instrumentarien fand zwar bereits mit „7“ ihren Anfang, doch war der mittelalterliche Charme doch bis jetzt noch immer zu spüren.

Nun, dass IN EXTREMO keine Platte mit dem Kaliber einer „Sünder Ohne Zügel“ aus der Tasche zaubern war klar und dass die Tage von „Weckt Die Toten“ schon lange passé sind ebenfalls. Doch wieso nun der letzte Funken Individualität subtrahiert wird, der in „Mein Rasend Herz“ oder „Sängerkrieg“ noch beim ersten Ton jeden IN EXTREMO schreien ließ; unverständlich. Die Platte ist zwar keine Vollpleite, trägt aber nicht die Seele in sich, die man von diesen Sieben erwarten würde.

Es scheint auch nicht der Schlagzeuger-Wechsel zu sein, wenngleich der Abgang des „Morgensterns“ bedauerlich ist, leistet Specki T. D. seinerseits gute Arbeit, wenn auch definitiv Unterschiede zu hören sind. Es soll jetzt nicht die Position des ewig Gestrigen vertreten werden, keinesfalls. Doch wenn man Lieder wie „Hol' Die Sterne“ und „Siehst Du Das Licht“ hört und einem ein Volks-Pop-Derivat um die Ohren pfeffert, fragt man sich doch, ob das der richtige Weg ist. Und dabei wurde bei letzterem sogar noch eine Reminiszenz an „Stella Splendes“ verarbeitet. Ein Lichtblick? Weniger. Auch der Gesang wirkt ab und zu so angestrengt [„Viva La Vida“ - obgleich wohl Absicht vorliegt], dass man sich fürchtet.

IN EXTREMO sind wohl zukünftig in eine Schiene mit anderen deutschen Hard Rock-Bands einzureihen und machen dort auch keine schlechte Figur. Das Alleinstellungsmerkmal über den Einsatz mittelalterlicher Instrumente haben sie auch noch, doch die Herzensglut, die dahinter steckt, kommt leider nicht mehr an. Auch das Drängen in eine härtere Nische und der jähe Einsatz von Double-Bass und [!] Screams [„Auge um Auge“] passt einfach nicht zu den Männern, die Klassiker wie „Verehrt und Angespien“, „Spielmannsfluch“ oder „Omnia Sol Tempera“ in die Welt gesetzt haben. Es gibt zwar Ausnahmen auf diesem Silberling, die Spaß machen, beispielsweise „Gold“, ausschnittsweise „Auge um Auge“ oder „Sterneneisen“, aber wenn selbst „Zauberspruch No. VII“ nicht mehr nach Mittelalter klingt, sondern wie eine abgehalfterte Pseudo-Ambient-Rock Truppe und man zum Gros der Songs Discofox tanzen kann... Ich weiß nicht.

Natürlich fallen die ewigen Schlagworte „Wir“, „7“, „Verehrt und Angespien“ „Alte Liebe“ und „Freiheit“. Sie haben aber nicht mehr die Kraft vergangener Tage. Mit „Sterneneisen“ werden sich wohl die meisten IN EXTREMO-Liebhaber auf den Schlips getreten fühlen. Man kann nur auf die Live-Konzerte hoffen und nach alten Glanzstücken schreien.

Trackliste:
Zigeunerskat
Gold
Viva La Vida
Siehst du das Licht
Stalker
Hol die Sterne
Sterneneisen
Zauberspruch No. VII
Auge um Auge
Schau zum Mond
Unsichtbar
Vermiss Dich
Spielzeit: 00:47:18

Line-Up:
Das Letzte Einhorn [Michael Rhein] - Vocals, Bagpipes, Cister
Der Lange [Sebastian van Lange] - Guitar
Dr. Pymonte [Andre Strugala] - Bagpipes, Harp, Shawm
Flex der Biegsame [Marco Torzylsky] - Bagpipes, Shawm, Hurdy-Gurdy
Yellow Pfeiffer [Boris Pfeiffer] - Bagpipes, Shawm, Nyckel Harp
Die Lutter [Kay Lutter] - Bass
Specki T.D. - Drums
Tobias Naumann [Necrologue]
28.02.2011 | 19:31
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