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Album:Violence & Destruction
Genre:Alternative, Crossover, Pop
Label:Victory Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:07.07.14
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"Crossover im 21. Jahrhundert"

Ehrlich gesagt hätte ich mir nicht gedacht, dass sich dieser Tage eine so genannte Crossover-Platte in meinem Briefkasten einfindet, aber tatsächlich veröffentlichen amerikanische Jungs namens ISLANDER ihr neues Album „Violence & Destruction“, das eine waschechte Mischung aus Hardcore, Alternative Rock, Pop und Rap darstellt. Mit 12 Songs und guten 38 Minuten wollen Andrew [Gitarre], Eric [Drums], Doot [Bass] und Mickey [Gesang] aus Greenville in möglichst vielen Genres einschlagen und ihre Fanbase vergrößern.

Eigentlich gibt es ja kaum eine Musikrichtung, die so sehr den 90ern gehört wie der Crossover und so fühlt man sich beim Anhören von „Violence & Destruction“ auch ziemlich schnell in jene Zeit zurückversetzt und Namen wie DEFTONES und P.O.D. kommen einem durchaus in den Sinn. Ähnlich wie diese Größen der 90er – die ja teilweise immer noch aktiv sind – könnten es ISLANDER durchaus in den Mainstream schaffen, denn sie balancieren mit kühlem Kopf zwischen harten und poppigen Sounds hin und her und werden deshalb niemals so brutal, dass sie Freunde von eher seichterem Rock und Pop endgültig verscheuchen würden. Natürlich hört man ISLANDER ihre Hardcore-Wurzeln eindeutig an und manchmal [z.B. auf „Side Effects of Youth“] geben sie auch richtig Gas, aber mit „Kingdom“ z.B. findet sich auch eine Pop-Ballade auf „Violence & Destruction“, die erst gegen Ende des Songs etwas anzieht und noch einmal die Keule auspackt. Auch ein Song wie „Coconut Dracula“ ist mit seinem Klargesang und den süßen Melodien/Lyrics perfektes MTV-Material. Dies bedeutet keineswegs, dass die Musik auf „Violence & Destruction“ schlecht ist, aber man kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass hier doch auch einige pragmatische Entscheidungen getroffen wurden. Auch der polierte Sound und das angepasste Auftreten von ISLANDER können die ursprüngliche rohe Energie und den ehemaligen Aufruf zum Widerstand, den diese Musik einmal verkörpert hat, nicht glaubhaft transportieren. Insofern ist es dann auch bezeichnend, dass ISLANDER im Song „Criminals“, an dem Sonny Sandoval [P.O.D, THE WHOSOEVERS] persönlich mitwirkt, am stärksten werden. Die Stimme des Altmeisters gibt hier der Musik gleich noch einmal einen eigenen Drive. Man darf mit „Violence & Destruction“ aber auch nicht zu kritisch verfahren; die Jungs haben ihre Instrumente im Griff, vermögen es durchaus in sich schlüssige Songs zu schreiben und haben auch einige wirklich gefällige Momente auf ihrem zweiten Album zu bieten.

„Violence & Destruction“ ist somit ein ordentliches Crossover-Album geworden, das vor allem Kids der 90er, die diese Musik tatsächlich mochten und im Idealfall immer noch mögen, überzeugen könnte. An die Altmeister dieses Genres kommen die Herren zwar noch nicht ran und die Musik wirkt auch manchmal etwas zu pragmatisch, aber das tut zunächst einmal der Tatsache keinen Abbruch, dass ISLANDER hier eine kurzweilige Scheibe veröffentlicht haben. Wer den besten Track der Scheibe gleich hören will, der soll sich „Criminals“ reinziehen.

Trackliste:
01. Counteract
02. The Sadness of Graves
03. Coconut Dracula
04. Cold Speak
05. Pains
06. Kingdom
07. Side Effect of Youth
08. New Wave
09. Criminals [feat. Sonny Sandoval]
10. Mira
11. Hearts Grow Cold
12. Violence and Destruction
Spielzeit: 00:37:59

Line-Up:
Andrew Murphy - Gitarre
Mikey Carvajal - Gesang
Eric Frazier - Drums
Chris Doot - Bass
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
14.08.2014 | 14:03
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