.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Interviews mit Kaeck
Mehr aus den Genres
CD Review: Infaust - Blutbad & Melancholie

Infaust
Blutbad & Melancholie


Black Metal
3.5 von 7 Punkten
"Nur nett?!"
CD Review: War For War - Kovy Odjinud

War For War
Kovy Odjinud


Black Metal, Melodic Black Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarz, eigenständig und nachdenklich"
CD Review: Storm Legion - Desolation Angels

Storm Legion
Desolation Angels


Black Metal
5 von 7 Punkten
"Auf den Feldern der Kompetenz wütend"
CD Review: Summoning - Old Mornings Dawn

Summoning
Old Mornings Dawn


Ambient, Black Metal
6 von 7 Punkten
"Kein Album für jeden Tag"
CD Review: Blut aus Nord - 777 - Cosmosophy

Blut aus Nord
777 - Cosmosophy


Avantgarde, Black Metal, Industrial Metal
6 von 7 Punkten
"Sanft, zerbrechlich und erhaben"
CD Review: Shrapnel - Raised On Decay

Shrapnel
Raised On Decay


Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Ein Schritt nach vorne"
CD Review: Iron Savior - Reforged - Riding On Fire

Iron Savior
Reforged - Riding On Fire


Power Metal, True Metal
Keine Wertung
"Klassiker auf Hochglanz"
CD Review: Eisley / Goldy - Blood, Guts And Games

Eisley / Goldy
Blood, Guts And Games


AOR, Hard Rock
5 von 7 Punkten
"Gediegen, nicht seicht"
CD Review: Pretty Boy Floyd - Public Enemies

Pretty Boy Floyd
Public Enemies


Glam Rock, Sleaze Rock
4 von 7 Punkten
"Wenn die Spandex spannt..."
CD Review: Hittman - Hittman [Re-Release]

Hittman
Hittman [Re-Release]


US-Metal
Keine Wertung
"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Kaeck -- Stormkult
Band: Kaeck Homepage  Metalnews nach 'Kaeck' durchsuchenKaeck
Album:Stormkult
Genre:Black Metal
Label:Folter Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:28.08.15
CD kaufen:'Kaeck - Stormkult' bei amazon.de kaufen
Share:

"Das Puristenherz freuts!"

„Stormkult“, so der intelligente und ansprechende Name des Debütalbums der Holländer von KAECK, die ihre Mitglieder von mehr oder weniger bekannten Truppen wie SAMMATH rekrutieren. Die drei Niederländer haben sich zusammengefunden, um ein aggressives und direktes Black Metal-Album zu erschaffen, das den alten Zeiten und dem alten Sound huldigt. Als braver Schwarzmetall-Hörer und brave –Hörerin kennt man diesen Vorsatz und geht zunächst etwas skeptisch an die Sache heran, denn der scheinbar ewig währende Purismus hat nicht immer zu den besten Ergebnissen geführt.

Doch KAECK sind ja keine 16-jährigen Jungs, die hoffen, das Norwegen der frühen 90er wiederauferstehen zu lassen, sondern gestandene Holländer, die schon seit vielen, vielen Jahren in der Szene wildern und Musik kreieren. Dementsprechend erkennt man die langjährige Erfahrung der Musiker auf „Stormkult“ auch ziemlich schnell und weiß, dass die Stumpfheit und die Geradlinigkeit der Kompositionen Absicht und nicht aufgrund fehlender Fähigkeiten zustande gekommen ist. Songs wie „De Heerser Wederkeert“ gehen dementsprechend trotz ihrer simplen Brachialität gut ins Ohr und werden nicht so schnell langweilig, wobei dies auch den subtilen Keyboard-Schichten zu verdanken ist, die der Musik eine zusätzliche Dimension verpassen – ohne diese melodische Untermalung wäre „Stormkult“ wohl zu direkt und platt. Dies fällt unter anderem auch gerade beim Opener „De Kult“ auf, in welchem die Keyboards diese herrlich unheimliche Stimmung erzeugen. Mit „Holenmuur“ drosseln die drei Mannen von KAECK dann das Tempo etwas und bringen – zumindest am Anfang – auch den Bass etwas stärker ins Spiel. Die ritualhaften Schreie und der langsame Beginn heben den Track von den schnelleren Kompositionen ab und lassen aufhorchen. Leider nimmt der Track dann ab Minute 01:40 wieder zu viel an Fahrt auf und gleicht sich damit den restlichen Kompositionen auf „Stormkult“ zu sehr an, da wäre ein etwas variantenreicheres Songwriting nützlich gewesen. Dies ist ein grundsätzliches Problem auf „Stormkult“, denn auch wenn es natürlich ist, dass ein puristisches Black Metal-Album vor allem mit Boshaftigkeit und Grimmigkeit glänzt [und das tut „Stormkult“], so sind die ewigen Wiederholungen der Blast Beats und derselben Riffs auf Dauer zu eintönig, um einem wirklich im Gehörgang zu bleiben. Erschwerend kommt hinzu, dass die Drums zu kraftlos produziert wurden [ein Problem, auf das auch im Interview eingegangen wurde]. Spannend werden KAECK also vor allem dann, wenn sie sich kleine Spielereien einfallen lassen, z.B. die mit Keyboards untermalte Sprechstelle in „Akolieten Van De Nacht“ oder der epische Beginn von „Wormvloed“.

„Stormkult“ ist ein Album, das man mögen möchte, weil vom Cover über die agierenden Musiker bis zu den Songtiteln und dem Konzept eines Beschwörungsrituals alles ein stimmiges Gesamtbild abgibt; leider kann aber die Musik nur begrenzt mithalten. Klar, die traditionellen Charakteristika des Schwarzmetall sind vorhanden und auch dementsprechend umgesetzt. Aber irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem puristische Black Metal-Alben einfach etwas Einzigartiges bieten müssen; es gibt sonst nämlich schlicht zu viele davon. „Stormkult“ ist somit ein anständiges Album geworden, das sich Fans der guten, alten Zeit gerne ins Regal stellen dürfen. Ein Must-Have ist es jedoch nicht!

Trackliste:
1. De Kult
2. De Heerser Wederkeert
3. Holenmuur
4. Akolieten Van De Nacht
5. Afgod
6. Wormvloed
Spielzeit: 00:33:39

Line-Up:
Agitator - Alles
Oovenmeester - Alles
Chaos - Gesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
26.10.2015 | 19:32
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin