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Cover von Iwrestledabearonce -- Ruining It For Everybody
Band: Iwrestledabearonce Homepage Iwrestledabearonce bei MySpace.com Metalnews nach 'Iwrestledabearonce' durchsuchenIwrestledabearonce
Album:Ruining It For Everybody
Genre:Alternative, Avantgarde/Electronica, Mathcore
Label:Century Media
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:22.07.11
CD kaufen:'Iwrestledabearonce - Ruining It For Everybody' bei amazon.de kaufen
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"Mut verloren?"

Mit ihrem wunderbaren Erstling „It‘s All Happening” [2009] haben IWRESTLEDABEARONCE aus Louisiana die Messlatte ganz schön hoch gesetzt. Der knallbunte Mix aus Mathcore, Grind, Electronica und melodischen Einschüben funktionierte prächtig und gab dem Flummialbum definitiv Klassikerpotential. Dementsprechend hoch sind natürlich die Erwartungen an den Zweitling „Ruining It For Everybody”. Vorweg: Leider hat sich die junge Truppe um Fronterin Krysta Cameron und Klampfer Steven Bradley den Albumtitel etwas zu sehr zu Herzen genommen.

Die melodischen Parts, die von der wunderbaren Stimme von Krysta getragen werden, sind ausgereifter und zahlreicher als auf dem Vorgänger, doch bei den harten Chaos-Parts haben IWRESTLEDABEARONCE einige Federn gelassen: Die Explosionen wirken zu kalkuliert, abgestanden, unmotiviert und scheinen 2011 nur noch als lasches Kontrastprogramm zu den gelungenen schönen Parts zu dienen. Es kommt einem teilweise so vor, als seien die Math/Grind-Parts nur in dem Gemisch, um den Hartwurst-Erwartungen gerecht zu werden und keinen allzu krassen Stilwechsel hinzulegen. Das steht im Gegensatz zur Ambition der Band, alle Regeln zu brechen.
Wirklich misslungen ist kein Song auf „Ruining It For Everybody” und der Lichtanteil ist definitiv größer als der Schattenanteil, aber auch nach zahlreichen Durchläufen wird man das Gefühl nicht los, dass IWRESTLEDABEARONCE viel Potential verschenkt haben und hier nur mit angezogener Handbremse agieren. Einerseits wirkt das Album natürlich strukturierter, durchdachter als das Debüt, aber dadurch wird das Werk zu oft berechenbar und wirkt längst nicht so wahnsinning, gefährlich und mutig wie sein Vorgänger.
Der Star des Albums ist allerdings wieder unumstritten Krysta, deren Performance schlicht unglaublich ist. Ihre Singstimme ist wunderbar, die Grunts, Growls und Squeels fast konkurrenzlos und auch die BJÖRK-esken Gesangslinien [„Karate Nipples” ist zum Teil sehr „Human Behaviour”], die bereits auf dem Vorgänger immer auftauchten, hat sie weiterentwickelt.

„Ruining It For Everybody” ist trotz allem immer noch ein krasses, tolles Album, das eine hohe Punktzahl rechtfertigt, aber als direkter Nachfolger von „It‘s All Happening” insgesamt etwas enttäuschend. Hoffentlich gibt es beim dritten Werk von IWRESTLEDABEARONCE wieder ein richtig radikales Teil und keinen etwas lauwarmen Aufguss des Vorgängers.

Trackliste:
01. Next Visible Delicious
02. You Know That Ain’t Them Dog’s Real Voice
03. Deodorant Can’t Fix Ugly
04. This Head Music Makes My Eyes Rain
05. It Is “Bro” Isn’t It?
06. Gold Jacket, Green Jacket
07. Break It Down Camacho
08. Stay to the Right
09. I’m Gonna Shoot
10. Karate Nipples
11. Button It Up
Spielzeit: 00:31:46

Line-Up:
Krysta Cameron – Vocals
Steven Bradley – Guitar, Keyboards, Programming, Samples
John Ganey – Guitar, Keyboards, Programming, Samples
Mike “Rickshaw” Martin – Bass
Mikey Montgomery – Drums
Michael Siegl [nnnon] | 21.07.2011 | 11:31

Durchschnittliche Leserwertung: 4.0 / 7 Punkten

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Kommentar von: hans
Wertung: 3/7 | 23.07.2011 -- 11:25
ja da haben sie wohl auf die stimmen gehört die immer gesagt haben: "irgendwie geil aber zu chaotisch". und genau das ist bullshit denn ohne das chaotische ahcterbahnmäßige fehlt was. ich fand den vorgänger supergeil aber das hier ist leider sehr anbiedernd geworden.
Kommentar von: saschisch
Wertung: 5/7 | 22.07.2011 -- 14:12
Muss ich so unterstreichen, war schon von karate Nipples stark enttäuscht, die erste Videosingle "You Know That Ain’t Them Dog’s Real Voice " zieht leider auch nur mit dem Video recht gut. Es ist viel zu durchschaubar, die Kontraste schocken nicht mehr, sondern sind einfach kalkulierbar. Echt Schade, das Debüt läuft heute noch sehr oft. Wer die band vorher nicht mochte, weil zu chaotisch, kann hier mal reinhören, vielleicht findet er oder sie doch noch gefallen daran. Das hier ist nur iwrestledabearonce light
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