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Cover von In Flames -- Sounds Of A Playground Fading
Band: In Flames Homepage In Flames bei Facebook Metalnews nach 'In Flames' durchsuchenIn Flames
Album:Sounds Of A Playground Fading
Genre:Melodic Death Metal, Modern Metal
Label:Century Media
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:17.06.11
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"Musikalisches Spieleparadies"

Viel diskutiert, von den einen für ihren Mut und ihre Innovationsfreude bejubelt, von den anderen missverstanden und aus der Genre-Heimat verbannt – IN FLAMES stehen mit ihrem neuen Werk "Sounds Of A Playground Fading“, wie bereits mit dem Vorgänger „A Sense Of Purpose“, mal wieder zwischen den Fronten. Aber das Hartnäckigkeit und ein offenes Ohr für neue Trends am Ende zu einem gelungenen Gesamtwerk führen und Musikerkollegen als Vorbild Parade stehen können, dürfte der 13-Track-Riese ein für alle mal bewiesen haben.

Der Titelsong - Namenspate für das Album - bietet bereits einen fließenden Übergang zu den neu angeschlagenen Tönen, wie wir sie bereits von "A Sense Of Purpose" kennen, was sich in dem darauf folgenden „Deliver US“ weiter fortsetzt und die moderne Weiterentwicklung der Kombo wohl am besten repräsentiert. Aber man sollte nicht meinen, IN FLAMES hätten einen vollkommen fremdartigen Kurs eingeschlagen und ihre Wurzeln als Relikt der Vergangenheit abgelegt – mit Tracks wie dem hymnenartigen "Where The Dead Ships Dwell" oder dem packenden „The Puzzle“ legen sich die Schweden richtig ins Zeug und sorgen für erhöhte Körperfunktionen auf allen Ebenen. Fast schon ein wenig irritierend kommt dann „The Attic“ daher, eine Nummer, die ruhige und düstere Töne anschlägt und eine gewisse besinnliche Grundstimmung einleitet. Doch mit Wiederaufnahme des Tempos in den folgenden Stücken bis hin zur außergewöhnlichen Komposition "Jester's Door" - gekrönt von einem leicht bizarr anmutenden Akkordeon Einsatzes – gelingt es der Band nicht nur einmal den Hörer zum gezielten Aufhorchen zu bewegen und abwechslungsreiche Einschnitte in der Album Struktur zu streuen. „A New Dawn“ schließt mit Streichern und ergreifenden Melodien an diesen Trend an, wird dann aber von dem – wie sag ich es – fast fröhlich klingenden Schlusstrack „Liberation“ abgelöst und lässt keinen Zweifel mehr daran offen, dass die Band auf dem Weg zu neuen Ufern ist. Ob sie dort bereits angekommen ist, oder ob sich die Reise in noch abgelegenere Höhen und Tiefen begeben wird, das kann zu diesem Zeitpunkt die Schweden-Kombo nur selbst beantworten und lässt somit gespannt auf de Weiterentwicklung der Truppe blicken.

Fassen wir zusammen: DAS hätte wohl niemand erwartet – aber genau darum ist es auch so spannend, sich dem neuen Silberling von IM FLAMES mit voller Aufmerksamkeit zu widmen und sich dem Experiment zu öffnen: Kann ich, ob nun eingesessener IN FLAMES Freund, oder Neuling mit jungfreulichem Gehörgang, mit dieser experimentellen Zusammenstellung von melodiösen, groovenden, rockenden, melancholisch bis hyperaktiven Songs etwas anfangen? Ich persönliche sage: definitiv eine anregende Erfahrung und ein erfrischend anderes Hörerlebnis.

Trackliste:
01. Sounds Of A Playground Fading
02. Deliver Us
03. All For Me
04. The Puzzle
05. Fear Is The Weakness
06. Where The Dead Ships Dwell
07. The Attic
08. Darker Times
09. Ropes
10. Enter Tragedy
11. Jester’s Door
12. A New Dawn
13. Liberation
Spielzeit: 00:53:58

Line-Up:
Anders Fridén - Vocals
Björn Gelotte - Guitar
Niklas Engelin - Guitar
Peter Iwers - Bass
Daniel Svensson - Drums
Kristina Flieger [Mini-Mensch]
17.06.2011 | 11:03
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