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Album:Magnificent Glorification Of Lucifer
Genre:Black Metal
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:01.10.04
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Lobet und preiset den König aller Heiden, das neue Manifest der unheiligen INQUISITION, es sei verkündet! Mit ihrem nunmehr dritten Album „Magnificent Glorification Of Lucifer“ wartet eine der originellsten Bands der Gegenwart und Speerspitze des US-Black Metals auf. Und alles fragt erwartungsvoll und doch ängstlich: konnten sie ihr Meisterwerk „Invoking The Majestic Skullthrone Of Satan“ gar noch übertreffen? Um das vorweg zu nehmen: nein und es wäre auch kaum denkbar gewesen. Muss man jenes Stück inbrünstiger Satansanbetung doch als Meilenstein des Black Metal bezeichnen. Doch das heißt nicht, dass „Magnificent…“ kein gutes Album geworden wäre!

Denn der pechschwarze Geist des Gehörnten durchdringt nach wie vor Text und Musik INQUISITIONs. Allein die Stimme Dagons ist die pure Besessenheit. Kein hysterisches Kreischen, sondern kehliger, gepresster Sprechgesang, der in der gesamten Szene sowohl technisch als auch atmosphärisch seines Gleichen sucht. Die dämonische Erhabenheit einer dunklen Menschenseele verkündend, die die sieben Kreise der Hölle, alle Pein und Qualen der Verdammten gesehen hat und es dort höchst anheimelnd fand. Erweitert wird dieser Gesang erstmals durch eine äonenalt, zittrig und gebrechlich klingende Stimmlage, die wohldosiert eingeflochten wird und bei „Impaled…“ sogar die Alleinherrschaft hat. Krank, geil, genial.
Ganz zu schweigen von der gewohnt brachialen, wie sägenden und unglaublich variablen Gitarrenarbeit. Wie ist es nur möglich dermaßen brutales Gehacke mit so grandiosen, gegenläufigen Riffstrukturen zu durchziehen wie bei „We Summon…“? Oder eine Gitarre in einer Weise, die man nur als Jammern bezeichnen kann, erklingen zu lassen wie im schleppend hypnotischen „Eternal Loyality…“? Oder eine Melodie, die man bei jeder anderen Band als rockig, ja lebensbejahend bezeichnen müsste, derartig ins Diabolische zu pervertieren wie beim hymnischen Midtempo-Stück „Of Blood…“?!
Fast überflüssig zu erwähnen, dass auch das brutale Drumming sich perfekt ins Gesamtbild eingliedert, besser gesagt die rhythmischen Grundvorrausetzungen liefert.

Was dem Album im Vergleich zum Vorgänger jedoch fehlt, sind die wirklich ganz herausragenden Nummern. Eben die angesprochenen, genial-perversen Melodien, die „Invoking…“ zu einem solch einmaligen Werk gemacht haben, sind auf vorliegendem Album etwas in den Hintergrund geraten bzw. nicht ganz so durchschlagskräftig. Dafür ist man bei aller Brutalität etappenweise etwas ruhiger, sphärischer und im Ganzen betrachtet abwechslungsreicher geworden, nicht unbedingt zum Nachteil der Band.

Im Ganzen betrachtet ist INQUISITION trotz erwähnter, kleiner Einschränkungen mit „Magnificent Glorification Of Lucifer“ ein Black Metal-Album gelungen, das sich ganz weit über dem Szenedurchschnitt erhebt und selbst nach prachtvoller Verherrlichung verlangt! Hail the unholy INQUISITION rites!

Trackliste:
01. Baptized In Black Goat Blood
02. Crush The Jewish Prophet
03. Under The Black Inverted Pentagram
04. Of Blood And Darkness We Are Born
05. Dark Mutilation Rites
06. Magnificent Glorification Of Lucifer
07. Impaled By The Cryptic Horns Of Baphomet
08. We Summon The Winds Of Fire (For The Burning Of All Holiness)
09. Eternal Loyalty To Our Lord Satan
10. Outro


Karsten Heim [Lone Wolf Winter]
26.01.2005 | 17:35
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