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"Melancholie aus Italien Teil Drei"
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"Klavier spielt erste Geige" | ||||||||||||||||||
| Dass Metal - oder harte Musik im Allgemeinen - nicht zwingend mit klassischem Bandinstrumentarium erschaffen werden muss, haben uns APOCALYPTICA bereits vor 15 Jahren mit ihrem Cello-Metal beigebracht. Auch die deutsche A Capella-Formation VAN CANTO kommt gänzlich ohne E-Gitarren aus, steht aber bekanntermaßen dennoch für einen harten Sound. Mit IN LEGEND tritt nun das nächste Projekt auf den Plan, dass mit „Piano Metal“ die Grenzen des Machbaren im Hartwurstsektor ausloten möchte. Dass Bandleader Bastian Emig in erster Linie als einziger „herkömmlicher“ Instrumentalist bei VAN CANTO die Drumfelle verdrischt, überrascht da eigentlich nur bedingt, wenngleich er dieses Mal die Stöcke weggelegt hat und für den Gesang und das Klavierspiel verantwortlich zeichnet. Und tatsächlich erweist er sich auf „Ballads 'N' Bullets“ auch gleich in beiden Disziplinen als absolut kompetent. Mit seiner Gesangsdarbietung positioniert er sich zumeist weniger in klassischen Metal-Gefilden, sondern klingt viel eher nach einem mainstreamtauglichen, amerikanischen Rocksänger, weiß dabei aber in jedem Fall vollkommen zu überzeugen. Aber auch an seinem Tasteninstrument macht Herr Emig eine mehr als gute Figur und beweist mit Nachdruck, dass er alle Facetten des Spiels beherrscht. Mal streichelt er die Tasten so zärtlich, als sei er mit seiner Liebsten zugange, nur um Sekunden später mit einer derartigen Wucht auf sie einzuhämmern [also die Tasten, nicht die Liebste], als wolle er sich auf diesem Wege für eine Anstellung bei der örtlichen Abrissfirma bewerben. So oder so, es klingt eigentlich immer ausgesprochen gut, zumal IN LEGEND einige richtig starke Songs zu bieten haben. Das fängt mit dem tollen, schmissigen Opener „Heaven Inside“ an und setzt sich im nicht minder schwungvollen Oberknüller „Pandemonium“ oder dem dynamischen „Elekbö“ fort. Aber auch wer lieber den ruhigeren Klängen lauscht, wird mit dem entzückenden „At Her Side“ oder dem tieftraurigen „Yue“ mit erstklassigem Stoff versorgt. Bevor es hier aber nun zu friedvoll zugeht, sei auch noch auf die Schwachpunkte von „Ballads 'N' Bullets“ hingewiesen: zum einen muss man ganz nüchtern betrachtet feststellen, dass IN LEGEND die größten Kracher relativ an den Anfang gestellt haben und die Songs zum Ende hin demgegenüber etwas abfallen. Außerdem hätte man ruhig noch mutiger sein dürfen, was die Umsetzung des „Piano Metal“ angeht. Natürlich spielt das Klavier hier die erste Geige, allerdings sind mit Gesang, Bass und einem sehr präsenten Schlagzeug gleich drei Faktoren enthalten, die ebenfalls ins Rampenlicht drängen. Das hat XYTRAS, der Keyboarder und Drummer von SAMAEL, auf seiner 1998 erschienenen „Passage“-Neueinspielung schon konsequenter umgesetzt. Mit „Ballads 'N' Bullets“ ist IN LEGEND ein hochinteressantes Debütalbum gelungen, dass mit einer [relativ] neuen Umsetzung harter Musik und teilweise richtig starken Songs aufwartet. Mutig auch, dass sie im Gegensatz zu ihren „Brüdern im Geiste“ - APOCALYPTICA und VAN CANTO – bei ihrem Einstand komplett auf eigenes Material zurückgreifen, anstatt den Hörern mit einem Cover den Einstieg zu erleichtern. Weniger mutig und einfach schade ist hingegen, dass man nicht in letzter Konsequenz auf das Piano vertraut hat, sondern ihm mit der Begleitung durch Bass, Gesang und speziell Schlagzeug ein Stück weit die Originalität nimmt. Trotzdem: gut gemacht! | ||||||||||||||||||
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Durchschnittliche Leserwertung: 7.0 / 7 Punkten
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Kommentar von: ben_uez
Wertung: 7/7 | 20.05.2011 -- 17:03
Das Duett mit Inga (Van Canto) in Stardust ist eine Klasse für sich, mit A Hanging Matter ist mein absoluter Lieblingssong auch in der zweiten Hälfte des Albums vertreten, Prestinate und Heya haben schon auf der EP gerockt und auch Universe ist ein überragender Ausklang für das Album.
Wenn also schon ein negativer Aspekt des Albums herausgegriffen werden soll, so ist dies für mich Yue, da der Song doch zu ruhig daherkommt.
Ansonsten ist dieses Album definitiv empfehlenswert, ein In Legend Konzert noch umso mehr;-)
Kommentar von: Tynnyriolut
Wertung: 7/7 | 20.05.2011 -- 15:43
Den positiven Aspekten der Review kann ich absolut zustimmen und somit bekommt die CD für mich volle Punktzahl.








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