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Album:Nostradamus
Genre:Heavy Metal
Label:Sony BMG
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:13.06.08
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"Kein schillernder Prophet"

Ein symphonisches Werk. Ein Konzeptalbum über zwei CDs. Und das aus dem Hause JUDAS PRIEST. Wer hätte da nicht im vorhinein an etwas Großartiges gedacht, bietet doch die stilistische Vielfalt der Legende unendliche Möglichkeiten, ein beliebiges Thema mitreißend zu vertonen.

Ripper raus, Halford wieder rein, das Reunionalbum stieß einen nicht wirklich vom Hocker, konnte sich aber durchaus sehen lassen. Kritik gab es trotzdem genug, also nahm man dies als Anlass, etwas über die Maßen Großes in den Bandkatalog zu hieven. Eine Metal-Oper, ein Machtwerk, eine ausgedehnte Reise.

Der Tag ist gekommen, die CD im Briefkasten, der Player nicht weit. Zweimal, fünfmal, achtmal, der Silberling rotiert, die Ohren weit aufgesperrt. Was zu Tage tritt, sind allerdings Schockmomente der unerwarteten Variante. Nicht nur, dass der Sound gewöhnungsbedürftig dünn und unklar daher kommt, die Songs lassen einem die Kinnlade herunterklappen. Mit atemberaubender Sicherheit werden hier öde und zähe Kompositionen dargeboten, wie man es in der gesamten Diskografie von JUDAS PRIEST wohl kaum noch mal findet. Nicht nur, dass Sangesgott und Berufszangengeburt Halford sich wahrlich nicht verausgabt [oder vielleicht doch zu sehr?!] und immer auf Nummer sicher singt, kaum screamt und allgemein sehr selten die höheren Tonlagen berührt. Man zelebriert grenzwertig langweilige Harmonien und Hooklines, wiederholt sich endlos, dehnt dies bis zur Erschöpfung aus und kommt somit nur selten auf den Punkt. Das Gesamtwerk wirkt so, als wäre den Musikern auf der Hälfte des Vorhabens die Puste ausgegangen und man hätte es nur halbherzig zu Ende gebracht, um überhaupt etwas veröffentlichen zu können.

Die vielen Zwischenparts, eigentlich als atmosphärische Stütze und Grundgerüst gedacht, bringen nicht mehr als ein müdes Schulterzucken hervor, verknüpfen sie zwar gut gemeint die Songs, lassen jedoch wirklich symphonische und magnetisierende Momente fast völlig vermissen. Was ist los? Hat man ein zu großes Fass aufgemacht, um es der Metalwelt nochmal so richtig zu zeigen? Es scheint fast so! Einen so langweiligen Aufguss mit extrem flachen Lyrics zu einem derartig faszinierenden Thema zu veröffentlichen, grenzt schon an eine Frechheit.

Song für Song ermüdendende Midtempo-Riffs und Harmonien, mit denen man allenfalls dauergewellte und sektschlürfende Musical-Muttis aus dem Ohrensessel zerren kann, gefolgt von einfallslosen Refrains und zähen pseudo-symphonischen Ergüssen, die derartig simpel und vergänglich sind, dass sie im Grunde unmöglich aus der Feder von Tipton oder Downing stammen können. Selten zieht man das Tempo an, selten klingen die Soli wirklich beherzt und faszinierend, selten erreichen die Minuten ein Niveau über "da rein, da raus".

Ein Album der Superlative, im negativen Sinne. Leider hilft dabei auch nicht der stilistisch vergleichbare Song vom Vorgängeralbum, "Loch Ness", welcher einem beim Hören ständig im Kopf herumspukt und darauf hoffen lässt, von Lauf zu Lauf würde sich das Album noch entwickeln. Pustekuchen! Da, wo die Songs von "Nostradamus" aufhören, fängt "Loch Ness" erst an, war er nun wahrlich selber schon nicht das Wunderwerk schlechthin. Hätte Nostradamus nur halb soviele seherische Fähigkeiten gehabt wie behauptet wird, er hätte die Musiker vor dem Projekt gewarnt!

Trackliste:
CD 1
1. Dawn of Creation
2. Prophecy
3. Awakening
4. Revelations
5. The Four Horsemen
6. War
7. Sands of Time
8. Pestilence and Plague
9. Death
10. Peace
11. Conquest
12. Lost Love
13. Persecution

CD 2
1. Solitude
2. Exiled
3. Alone
4. Shadows in the Flame
5. Visions
6. Hope
7. New Beginnings
8. Calm Before the Storm
9. Nostradamus
10. Future of Mankind
Spielzeit: 01:42:41

Line-Up:
Rob Halford - Vocals
Glenn Tipton - Guitar
Kenneth 'K.K.' Downing - Guitar
Ian Hill - Bass
Scott Travis - Drums
Thomas Kleinertz [shub]
02.07.2008 | 08:43
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