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Reviews von Inquisition
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Cover von Inquisition -- Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult [Re-Release]
Band: Inquisition Homepage  Metalnews nach 'Inquisition' durchsuchenInquisition
Album:Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult [Re-Release]
Genre:Black Metal
Label:Season Of Mist
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:26.01.15
CD kaufen:'Inquisition - Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult [Re-Release]' bei amazon.de kaufen
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"Kennt man und liebt man ... zurecht!"

Oha, etwas Feines haben sich Season of Mist da ausgesucht, um es neu zu veröffentlichten. Ihr kürzlich gesigntes und aus dem Underground gehobenes Schlachtschiff INQUISITION hat dem französischen Label erlaubt, die ersten beiden Alben der Truppe mit neuem Cover-Artwork zu re-releasen. Bei „Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult“ handelt es sich um das Debütalbum, das 1998 via Sylphorium Records erschienen ist.

Black Metal-Fans haben das Album sowieso schon lange in ihrer Plattensammlung, wurde das Debüt des amerikanischen [nein, nicht kolumbianischen] Masterminds Dagon doch schon seit längerer Zeit als Kult-Release gehandelt. Und das nicht zu Unrecht, denn „Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult“ beinhaltet – zusätzlich zum sperrigen und obskuren Titel – alle wichtigen Trademarks, die schwarzmetallische Veröffentlichung auszeichnen. So finden wir auf dem Debütalbum ein etwas obskures und manchmal durchaus ungewollt komisch wirkendes Konzept. Da wird nicht nur in den Texten selbst Beelzebub gehuldigt, sondern auch zahlreiche Movie-Samples finden Verwendung, um die Liebe zur dunklen Seite des Lebens zum Ausdruck zu bringen – interessanterweise kommen gerade Hexen oft vor, ein Thema, das sonst eher nur gestreift wird. Auch ernsthaftere okkulte Themen wie Initiationsriten et cetera werden behandelt. Musikalisch konzentriert man sich auf hypnotische Songstrukturen und auf richtig mächtige Riffs, die dem Thrash- und Death Metal durchaus nahestehen. Schon auf dem Debütalbum fällt auf, dass Dagon mit der Gitarre tatsächlich etwas anfangen kann – hier wird nicht nur rumprobiert und gepfuscht, hier wird gespielt. Im Song „The Initiation“ finden sich zum Beispiel fantastische Melodien, und auch in den anderen Songs wissen die Grundriffs und sämtliche Gitarren-Spielereien zu überzeugen. Es gibt wenige Black Metal-Alben, die so geschickt eingespielte und treffende Gitarren aufweisen. Außerdem, und das kommt wohl für einige unerwartet, hatten INQUSITION bei diesem Album noch einen Bassisten namens Debandt dabei. Dieser setzt allerdings wenige Akzente, wobei man in einigen Songs mehr als nur im Hintergrund wahrnimmt, dass das Instrument zum Einsatz kommt. Über Dagons reptilienhafte Vocals, die immer wieder mit Abbath von IMMORTAL verglichen werden, muss nichts gesagt werden – zwar knurrt und geifert der Frontmann hier noch etwas langsamer als auf späteren Alben, aber man erkennt ihn sofort wieder. Generell ist auffallend, dass INQUISITION sich seit ihrem Debütalbum nicht großartig verändert, sondern ihren Stil mehr und mehr perfektioniert haben. War das letzte Album „Obscure Verses For The Multiverse“ reifer und besser produziert, so hat das Debütalbum mehr Charme und versprüht genau jene Atmosphäre, die man an den Black Metal-Veröffentlichungen der 90er so sehr liebt.

Insofern: uneingeschränkte Kaufempfehlung für all diejenigen, die das Debüt noch nicht im Schrank stehen haben und diesem wöchentlich huldigen. Wer es schon in der ein oder anderen Version besitzt, braucht den Re-Release nicht unbedingt; gibt es doch nur ein neues Cover-Artwork [kein neues Mixing, kein neues Mastering], das zwar frischer wirkt als das alte, aber irgendwie auch nicht viel cooler aussieht. Außerdem braucht solch ein Album ein abgefucktes Bild aus den 90ern, anders geht’s nicht! Aber diesbezüglich keine Sorge, auch das „echte" Artwork findet sich im Booklet der Neuauflage.

Trackliste:
01. Unholy Magic Attack
02. Those Of The Night
03. The Initiation
04. Empire Of Luciferian Race
05. Summoned By Ancient Wizards Under A Black Moon
06. Journey To Infernukeorreka
07. Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult
08. Mighty Wargod Of The Templars [Hail Baphomet]
09. Solitary Death In The Nocturnal Woodlands
10. Hail the Cult
Spielzeit: 01:06:06

Line-Up:
Dagon - Gitarre, Gesang
Incubus - Drums
Debandt - Bass
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
20.04.2015 | 22:21
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