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Cover von Jack Slater -- Blut/Macht/Frei
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Album:Blut/Macht/Frei
Genre:Death Metal
Label:War Anthem Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:14.03.08
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"Hasen/Machen/Geil"

War „die neue JACK SLATER“ in den letzten Jahren immer so was wie ein Running Gag – auch für die Band selbst – so kann man nun mit dem geschmacksintensiven Titel „Blut/Macht/Frei“ endlich ein neues Langeisen hochhalten.

Und für das Ding hat sich das Warten wahrlich gelohnt. Frönten die rheinischen Hasenfetischisten auf dem Vorgänger „Metzgore“ noch dem völlig kaputten Techno-Death, mit minimaler Rücksicht auf Hörer-Verluste und Songdienlichkeit, so wurde dem Chaos nun ein musikalisches Leitbild namens „Fokussierung“ aufgezwungen, das die nach allen Richtungen austretenden Vertonungskapriolen des nach wie vor unglaublich technischen Stoffes in nachvollziehbare Bahnen zwingt und die Chose so zum Genuss werden lässt. Herausgekommen ist ein Album, das man sowohl mit dem Kopf als auch mit dem Bauch hören kann, das fließt, aber auch ausfällt und gnadenlos zuschlägt. Ein Album, das man für die fertigen Bassläufe in „Rost“ genauso liebt wie für die Eingängigkeit von „Amnestia“. Für Leute, die GRAVE oder BENEDICTION für technisch genug halten, ist „Blut/Macht/Frei“ selbstredend ein Brechmittel feinster Mischung. Wer sich dagegen an der neuen ORIGIN schon müde gehört hat, kann sich mit dieser CD wunderbare Pausen gönnen. Die vierteilige Metalrette „Narbe“, inklusive Saxophon-Einsatz und freakigen Jazz-Versatzstücken, ist den Vertretern des „Krank und Sicker e.V.“ sicherlich ein leckeres Schoko-Täfelchen mit Langzeit-Salzgeschmack. Der gemeine Metaller dagegen liebt das SLAYER-Intro von „Rohrspast“ sowie das kurze CANNIBAL CORPSE-Zitat in „Narbe IV“ und lässt sich vom Rest einfach überfahren. Und am Rande: Sound und Umsetzung sind beinahe schon widerlich gut.

Nach OBSCURA, IRATE ARCHITECT und GRIND INC. zeigen JACK SLATER, auf welch abgefahren hohem und Maßstäbe setzendem Niveau die deutsche Death Metal-Szene in der letzten Zeit agiert. Dass ihr ausgerechnet jemand, der auch für die Promo-Arbeit dieser Bonner Barden zuständig ist, in einem berühmten deutschen Metal-Mag „Inspirations- und Ausweglosigkeit“ bescheinigt, ist irgendwie schon wieder lustig.

Trackliste:
01. Blut/Macht/Frei
02. Töten
03. Amnestia
04. Rohrspast
05. Rost
06. Du Selbst
07. Narbe, Part I
08. Narbe, Part II
09. Narbe, Part III
10. Narbe, Part IV
Spielzeit: 00:49:42

Line-Up:
Horn – Vocals
Sobo – Guitar
Kevin – Guitar
Chris – Bass
David – Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
18.05.2008 | 23:11
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