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J.B.O.
11


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Cover von J.B.O. -- Nur die Besten werden alt
Band: J.B.O. Homepage  Metalnews nach 'J.B.O.' durchsuchenJ.B.O.
Album:Nur die Besten werden alt
Genre:Heavy Metal, Rock
Label:AFM Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:15.08.14
CD kaufen:'J.B.O. - Nur die Besten werden alt' bei amazon.de kaufen
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"Alt werden hat doch auch was"

Die Welt könnte doch eigentlich so herrlich rosa sein. Zumindest wenn es nach J.B.O. ginge. Denn die Verteidiger des wahren Blödsinns lassen nicht locker und hauen uns mal wieder ein neuen Tonträger um die Ohren. Wie immer mit dem Bemühen, uns die Ernsthaftigkeit des Lebens mal vergessen zu lassen. Mit ihrer ganz besonderen Art und solch illustren Alben wie „Laut“ oder „Explizite Lyrik“ konnten die Franken ab Mitte der neunziger Jahre bundesweit punkten und sind seither für viele so etwas wie die Retter des grauen Alltags. Und das nun immerhin schon seit fünfundzwanzig Jahren.

Dennoch, in den letzten Jahren musste ich persönlich den Burschen so etwas wie Stagnation bescheinigen, die Gags zündeten irgendwie nicht mehr so richtig und die Hitdichte auf ihren Alben ließ doch zu wünschen übrig. Letzten Endes kam vor drei Jahren ein kaum mehr als mittelmäßiges „Killeralbum“ dabei heraus und nun sollte sich zeigen, ob die Rosa-Armee-Fraktion den Weg aus diesem Dilemma finden würde. Und siehe da, genau das ist passiert, zumindest tendenziell. Zwar kann und darf niemand erwarten, dass J.B.O. sich selbst komplett neu erfinden oder gar sonderbare musikalische Wege gehen. Nein, sie bleiben sich beharrlich treu. Die Leute, die für J.B.O. bislang nicht mehr als ein müdes Kopfschütteln übrig hatten, dürfen sich wieder hinlegen oder/und sich anderen Dingen widmen. Werden sie eh tun und sich gar nicht weiter mit diesem Thema zu beschäftigen wagen. Um es jetzt mal auf den Punkt zu bringen, die Gags bleiben teilweise weiterhin ziemlich flach und so richtig lustig ist so manches nicht wirklich. Die Coverversionen, die man heuer im Programm hat, sind einigermaßen nett. Da wären „Death Is Death“ zu nennen, eine umgemodelte Version vom OPUS-Hit „Life Is Life“ sowie „Metal No. 666“, im Original „Mambo No. 5“. Weniger spektakulär kommt „Das Bier ist da zum Trinken“ [man wagt sich an FRANK SINATRA], verzichten könnte ich glatt auf eine relativ lahme deutsche Fassung von ALICE COOPERs „School's Out“. Aber gottlob hat man genügend eigenen Stoff in der Tasche und deswegen kommen J.B.O. um einen Verriss klar herum. In ihrem sozusagen unnachahmlichen Stil lassen sie Gassenhauer wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“, „Mittelalter“, „Die Waldfee“ oder ganz besonders „Und dann hörst du J.B.O.“ vom Stapel, die einfach Laune machen und als Fetengarant herhalten dürfen, locker-flockiges Sommerprogramm, was will man mehr.

Damit sind wir am Sinn und Unsinn dieser Band angelangt. Denn J.B.O. wollen Spaß machen. Wer auf ihrer Art, die Musik und den Metal darzustellen, sowieso pfeift, der kann das Album getrost im Regal stehen lassen. Ansonsten lässt sich resümieren, dass die Erlanger die Kurve gekriegt haben und sich, insgesamt gesehen, albumtechnisch ein Aufwärtstrend ausmachen lässt.

Trackliste:
01. Vier Finger für ein Halleluja
02. Death Is Death
03. Ansage
04. Sakradi, mei Sack is hi
05. #
06. Das Bier ist da zum Trinken
07. Schule aus
08. Der sechste Sinn
09. Was würde Jesus tun?
10. Mittelalter
11. Aberglaube
12. Die Waldfee
13. Und dann hörst du J.B.O.
14. McDeath
15. Metal No.666
16. Die Antwort
17. Zeitansage
18. Ein Zipfel vom Glück
19. Jung, dumm und besoffen
Spielzeit: 00:57:49

Line-Up:
Hannes "G.Laber" Holzmann - guitar/vocals
Vito C. - guitar/vocals
Ralph Bach - bass
Wolfram Kellner - drums
Frank Wilkens [Fränky]
08.08.2014 | 17:47
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