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"Rückkehr des Ballermanns"
Cover von In Flames -- Come Clarity
Band: In Flames Homepage  Metalnews nach 'In Flames' durchsuchenIn Flames
Album:Come Clarity
Genre:Metalcore
Label:Nuclear Blast
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:03.02.06
CD kaufen:'In Flames - Come Clarity' bei amazon.de kaufen
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"Die neue Trendband"

Nuclear Blast sind anscheinend überzeugt davon, dass ihre Schützlinge von IN FLAMES ab sofort in der BRITNEY SPEARS-Liga spielen werden, und schicken eine Promo mit lauter halben Songs. Das macht die Band wichtig und ist ein prima Statement gegen die bösen Musikpiraten unter den Vertretern der schreibenden Zunft. Dabei verkam der Versuch dieses Mahnmals gegen die Illegalität nur leider, schon kurz nachdem die Band die Studiotüren von außen geschlossen hatte, zur Farce. Seit Wochen nämlich ist das Album in voller Länge zum Nulltarif im Internet verfügbar. Verdächtige: wohl doch in erster Linie die direkt am Aufnahmeprozess Beteiligten. Da ich kein Musikpirat bin, beschreibe ich jetzt einfach mal die Hörproben, deren Weitergabe man glaubte, verantworten zu können:

„Come Clarity“ startet furios mit dem zu Beginn ziemlich derben „Take This Life“. Nach einem Wutausbruch folgen in Bridge und Refrain die zu erwartenden Hooklines – und sofort werden drei Dinge klar: 1. Die Gitarrenharmonien sind – wenn auch nicht dominierend - zurück im Sound der Göteborger. 2. Anders Fridén singt cleaner und fragiler denn je. 3. Der Drumsound ist immer noch völlig synthetisch und hallig, was sich auch negativ auf die Differenziertheit des Gitarrenklangs auswirkt. Insgesamt eine gute Nummer – allerdings sehr vorhersehbar. Dann folgt “Leeches” – ein SOILWORK- Rip Off, das irgendwie ziemlich chaotisch organisiert und gestückelt wirkt. Pünktlich zum Solo blenden Nuclear Blast den Song aus – ist ja auch ein unwichtiges Randdetail für den „Metal“ des 21. Jahrhunderts. „Reflect The Storm“ ist für mich der beste Song auf der Platte. Super Grundriff – melodisch, trotzdem irgendwie gefährlich.-fies-spannungsgeladen, trifft auf einen verzweifelt keifenden Herrn Fridén, der im Refrain herrlich herumschmachtet – die schlechte Welt ist so schön…. . Nach dem ersten Zwischenteil wird wiederum alles heruntergefahren. Nächste Nummer: In „Dead End“ trifft ein tausend Mal gehörtes Metalcore-Riff auf die tausend Mal gehörte Beauty/Beast-Komponente. Im ersten Zwischenteil tritt der Fader in Aktion – überflüssiger Gothic-Schmu.

Schön hardcorig geht es in „Scream“ zur Sache, das groovt wie Sau und vor allem live für Party sorgen wird. Ratet mal, wo der Song für den Rezensenten aufhört – genau: im Zwischenteil! Der folgende Titelsong ist eine Ballade und erinnert zunächst an ruhigere Momente vom "Jester Race"-Album. Der Refrain ist so schön, dass man am liebsten tränenüberströmt den Lemming machen würde. „I want you to lead me – Take me somewheheere - Don’t want to live in a dreaheam one more dayhay.” Schluchz! Welche Dame kann dieser Aufforderung wohl noch widerstehen? Keine – logo. Natürlich ist der Part auch so angelegt, dass ganze Stadien ihn laut mitjammern werden. Es folgt ein Solo, das man sich von SKID ROW geborgt hat, dann folgt wieder der Abbruch. „Vacuum“ ist als anschließendes Alibi ziemlich fix und basiert auf einem Riff, das weder Fisch noch Fleisch ist. Der interessant beginnende Mittelpart wird sofort abgewürgt. „Pacing Death’s Trail“ ist vertrackt aber durch die führende Leadklampfe doch kompakt – guter und intelligenter Track, Hut ab. Nach dem Break zum Zwischenteil folgt – na – rischtiiiissssccchh: Ende!

„Crawl Through Knives“: Harte Strophe, softer Refrain – ein Detail, das übrigens auf alle Songs dieses Albums zutrifft, spätestens an dieser Stelle aber unglaublich nervt, weil es eigentlich nicht sein kann, dass die dynamische Binäropposition das einzige Stilmittel eines so hochgejubelten Albums ist. Auch „Versus Terminus“ wird von diesem Pseudo-Hasskappe trifft auf Friede Freude Eierkuchen – Stadionchor – Phänomen dominiert. „Our Infinite Struggle“ hebt sich dagegen durch seine an die „Whoracle-Phase“ angelehnte Songstruktur relativ positiv ab und auch „Vanishing Light“ ist ein Lichtblick, der es mit Ach und Krach auf „Whoracle“ oder „Colony“ geschafft hätte.

Leider hatte die Plattenfirma offenbar keinen Bock darauf, dass unbedeutende Musik-Reporter auch den letzten Song auf der Platte zu hören bekommen, daher kann ich zu „Your Bedtime Story Is Scaring Everyone“ nix sagen.

Natürlich kann ich mir unter solchen Bedingungen kein richtiges Urteil bilden (und dementsprechend auch keine Punkte vergeben), da ich der Meinung bin, dass Zwischenparts, Breaks und Soli beim Metal wichtiger sind als beim Schlager und einem Song durchaus entscheidende Momente verleihen können. Nuclear Blast scheinen das anders zu sehen, was zu denken geben sollte. Festzuhalten sind eine Handvoll sehr guter Songfragmente, ein Haufen halbgarer oder durchschnittlicher Ideen und ein erneut (wie beim Vorgänger) undifferenzierter Sound. Wie dieses Ergebnis den momentanen Hype um Album und Band rechtfertigen soll, kann ich mir einfach nicht erklären. Riecht irgendwie verdammt nach Trendmafia - bäh.

Trackliste:
01.Take This Life
02.Leeches
03.Reflect The Storm
04.Dead End
05.Scream
06.Come Clarity
07.Vacuum
08.Pacing Death's Trail
09.Crawl Through Knives
10.Versus Terminus
11.Our Infinite Struggle
12.Vanishing Light
13.Your Bedtime Story Is Scaring Everyone


Marcus Italiani [Mattaru]
28.01.2006 | 23:17
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