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Cover von KTU -- Quiver
Band: KTU Homepage KTU bei Facebook Metalnews nach 'KTU' durchsuchenKTU
Album:Quiver
Genre:Instrumental, Progressive
Label:Westpark Music
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:13.03.09
CD kaufen:'KTU - Quiver' bei amazon.de kaufen
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"Experimentelle Soundlandschaften"

Beim Blick auf die Besetzung von KTU kann man einiges erhoffen, treffen hier doch mit Trey Gunn und Pat Mastelotto zwei [im Falle von Gunn ehemalige] Musiker von den Prog-Extremisten KING CRIMSON auf den finnischen Akkordeon-Spieler Kimmo Pohjonen. Nachdem sie vor vier Jahren bereits mit „8 Armed Monkeys“ ein Livealbum veröffentlicht haben, gibt die Band nun mit „Quiver“ ihre erste Studiovisitenkarte ab.

Die Scheibe startet mit einem kurzen und ätherischen Intro, das recht schnell in „Kataklasm“ überleitet, ein Song, dem man gleich anmerkt, dass hier Musiker aus dem KING CRIMSON-Umfeld am Start sind. Da sich Pohjonen hier mit seinem Akkordeon auch noch recht vornehm zurückhält, könnte man wirklich Glauben, einem neuen Song des purpurnen Königs zu lauschen. Beim folgenden „Nano“ ist es dann soweit: die Quetschkommode kommt erstmals auf „Quiver“ so richtig zur Geltung und verleiht dem Song im Zusammenspiel mit den perkussiven Elementen, lateinamerikanisches Flair. Der Titelsong beginnt sanft und lieblich und scheint ein wahrer Ohrenschmeichler zu sein, bevor Gunn seiner Gitarre einige wilde und schräge Töne entlockt, die erneut an seine ehemalige Hauptband erinnern. Bei dem folgenden „Purga“ ist der Aufbau ähnlich, da das ruhige und sehr atmosphärische Stück mit zunehmender Spieldauer immer lauter wird, was hier besonders am harten Punch von Drummer Mastelotto liegt. Überhaupt fällt dieser über die Distanz des Albums immer wieder positiv auf und weckt mehrfach Erinnerungen an „Audio“ - das erste Album der BLUE MAN GROUP – dessen Fundament bekanntermaßen aus Perkussivem besteht. „Jacarba“ ist der Name des Stückes, der nach zwei ruhigeren - aber deswegen nicht schlechten – Titeln wieder richtig aufhorchen lässt und einen erneut auf einen Trip mitnimmt, der klare KING CRIMSON-Züge aufweist. Bei „Aorta“ kann man neben diesen auch die ähnlich gelagerten VAN DER GRAAF GENERATOR und die EDGAR WINTER GROUP als Eckpunkte orten, bevor KTU auf „Miasmaa“ das Feld größtenteils mal wieder Pohjonens wildgewordenem Akkordeon überlassen. Mit dem wundervollen und idyllisch entrückten „Snow Reader“ endet ein sehr außergewöhnliches und mutiges Album drei musikalischer Visionäre.

Leider ist der Aufbau einiger Songs auf „Quiver“ recht gleichförmig. Man startet gefühlsmäßig immer in ruhigen, abgelegenen und unerschlossenen Flecken Erde und wird plötzlich in die urbane Hektik der großen Metropolen gerissen. Spannend ist das allemal, auf Dauer kommt es allerdings [und das scheint ein Fluch vieler Instrumentalalben zu sein] zu diversen Längen. Wer allerdings interessanten und experimentellen Instrumentalalben aufgeschlossen gegenüber steht, sollte auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren.

Trackliste:
01. Fragile Sun
02. Kataklasm
03. Nano
04. Quiver
05. Purga
06. Womb
07. Wasabi Fields
08. Jacaranda
09. Aorta
10. Miasmaa
11. Snow Reader
Spielzeit: 00:45:41

Line-Up:
Trey Gunn - Warr Guitar
Kimmo Pohjonen - Accordion
Pat Mastelotto - Drums
Timo Beisel [kaamos]
28.03.2009 | 15:11
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