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DVD: Review: Iron Maiden - Maiden England '88

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Cover von Iron Maiden -- The Book Of Souls
Band: Iron Maiden Homepage  Metalnews nach 'Iron Maiden' durchsuchenIron Maiden
Album:The Book Of Souls
Genre:Heavy Metal, NwobHM
Label:Parlophone
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:04.09.15
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"Die beste Band der Welt"

Nur wenige Bands sind so lange wie IRON MAIDEN im Geschäft, ohne sich selbst zu demontieren. SLAYER sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen, METALLICA brauchen gefühlte Jahrzehnte für neue Alben und reden lieber darüber, als ins Studio zu gehen und MOTÖRHEAD sagen ihre Touren spätestens nach der Hälfte ab. Nur IRON MAIDEN scheinen ihr ursprüngliches Feuer zu erhalten und schwächeln weder live noch im Studio. Mit „The Book Of Souls“ wagen sich die eisernen Jungfrauen an ein ambitioniertes Doppel-Album.

Es gibt viele Dinge, die IRON MAIDEN von anderen Bands abheben, jedoch sind zwei davon maßgeblicher als alles andere. Zum einen sind die Briten zu ihren Fans absolut ehrlich. Was IRON MAIDEN sagen, geschieht. Und wenn sich ein Steve Harris zu der Behauptung hinreißen lässt, „The Book Of Souls“ sei ein Querschnitt durch alles, was die Band bisher gemacht hätte und doch etwas ganz neues, dann ist das so. Die Songs auf „The Book Of Souls“ bieten die Gänsehaut-verdächtigen Melodiebögen, die man von Alben wie „The Number Of The Beast“ oder „Somewhere In Time“ kennt und paaren sie z.B. im Titeltrack mit der verspielten Transparenz von „Seventh Son Of A Seventh Son“. Dazwischen verbergen sich mit dem zur Single auserkorenen „Speed Of Light“ sowie „Death Or Glory“ und dem groovenden „Tears Of A Clown“ kurzweilige, rockige Momente, wie sie vor allem auf Platten wie „Fear Of The Dark“ oder „No Prayer For The Dying“ zu hören sind. Ergo: „The Book Of Souls“ bietet das volle Spektrum des Songwriting-Talents der eisernen Jungfrauen in Vollendung. Das geht so weit, dass auch Songs wie das 13-minütige „The Red And The Black“ oder gar der nicht ganz 20-minütige Abschluss „Empire Of The Clouds“ nie langweilig werden. Im Gegenteil: Gerade diese ausladenden Kompositionen bieten mit zahllosen grandiosen Riffs und Melodien derart viel Abwechslung, dass es auch nach dem x-ten Hören noch Neues zu entdecken gibt. Gleichzeitig sind die Nummern jedoch so stringent komponiert, dass – ganz im Gegensatz zu einem heillos überblähten Werk wie JUDAS PRIESTS unseliger Doppel-LP „Nostradamus“ - keinerlei Zweifel aufkommen, dass sich auch der längste Song von „The Book Of Souls“ für den Live-Betrieb eignen wird. Zum anderen ist da Bruce Dickinson. Der Mann, ohne den IRON MAIDEN nicht ansatzweise so groß wären, wie sie heute sind und der zuletzt den Krebs wie eine lästige Erkältung abschüttelte, hat seine sagenhafte Stimme in Form gehalten wie kein Zweiter. Das wird bereits deutlich, wenn er den Opener „If Eternity Should Fail“ nahezu im Alleingang einleitet und auch im weiteren Verlauf von „The Book Of Souls“ zeigt sich immer wieder, dass es Dickinsons grandiose Stimme ist, die das neue IRON MAIDEN-Album zu dem intimen, mitreißenden Erlebnis macht, das es ist. Aber vielleicht standen die Sterne bei den Sessions zu „The Book Of Souls“ einfach richtig – Bruce Dickinson schwächelt im Laufe seiner Karriere nie, jedoch erreichen seine Gesangslinien im Zusammenspiel mit dem Songwriting von Steve Harris und Co. auf keinem der drei vorangegangenen Alben das Niveau, welches der Mann hier konstant hält. Der Kollege Nnnon mag in seinem Review zum neuen ARMORED SAINT-Album „Win Hands Down“ anderer Meinung sein, aber Bruce Dickinson hat die beste Stimme der Welt.

