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Cover von Isvind -- Gud
Band: Isvind Homepage  Metalnews nach 'Isvind' durchsuchenIsvind
Album:Gud
Genre:Black Metal, Melodic Black Metal
Label:Folter Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:26.06.15
CD kaufen:'Isvind - Gud' bei amazon.de kaufen
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"Ein Black Metal-Album für den Sommer!"

Juni 2015 – in vielen Teilen Deutschlands [und Österreichs] war der Sommer bislang mäßig erfolgreich. Regen, Wind und kühle Temperaturen dominieren. Das haben wir sicher den norwegischen Blackies von ISVIND zu verdanken, die auf die Idee gekommen sind, ihr viertes Album „Gud“ mitten im Sommer [VÖ-Datum: 26. Juni via Folter Records] zu veröffentlichen. Denn eine Band, die den Eiswind bringen will, tut sich wohl doch etwas schwer, wenn draußen Badetemperaturen herrschen. So aber könnte das neue Album „Gud“ passenderweise zum lauen Sommer richtig einschlagen.

Dabei haben die norwegischen Schwarzwurzler nicht einmal vor, ein klirrend-kaltes und grimmiges Album zu veröffentlichen. Nein, der Sound auf „Gud“ ist verhältnismäßig klar und oftmals ertappt man ISVIND dabei, dass sie sogar fast fröhliche Melodien und Stimmungen in ihren neun Songs verarbeiten. Ja, sind die Herren denn verrückt geworden? Man weiß es nicht, sicher ist aber, dass Freunde des 2013 veröffentlichten Albums „Daumyra“ sich hin und wieder am Kopf kratzen werden, war doch die Vorgängerscheibe mehr als einen Zacken aggressiver und draufgängerischer. Auf „Gud“ hat man manchmal das Gefühl, als wollten ISVIND eher die erhabene Seite ihres eisigen Landes beleuchten – da hat man den Opener „Flommen“ mit dem hymnischen Beginn, den hohen Gesang einer Eiskönigin in „Dåren“ oder auch der schicke Klargesang auf „Ordet“. Solche und ähnliche Momente hat man zwar schon auf ISVIND-Scheibe gefunden, aber irgendwie scheinen sie sich auf „Gud“ zu bündeln. Nichtsdestotrotz haben die Norweger aber auch das Rumpeln und die schneidenden Riffs nicht verlernt, und in manchen Songs spürt man auch eine ordentliche Prise Rock’n’Roll [„Giften“, „Boken“]. Auch atmosphärische Intros beherrscht man nach wie vor [der Beginn von „Tronen“] und überhaupt hat man das Gefühl, dass ISVIND hier durch die Bank weg wissen, was sie machen. Wie man dem Review bislang schon entnehmen kann, ist die Scheibe scheinbar recht variabel und abwechslungsreich ausgefallen. Das stimmt auch, allerdings kämpfen ISVIND durchaus etwas mit dem Problem, dass die Black Metal-Passagen hin und wieder etwas zu generisch und langatmig daherkommen – nicht alle Riffs können jeden Song tragen und auch die Drum-Lines zuckeln manchmal vor sich hin. Das liegt weniger am Drummer Antichristian [TSJUDER], der die Aufnahmen im letzten Monat für den eigentlichen Schlagzeuger Slääbrääch übernommen hat, und mehr an den Kompositionen an sich. Das heißt keinesfalls, dass die Songs auf „Gud“ schlecht und kraftlos wären, aber bei einigen hat man – trotz der vielen Spielereien und der gelungenen Atmosphäre – das Gefühl, dass noch etwas Luft nach oben ist.

„Gud“ kann man guten Gewissens ein sommerliches Black Metal-Album nennen. Es ist keinesfalls so eiskalt, wie der Name der Truppe andeutet. Gleichzeitig soll damit aber nicht gesagt sein, dass es „easy listening“ ist – vielmehr hat es viele melodische und episch-atmosphärische Parts, die der Scheibe eine gewisse Luftigkeit verleihen. Der klare Sound tut sein Übrigens, um „Gut“ etwas locker-flockiger zu gestalten. Black Metal-Fans können trotz einiger Längen in den schwarzmetallischen Passagen beruhigt zugreifen und sich viele Umdrehungen lang mit den schönen Details auf „Gud“ vergnügen – sofern sie damit leben können, dass es nicht nur bitterböse zur Sache geht.

Trackliste:
01. Flommen
02. Ordet
03. Himmelen
04. Dåren
05. Tronen
06. Boken
07. Giften
08. Hyrden
09. Spiret
Spielzeit: 00:45:57

Line-Up:
Goblin - Drums, Gesang, Keyboard
Arak Draconiiz - Gitarre, Bass, Gesang
Skaevvtroll - Bass
Antichristian - Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
20.06.2015 | 17:26
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