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Cover von Jungle Rot -- Order Shall Prevail
Band: Jungle Rot Homepage  Metalnews nach 'Jungle Rot' durchsuchenJungle Rot
Album:Order Shall Prevail
Genre:Death Metal
Label:Victory Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:03.07.15
CD kaufen:'Jungle Rot - Order Shall Prevail' bei amazon.de kaufen
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"Bollo-Death mit Charme"

Im Zirkus der etablierten Death Metal-Bands mögen JUNGLE ROT als der „kleinere Käse“ gelten, aber trotzdem haben die Amerikaner bereits über 20 Dienstjahre auf dem Buckel. Die äußern sich in immerhin sieben Studioalben nebst EP sowie Live-Mitschnitt und dieser Tage holt die Truppe mit „Order Shall Prevail“ zum nächsten Schlag aus. Selbige Platte erscheint zwei Jahre nach ihrem letzten Output „Terror Regime“.

Der Vierer aus Kenosha im schönen Bundesstaat Wisconsin geriert sich auf seinem neuen Album einmal mehr als die amerikanische Antwort auf BOLT THROWER - auch hier funktioniert der Sound nach dem Prinzinp „rollender Panzer“, wobei diese Ähnlichkeiten nie deutlicher werden als in „Cast The First Stone“. Allerdings setzen JUNGLE ROT naturgemäß auf einen etwas amerikanischeren, „aufgeräumteren“ Sound als ihre britischen Pendants. Eine Prise OBITUARY kommt ebenfalls noch dazu, denn Frontmann Dave Matrise erinnert nicht selten an deren Shouter John Tardy. Damit ist der Sound von „Order Shall Prevail“ natürlich recht eindimensional, aber darum nicht weniger ansprechend. Wie schon der Opener „Doomsday“ und auch das nachfolgende, reichlich zähe „Paralyze Prey“ sowie „The Dread Pestilence“ zeigen, groovt das Ganze recht ordentlich und animiert nicht selten zum Headbangen. Derartiger Bollo-Death mag nicht jedermanns Sache sein, man kann diese Form des urtypischen Riff-Gewitters aber auch mit weit weniger Charme zum Besten geben als bei JUNGLE ROT der Fall. Das mag auch daran liegen, dass die Burschen aus Wisconsin neben dem ab und an fast auf hypnotische Art und Weise monotonen Kopfnicker-Riffing auf äußerst ansprechende Leadgitarren setzen. Die oszillieren hier zwischen rockig und atmosphärisch und bilden ein schönes Gegengewicht zu den tonnenschweren Riffs auf dieser Platte. Im Kontrast zum vorherrschenden Groove stehen auf „Order Shall Prevail“ hektische Nummern wie „Blood Revenge“, der Titeltrack oder das nicht minder rabiate „Fight Where You Stand“, in dem SOULFLY-Chef Max Cavalera gelungene Gastvocals beisteuert. In „Trench Tactics“ wird es dann sogar beinahe hymnisch. Somit handelt es sich beim neuesten JUNGLE ROT-Album um eine über weite Strecken recht vorhersehbare aber deshalb nicht weniger hörenswerte Death Metal-Platte, die sich an alle Regeln des Genres hält, aber damit auch deutlich macht, dass die beteiligten Musiker diese auch verstanden haben. Innovation geht bestimmt anders, aber Langeweile auch.

Ähnlichkeiten zu den ebenfalls recht gradlinig agierenden SIX FEET UNDER sind bei JUNGLE ROT nicht von der Hand zu weisen, allerdings haben die tropischen Faulpelze in diesem Jahr leicht die Nase vorn. Mit einer Institution wie BOLT THROWER können es die Amis kaum aufnehmen, aber trotzdem ist „Order Shall Prevail“ ein in jeder Hinsicht solides Death Metal-Album geworden, das nicht nur Fans der genannten Vorbilder ansprechen sollte.

Trackliste:
01. Doomsday
02. Paralyzed Prey
03. Blood Revenge
04. Fight Where You Stand
05. Order Shall Prevail
06. The Dread Pestilence
07. I Cast The First Stone
08. E.F.K.
09. Trench Tactics
10. Nuclear Superiority
Spielzeit: 00:36:29

Line-Up:
Dave Matrise - Vocals, Guitar
Geoff Bub - Guitar
James Genenz - Bass
Joey Muha - Drums

Gastmusiker:

Max Cavalera - Vocals
Thomas Meyns [Metalviech]
02.07.2015 | 10:25
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