IRON MAIDEN haben im Laufe ihrer beeindruckenden Karriere nur sehr wenige schwache Alben veröffentlicht. IRON MAIDEN haben sich auch stets darauf verstanden, dem kreativen Stillstand zu entgehen und neue musikalische Wege einzuschlagen. Auf „The Book Of Souls“ blicken die Briten mit respektvollem Abstand auf ihr eigenes Schaffen zurück und verarbeiten die Erfolge der letzten 40 Jahre zum besten Album seit „Brave New World“. Und um einen weiteren Superlativ zu nennen: IRON MAIDEN sind die beste Band der Welt - „The Book Of Souls“ beweist das einmal mehr.


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fränky | 5 von 7 Punkten
Das neue Album DER Metalband überhaupt ist keine Enttäuschung, diesmal nicht. Es ist aber auch nicht das Überalbum, nach dem sich sicherlich viele Fans gesehnt haben. IRON MAIDEN haben ihre Selbstfindungsphase durch und bedienen sich ordentlich aus ihrer eigenen Trickkiste. Zwar schaffen es Steve Harris und Co. nur ansatzweise, wie beispielsweise der grandiose Opener „If Eternity Should Fail“ oder das Epos „The Red And The Black“, Songs von der Güteklasse der vergangenen Tage zu schreiben, die Stärke von „The Book Of Souls“ liegt daher eher im ausgeglichenen Gesamteindruck. Ein Album also, das den Status dieser Band gerecht wird, ohne ganz große Heldentaten hervor zu bringen. Aber eine gute Platte ist es allemal, zumindest im direkten Vergleich zu den letzten Veröffentlichungen der Briten.

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soulsatzero | 5 von 7 Punkten
Die Eisernen Jungfrauen wollten mit „The Book Of Souls“ wohl allen noch mal so richtig zeigen, wie viele Ideen sie noch im Ärmel haben bzw. wie jung sie sich fühlen. Mit den 92 Minuten Spielzeit schießen IRON MAIDEN aber deutlich über das Ziel hinaus, denn locker ein Viertel davon hätte man sehr gut straffen bzw. kürzen können. Zudem wirken einige der Songs eher wie Dickinson-Solo-Material [„Tears Of A Clown“], während ein oder zwei ganz große Hits gänzlich fehlen. Klar, „Speed Of Light“ hat einen tollen Refrain, „The Red And The Black“ macht mit seinen schönen Melodien Spaß, der Opener „If Eternity Should Fail“ [ursprünglich für die nächste Dickinson-Solo-Scheibe geschrieben] ist gut platziert, und das 18-minütige „Empire Of The Clouds“ ist zwar nicht das neue „The Rime Of The Ancient Mariner“ geworden, ist aber doch erstaunlich kurzweilig und schön umgesetzt. Insgesamt sehr knappe 5 Punkte für eine gelungene, aber keineswegs überragende IRON MAIDEN-Scheibe. Und klar: Wo MAIDEN draufsteht, ist letztlich auch MAIDEN drin, sodass „The Book Of Souls“ keineswegs wehtut. Warum Drummer Nicko McBrain aber vom besten Album der Band überhaupt spricht [„Somewhere In Time“? „Brave New World“?], kann ich jedenfalls nicht wirklich nachvollziehen…

Trackliste:
CD 1:

01. If Eternity Should Fail
02. Speed Of Light
03. The Great Unknown
04. The Red And The Black
05. When The River Runs Deep
06. The Book Of Souls

CD 2:

01. Death Or Glory
02. Shadows Of The Valley
03. Tears Of A Clown
04. The Man Of Sorrows
05. Empire Of The Clouds
Spielzeit: 01:32:15

Line-Up:
Bruce Dickinson - Vocals
Adrian Smith - Guitar
Dave Murray - Guitar
Janick Gers - Guitar
Steve Harris - Bass, Keyboard
Nicko McBrain - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
10.09.2015 | 21:44
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