.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Interviews mit Kaeck
Mehr aus den Genres
CD Review: Dictator - Dysangelist

Dictator
Dysangelist


Black Metal, Doom Metal
6 von 7 Punkten
"Der Soundtrack zur Selbstaufgabe"
CD Review: Vreid - Pitch Black Brigade

Vreid
Pitch Black Brigade


Black Metal, Rock'n'Roll
5 von 7 Punkten
"Pechschwarzer Zorn"
CD Review: Gram - May I Never Hear Your Voices Again

Gram
May I Never Hear Your Voices Again


Black Metal
5 von 7 Punkten
"Alles andere als altbacken"
CD Review: Eternity - Pestiferous Hymns – Rev. I-I-XXXIII

Eternity
Pestiferous Hymns – Rev. I-I-XXXIII


Black Metal
3.5 von 7 Punkten
"Pestübertragend?"
CD Review: Xerion - Cantates Das Loitas Esquecidas

Xerion
Cantates Das Loitas Esquecidas


Black Metal, Folk
5 von 7 Punkten
"Der Albtraum jeder miesen Black/Folk-Band"
CD Review: Kadavar - Rough Times

Kadavar
Rough Times


Doom Rock, Hard Rock
6 von 7 Punkten
"Bleiben sich treu!"
CD Review: Arch Enemy - Will To Power

Arch Enemy
Will To Power


Melodic Death Metal
5 von 7 Punkten
"Alles wie immer: Alles gut."
CD Review: Revolution Saints - Light In The Dark

Revolution Saints
Light In The Dark


Hard Rock, Melodic Metal
4 von 7 Punkten
"Del Vecchios neue Platte"
CD Review: L.A. Guns - The Missing Peace

L.A. Guns
The Missing Peace


Sleaze Rock
5 von 7 Punkten
"Rückkehr des Ballermanns"
CD Review: Evil Invaders - Feed Me Violence

Evil Invaders
Feed Me Violence


Heavy Metal, Thrash Metal
6 von 7 Punkten
"Voll auf den Punkt"
Cover von Kaeck -- Stormkult
Band: Kaeck Homepage  Metalnews nach 'Kaeck' durchsuchenKaeck
Album:Stormkult
Genre:Black Metal
Label:Folter Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:28.08.15
CD kaufen:'Kaeck - Stormkult' bei amazon.de kaufen
Share:

"Das Puristenherz freuts!"

„Stormkult“, so der intelligente und ansprechende Name des Debütalbums der Holländer von KAECK, die ihre Mitglieder von mehr oder weniger bekannten Truppen wie SAMMATH rekrutieren. Die drei Niederländer haben sich zusammengefunden, um ein aggressives und direktes Black Metal-Album zu erschaffen, das den alten Zeiten und dem alten Sound huldigt. Als braver Schwarzmetall-Hörer und brave –Hörerin kennt man diesen Vorsatz und geht zunächst etwas skeptisch an die Sache heran, denn der scheinbar ewig währende Purismus hat nicht immer zu den besten Ergebnissen geführt.

Doch KAECK sind ja keine 16-jährigen Jungs, die hoffen, das Norwegen der frühen 90er wiederauferstehen zu lassen, sondern gestandene Holländer, die schon seit vielen, vielen Jahren in der Szene wildern und Musik kreieren. Dementsprechend erkennt man die langjährige Erfahrung der Musiker auf „Stormkult“ auch ziemlich schnell und weiß, dass die Stumpfheit und die Geradlinigkeit der Kompositionen Absicht und nicht aufgrund fehlender Fähigkeiten zustande gekommen ist. Songs wie „De Heerser Wederkeert“ gehen dementsprechend trotz ihrer simplen Brachialität gut ins Ohr und werden nicht so schnell langweilig, wobei dies auch den subtilen Keyboard-Schichten zu verdanken ist, die der Musik eine zusätzliche Dimension verpassen – ohne diese melodische Untermalung wäre „Stormkult“ wohl zu direkt und platt. Dies fällt unter anderem auch gerade beim Opener „De Kult“ auf, in welchem die Keyboards diese herrlich unheimliche Stimmung erzeugen. Mit „Holenmuur“ drosseln die drei Mannen von KAECK dann das Tempo etwas und bringen – zumindest am Anfang – auch den Bass etwas stärker ins Spiel. Die ritualhaften Schreie und der langsame Beginn heben den Track von den schnelleren Kompositionen ab und lassen aufhorchen. Leider nimmt der Track dann ab Minute 01:40 wieder zu viel an Fahrt auf und gleicht sich damit den restlichen Kompositionen auf „Stormkult“ zu sehr an, da wäre ein etwas variantenreicheres Songwriting nützlich gewesen. Dies ist ein grundsätzliches Problem auf „Stormkult“, denn auch wenn es natürlich ist, dass ein puristisches Black Metal-Album vor allem mit Boshaftigkeit und Grimmigkeit glänzt [und das tut „Stormkult“], so sind die ewigen Wiederholungen der Blast Beats und derselben Riffs auf Dauer zu eintönig, um einem wirklich im Gehörgang zu bleiben. Erschwerend kommt hinzu, dass die Drums zu kraftlos produziert wurden [ein Problem, auf das auch im Interview eingegangen wurde]. Spannend werden KAECK also vor allem dann, wenn sie sich kleine Spielereien einfallen lassen, z.B. die mit Keyboards untermalte Sprechstelle in „Akolieten Van De Nacht“ oder der epische Beginn von „Wormvloed“.

„Stormkult“ ist ein Album, das man mögen möchte, weil vom Cover über die agierenden Musiker bis zu den Songtiteln und dem Konzept eines Beschwörungsrituals alles ein stimmiges Gesamtbild abgibt; leider kann aber die Musik nur begrenzt mithalten. Klar, die traditionellen Charakteristika des Schwarzmetall sind vorhanden und auch dementsprechend umgesetzt. Aber irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem puristische Black Metal-Alben einfach etwas Einzigartiges bieten müssen; es gibt sonst nämlich schlicht zu viele davon. „Stormkult“ ist somit ein anständiges Album geworden, das sich Fans der guten, alten Zeit gerne ins Regal stellen dürfen. Ein Must-Have ist es jedoch nicht!

Trackliste:
1. De Kult
2. De Heerser Wederkeert
3. Holenmuur
4. Akolieten Van De Nacht
5. Afgod
6. Wormvloed
Spielzeit: 00:33:39

Line-Up:
Agitator - Alles
Oovenmeester - Alles
Chaos - Gesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
26.10.2015 | 19:32
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin