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Cover von Iron Fire -- To The Grave
Band: Iron Fire Homepage Iron Fire bei MySpace.com Metalnews nach 'Iron Fire' durchsuchenIron Fire
Album:To The Grave
Genre:Heavy Metal, Power Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:09.01.09
CD kaufen:'Iron Fire - To The Grave' bei amazon.de kaufen
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"Die Langeweile des Kriegsgottes"

Zwei Jahre nach ihrem letzten Album „Blade Of Triumph“ melden sich die reformierten Dänen IRON FIRE zurück. Im Gepäck haben sie ihr neues Album „To The Grave“, voll gepackt mit heldenhaften True Metal-Hymnen. Geht das bewährte Rezept erneut auf oder kochen die Herren um Martin Steene diesmal auf Sparflamme?

IRON FIRE haben für ihr neuestes Werk ein Titelbild gewählt, das absolut perfekt zum zugehörigen Album passt: Vor dem Hintergrund einer düsteren Berglandschaft und einem schwebenden [zugegeben leicht aus dem Zusammenhang gerissen erscheinenden] Symbol für Thors Hammer steht ein leicht nordisch anmutender Krieger mit wehendem Umhang auf einem Haufen Schädel und schwingt ein blutiges, flammendes Schwert sowie eine Axt. Ach ja, im Hintergrund ebenfalls zu sehen: ein fliegender Adler. Warum diese genaue Beschreibung des Artworks, wenn es doch um die Musik gehen sollte? Ganz einfach: Mit dem Cover-Bildchen haben IRON FIRE einfach jedes denkbare Metal-Klischee ausgewalzt und absolut genauso verhält es sich auch mit der Musik auf „To The Grave“. Jeder der zwölf Songs ist ein Paradebeispiel für einen True Metal-Song. Da finden sich Songtitel wie „Kill For Metal“, „Battlefield“ und „Hail To Odin“, und Frontmann Martin Steene – dessen Gesang übrigens auch jedes Klischee des Genres bedient – wirft mit den üblichen Schlagworten wie „Steel“, „Kill“ usw. um sich. Das soll jetzt nicht heißen, dass IRON FIRE ihr Handwerk nicht beherrschen würden oder die Songs im Einzelnen nichts taugen würden. Im Gegenteil: Tracks wie der Opener „The Beast From The Blackness“ ballern schön gradlinig nach vorne und wissen mit kräftigen Riffs und furiosen Soli zu beeindrucken. Leider klingt aber keiner der Songs in irgendeiner Form individuell oder interessant, und IRON FIRE stellen mit ihrem neuesten Release absolut keinen Anspruch an ihre Hörerschaft. Zu vorhersehbar sind die Strukturen der Songs und zu generisch ist der Gesamteindruck. Es scheint fast so, als hätten IRON FIRE sich im Vorfeld im Genre umgesehen und sich dann alles, was ihnen typisch erschien, rausgepickt, auf „To The Grave“ zusammengepappt und dabei keinen einzigen eigenen Einfall berücksichtigt – wie beim Artwork eben. Ja, das Ergebnis klingt gut, die Songs sind eingängig und die Produktion ist kraftvoll, aber das alles weiß nur extrem kurz darüber hinwegzutäuschen, wie langweilig diese Platte in Wahrheit ist. Schade.

Kann man alles richtig machen und trotzdem falsch liegen? Ja. IRON FIRE beweisen es. In „To The Grave“ ist alles drin, was ein True Metal-Album haben muss, aber eben nicht mehr, und das ist zu wenig. Wer von hymnischen Refrains, Männerchören und 08/15-Riffing einfach nicht genug bekommen kann, egal wie oft wiederholt, der kann hier natürlich bedenkenlos zugreifen.

Trackliste:
01. The Beast From The Black
03. The Demon Master
04. Cover The Sun
05. To The Grave
06. March Of The Immortals
07. The Kingdom
08. Frozen In Time
09. Hail To Odin
10. Doom Riders
11. Ghost of Vengeance
12. The Battlefield
13. Blacksmith Of Thunder [Bonus Track]
Spielzeit: 00:55:42

Line-Up:
Martin Steene - Vocals
Kirk Backarach - Guitar
Martin Lund - Bass
Fritz Wagner - Drums
Thomas Meyns [Metalviech] | 18.01.2009 | 16:14

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