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Band: Japanische Kampfhörspiele Homepage Japanische Kampfhörspiele bei Facebook Metalnews nach 'Japanische Kampfhörspiele' durchsuchenJapanische Kampfhörspiele
Album:Bilder fressen Strom
Genre:Death Metal, Grindcore, Punk
Label:Unundeux (Cargo Records)
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:29.01.10
CD kaufen:'Japanische Kampfhörspiele - Bilder fressen Strom' bei amazon.de kaufen
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"Grinderparadies!"

JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE. Gibt es eigentlich irgend jemanden, der diesen Namen im Laufe der letzten, sagen wir, fünf Jahre wirklich noch nicht gehört hat? Jetzt sind es hoffentlich wieder ein paar weniger, die dies behaupten können, denn nach wie vor bleibt es ein fantastischer Bandname, unter dem man sich beim ersten Kontakt mit Sicherheit das Falsche vorstellt - womöglich gar tatsächlich abstruse und anstrengende Randgruppenhörspiele.

Was es tatsächlich spätestens seit der 2003 erschienenen "Fertigmensch"-EP wirklich ist, ist hochklassige Wutmusik im Spannungsfeld von Death Metal, Punk und Grindcore. In diese Tradition reiht sich auch das neue Werk "Bilder fressen Strom" ein, mit einigen kleineren Unterschieden natürlich. So gibt es diesmal nur ein kurzes Grunz-Sample als Einleitung zu "Die Schlachtung", dem mit über fünf Minuten längsten Stück der Scheibe, keinen Gladiatoreneinmarsch wie die "We Will Rock You"-Hommage am Anfang von "Rauchen und Yoga". Darin, dass sich die Nummer wegen hohen Abwechslungsreichtums in Sachen Riffs und Rhythmik wesentlich kürzer anfühlt, offenbart sich auch gleich eine der größten Stärken der JAPANISCHEN KAMPFHÖRSPIELE, die übrigens das gesamte Album bestimmt. Denn obwohl sie schon vorher den Bogen ganz gut raus hatten, wie man alles andere als anspruchslose Passagen mit brutalem Groove und Eingängigkeit verbindet, läuft "Bilder fressen Strom" so gut rein wie bisher noch kein anderes Album der einstmals in Krefeld gegründeten Band. Knallhart auf den Punkt gebracht sind nicht nur Klampfen, Bass und Schlagzeug, sondern mehr denn je auch der zu einem weiteren Markenzeichen des JAKA-Sounds gewordene Gesang von Bony und Martin. Während letzterer wie eh und je abgründig herumgrunzt, sind Bonys Vocals auf Stücken wie "Die Kampagne", "Minderleister" und vor allem auch dem hyperaktiv heruntergerasselten "Auto" um einiges giftzwergiger als noch auf dem Vorgängeralbum. Kein Wunder bei Christof Kathers lyrischen Vorlagen, in denen einmal mehr alles und jeder sein/ihr Fett wegbekommt. Einschließlich der KAMPFHÖRSPIELE selber, die zumindest für mein Empfinden auf "Bilder fressen Strom" wieder um einiges mehr an Punk in ihren Sound integriert haben, sodass der räudige Gastgesang von Willi Wucher [PÖBEL&GESOCKS] bei "Deutsche" und "Links" sicher nicht von ungefähr kommt. Der Punk-Mehrwert besteht allerdings vor allem in Ausdruck und Länge etlicher Lieder, keineswegs in dilettantischerer Herangehensweise. Dazu muss man sich nur mal die Soli in "Supermacht" anhören, oder auch die seit Jahren zum Klangbild gehörenden Samples wie zum Beispiel in "Lebendgewicht" und "Die Reinigung", einem meiner persönlichen Highlights auf "Bilder fressen Strom". A propos Samples: mit "Jochbeinbruch" gibt es sogar ein kurzes, schleppend-fieses Industrial-Intermezzo mit verzerrtem Gesang und blubberndem Elektrobeat.

Wenn all dieses obenstehende Gewäsch gelegentlich den Eindruck erweckt, als könne man die JAPANISCHEN KAMPFHÖRSPIELE längst zur blasierten Kulturelite zählen ob ihres musikalischen Niveaus und ihrer lyrischen Unerbittlichkeit und Treffsicherheit, dann habe ich beim Verfassen dieser Rezension Scheiße gebaut. Obwohl ich mir andererseits schon sicher bin, dass diese Band gerade auch wegen der großartigen Texte innerhalb der nächsten Jahre zum Feuilleton-Liebling werden wird, solange die lustigen Sechs nicht nach einem McDonalds-Besuch in Frank Schirrmachers Vorgarten kacken. Volle Punkte? Gibt es nur deshalb nicht, weil die JAPANISCHEN KAMPHÖRSPIELE vielleicht noch ein wenig besser werden. Aber jetzt noch mal in aller Deutlichkeit: "Bilder fressen Strom" bereitet 40 Minuten lang ebenso anspruchsvollen wie bösen und anarchischen Death-Grind Spaß, der abgefeiert gehört. So wird das nichts mit den sinkenden Sympathiewerten!

Trackliste:
01. Die Schlachtung
02. Die Kampagne
03. Supermacht
04. Milchkrieg
05. Minderleister
06. Deutschland sucht den Superstar
07. Sorgsam durcheinandergebracht
08. Tod im Tank
09. Jochbeinbruch
10. Everything Is Fine
11. Wie geht noch mal Ficken?
12. Goldene Mitte
13. Rentnerparadies
14. Lebendgewicht
15. Fressucht
16. Dement
17. Effizienz
18. Deutsche
19. Mimikri
20. Der Arsch
21. Angriff auf die Zivilisation
22. Auto
23. Schmerzrakete
24. Die Reinigung
25. Links
26. Nachahmer
27. Emotionen
Spielzeit: 00:42:12

Line-Up:
Martin Freund - Gesang
René Hauffe - Gitarre
Christof Kather - Schlagzeug, Texte
Klaus Nicodem - Gitarre
Bajo Bachmann - Bass
Bony Hoff - Gesang
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
04.02.2010 | 14:54
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