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Cover von In Vain -- Mantra
Band: In Vain Homepage In Vain bei Facebook Metalnews nach 'In Vain' durchsuchenIn Vain
Album:Mantra
Genre:Black Metal, Death Metal, Progressive
Label:Indie Recordings
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:29.01.10
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"Vertonte Indianerrituale"

Drei Jahre nach dem großartigen Debüt Album, „The Latter Rain“, hauen uns die Norweger von IN VAIN mit „Mantra“ eine neue Scheibe um die Ohren, die es in sich hat, denn die Scheibe ist ein Glanzstück der progressiven Musik geworden! Diese Aussage kann begründet werden, und zwar ohne mit der Wimper zu zucken.

Wenn „Mantra“ nach einigen Durchläufen endlich geknackt wird, entfaltet sich dem Hörer ein wahres Feuerwerk an Hörspaß, was sich regelrecht zur Sucht entfalten kann. Auf dem Album wird mit Abwechslung nur so um sich geschmissen, jeder Song bietet seine Details und Arrangements, die es zu entdecken gilt. Der Opener „Captivating Solitude“ beginnt mit akustischen Gitarren, deren Gemächlichkeit bald durch ein Monster von Gitarrenwand abgelöst wird. Sänger Andreas Frigstad begleitet mit keifendem Gesang, der dann aber durch Klargesang abgelöst wird, welcher sehr an VINTERSORG erinnert und generell perfekt in das Schema passt. Gnadenlose, gute Riffs verpassen dem Song eine gewissen Emotionalität, der die Midttempo Nummer perfekt als Opener auszeichnet. Mit einem unglaublich groovenden Anfang setzt der Song „Mannefall“ eins drauf und stampft sich regelrecht in die Gehörgänge – genial! Gegrowle und cleaner Gesang geben sich die Hand und sorgen damit für eine Dynamik, die dem Song das gewisse Etwas verleiht. Beim folgenden „Ain’t No Loving“ erschrickt man erst einmal, denn das Stück ist eine knapp zweiminütige „Mann mit der Gitarre sitzt am Lagerfeuer“-Nummer, die ein wenig aus dem Konzept fällt, aber dennoch Laune macht. Nahtlos geht es dann weiter mit „On The Banks Of Mississippi“. Der mehrstimmige, gefühlvolle Chorus erinnert ungemein an OPETH und ist eines der Highlights der Scheibe. Wem es hier nicht kalt den Rücken runter läuft, dem ist nicht mehr zu helfen! Das dem Titel entsprechende „Dark Prophets, Black Heart“ führt weiter im Text und knüppelt richtig los, wahnsinnig, wie treibend und hart das Stück ist, ohne in den Krachsektor abzudriften. Kurz nach der Mitte wird das Tempo rausgenommen und zusätzlich akustische Gitarrenklänge eingesetzt, die schwer nach beschaulichem Ende tönen – falsch gedacht! Ein Mellotronteppic unterlegt das stampfende und imposante Outro des Songs bis zum Fade-out. „Wayakin [The Guardian Spirit Of The Nez Perce]“ ist wohl das ausgefallenste Stück der Scheibe, denn hier treffen die musikalischen Arrangements auf indianische Stammesgesänge sowie atmosphärischen Erzählstimmen, die die Geschichte der Ureinwohner von Nez Perce zum Besten geben. Der Song ist DAS Highlight dieser sonst schon starken Platte! „Circle Of Agony“ fällt im Vergleich zu den anderen Liedern ein wenig ab, ist jedoch ebenfalls ansprechend und eingängig gelungen. Der elf Minuten schwere Song „Sombre Fall, Burdened Winter“ stellt den Abschluss des regulären Albums dar und bietet noch einmal das volle Feuerwerk, das von ruhigen Parts bis hin zum gegrowlten Inferno alles bietet, was das Herz begehrt. Der in der Mitte des Songs einsetzende, instrumentelle Part [inkl. Trompete!] lässt das Progger-Herz hüpfen! Als Bonustrack wurde das Folklied „Wayphearing Stranger“ gecovert, welches eine unglaubliche und fantastische Stunde Musik mit Würde ausklingen lässt.

Gratulation! IN VAIN haben auf der vorliegenden Scheibe praktisch alles richtig gemacht und den Vorgänger „The Latter Rain“ um Welten getoppt! In Sachen Abwechslung und Songwriting kann sich manche Band eine Scheibe abschneiden! IN VAINs „Mantra“ schlägt ein wie eine Bombe und ist jedem aufgeschlossenen Musikliebhaber schwerstens zu empfehlen!

Trackliste:
01. Captivating Solitude
02. Mannefall
03. Ain't No Lovin'
04. On The Banks Of The Mississippi
05. Circle Of Agony
06. Wayakin [The Guardian Spirit Of The Nez Perce]
07. Dark Prophets, Black Hearts
08. Sombre Fall, Burdened Winter
09. Wayphearing Stranger
Spielzeit: 01:06:25

Line-Up:
Andreas Frigstad - Vocals
Johnar Haaland - Guitar
Sindre Nedland - Clean Vocals, Piano, Organ, Backing Vocals
Stig Reinhardtsen - Drums
Kristian Wikstøl - Bass, Vocals
Andreas Gaigg [PanSe]
16.02.2010 | 08:05
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