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Album:Tage Mahal
Genre:Melodic Speed Metal, NwobHM, Teutonic Metal, US-Metal
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:25.10.04
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Über Jon Oliva braucht man nicht mehr viele Worte zu verlieren. Es gibt wenige Metal-Sänger, die mit soviel Charisma gesegnet sind wie der Bergkönig. Mit seinem Bruder Criss (R.I.P.) zusammen zeichnete er vor fast 15 Jahren für das Jahrhundertwerk „Streets – A Rock Opera“ verantwortlich. Da SAVATAGE zurzeit auf Eis liegt, entschloss sich das Schwergewicht, die Ruhephase zu beenden und seine Kompositionen unter eigenem Namen zu veröffentlichen.

Insgesamt dreizehn Songs hat man für diese CD verwurstet, von denen einige qualitativ durchaus an alte SAVATAGE-Zeiten anschließen können, einige aber leider auch durch absolute Belanglosigkeit zu langweilen wissen. Der Stil der Songs bewegt sich insgesamt irgendwo zwischen der „Gutter Ballet“ und dem „Streets“-Album, ohne aber dessen Klasse zu erreichen. Das durfte aber auch nicht wirklich erwartet werden.
Der Opener ist ein typischer „Sava“-Rocker mit den üblichen Chören. Guter Song! Nummer zwei ist ein feiner Groover, in dessen Text diverse ältere SAVATAGE-Songtitel verwurstet werden. Starker Song mit Bläsereinsätzen. Die weiteren Songs sind alle mehr oder weniger im grünen Bereich. Nette Songs, aber ohne wirklichen Tiefgang. Eher typisches B-Seiten-Liedgut.
Mit „No Escape“ probiert man sich ausnahmsweise auch wieder an härterem Material und orientiert sich an der DR. BUTCHER-CD. Naja, hätte man auch sein lassen können. Zu schwachbrüstig klingt der Song. Wirklich hart ist anders. „Father Son, Holy Ghost“ ist dagegen wieder richtig geiles Futter. Geniale Piano-Einsätze und Gänsehautgarantie, warum nicht öfters so? Tja, kaum so gedacht, kommt mit „All The Time“ wieder der nächste Langweiler und bis zum Schluss der CD wird es auch nicht mehr wirklich besser.

Wirklich schlecht ist die CD nicht. Dazu ist Mr. Oliva als Komponist auch viel zu gut. Natürlich klingen die Songs alle mehr oder weniger nach SAVATAGE, aber hier und da gibt es stilistische Ausflüge ins Reich der 70er a la PINK FLOYD oder BLUE OYSTER CULT. Die Songs sind abwechslungsreich und der Sound ansprechend klar und erdig produziert. Trotzdem will bei mir der berühmte Funke nicht überspringen. Von jemandem, der Songs wie „Gutter Ballet“ und „Believe“ komponierte, erwarte ich mehr als nur guten Standard, denn mehr ist dieses Album leider nicht.

Trackliste:
01. The Dark
02. People Say - Gimme Some Hell
03. Guardian Of Forever
04. Slipping Away
05. Walk Alone
06. The Non Sensible Ravings Of The Lunatic Mind
07. No Escape
08. Father, Son, Holy Ghost
09. All The Time
10. Nowhere To Run
11. Pain
12. Outside The Door
13. Fly Away


Frank Zschäbitz [Azriel]
07.12.2004 | 17:02
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