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Cover von Isole -- The Calm Hunter
Band: Isole Homepage  Metalnews nach 'Isole' durchsuchenIsole
Album:The Calm Hunter
Genre:Doom Metal, Heavy Metal
Label:Cyclone Empire
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:28.11.14
CD kaufen:'Isole - The Calm Hunter' bei amazon.de kaufen
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"Zu wenig zwigend!"

Crister Olsson und Daniel Bryntse sind zwei richtige schwedische Sympathiebolzen. Mit ihren beiden Bands EREB ALTOR und ISOLE hauen sie in mehr als regelmäßigen Abständen Alben raus und wissen im Großen und Ganzen auch zu überzeugen. Nachdem die letzten Jahre eher mit EREB ALTOR-Alben angefüllt waren, war es nun wieder an der Zeit, mit der epischen Doom-Kapelle ISOLE eine neue Langrille zu komponieren. Diese trägt den Namen „The Calm Hunter“ und ist erstmals via Cyclone Empire erschienen.

ISOLE haben sich vor allem mit ihren Frühwerken einen gewissen Ruf im Doom-Underground erspielt, die letzte Scheibe „Born From Schadows“ [2011] wurde aber auch sehr kritisch beleuchtet. Auf „The Calm Hunter“ hört man nun zum ersten Mal Neu-Drummer Victor Parri und Neu-Bassist Jimmy Mattsson, was an der Musik jedoch nicht viel ändert – wie könnte es auch, zeichnen sich doch Herr Olsson und Herr Bryntse größtenteils für die Kompositionen verantwortlich. Und diese machen im Grunde da weiter, wo sie mit jedem Album aufgehört haben – sie spielen getragenen und epischen Doom, der gerade auch von der Kombination der verschiedenen Sänger und Gesangsstile lebt. Hymnischer Klargesang trifft auf aggressive Growls und in Kombination mit den Heavy- und Doom Metal-Riffs wird so eine ganz eigene Atmosphäre erzeugt. Dagegen kann man eigentlich nichts sagen und ISOLE wären nicht ISOLE, wenn sie ihren ureigenen Stil nicht problemlos auf Platte bringen könnten. Nur stellt sich nach mehreren Durchläufen die Frage, wieso man die Songs nicht etwas zwingender gestalten konnte. Schlecht und uninspiriert klingen die sieben Lieder nämlich keineswegs – der Opener und Titeltrack gefällt mit seinem schnellen Wechsel zwischen aggressiven und doomigen Drums und den hymnenhaften Momenten, „The Eye Of Light“ weist ein gelungenes Klargitarren-Intro auf und entwickelt sich zu einem treibenden Doom-Stück mit spannenden Lead-Gitarren und „Alone In Silence“ weiß mit seinem Groove und den damit einhergehenden coolen Drums zu überzeugen. Das macht alles Spaß, das klingt alles gut und ist auch sehr ordentlich produziert (der Bass kommt richtig gut zur Geltung, ebenso der Gesang, und die Drums sind herrlich organisch produziert), aber das ist leider auch alles nicht so spannend wie es sein könnte. Man wünscht sich, dass einen die Songs mehr mitreißen, dass sie einen so richtig packen und für immer im Gehörgang bleiben; aber das passiert einfach nicht. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ISOLE zwar immer an ihrem Sound und an den Details arbeiten, aber irgendwie nicht mehr wirklich zu überraschen vermögen. Man ahnt, wie sich die Songs gestalten und was sie bieten werden. Klar, Fans der Truppe werden dies feiern, bleiben die Schweden doch ihrem Stil treu und liefern das, was man von ihnen hören will beziehungsweise erwartet. Aber auf einer gewissen Ebene ist es auch etwas langweilig.

„The Calm Hunter“ ist trotzdem mal wieder eine unglaublich sympathische Veröffentlichung, die man lieben möchte. Man merkt wie viel Herz und Arbeit in dieser Musik steckt und wie wichtig den Schweden ihre Kunst ist. Fans von ISOLE können deshalb auch beruhigt zugreifen, sie bekommen mehr vom Gleichen mit nur leichten Veränderungen. Auch Doom-Fans können problemlos reinhören, denn „The Calm Hunter“ ist alles andere als schlecht … das Album ist leider nur nicht sonderlich spannend.

Trackliste:
01. The Calm Hunter
02. Dead To Me [The Destroyer Part I]
03. Into Oblivion
04. The Eye of Light
05. Perdition
06. Alone in Silence
07. My Regret [The Destroyer Part II]
Spielzeit: 00:51:02

Line-Up:
Jonas Lindström - Drums
Daniel Bryntse - Gitarre, Gesang
Crister Olsson - Gitarre, Gesang
Jimmy Mattsson - Bass, Gesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
11.09.2015 | 11:49
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