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Cover von Kamelot -- Epica
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Album:Epica
Genre:Melodic Metal, Power Metal, Symphonic / Epic Metal
Label:Noise Records
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:13.01.03
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"Das Ende der Lila-Phase [Teil 3]"

Nach „The Fourth Legacy“ und „Karma“ waren die Erwartungen an KAMELOT enorm. Die Band hat in der bestehenden Power-Metal-Welle zwei wegweisende Alben geschaffen, welche in der Königsliga mitspielen. Im Jahre 2003 hat die Power-Metal-Welle ihren abschließenden Höhepunkt und das Genre verschwindet danach wieder aus aller Munde. Doch einen letzten Streich für die Welle haben auch KAMELOT noch. Mit „Epica“ bringt man das bereits sechste Studioalbum auf den Markt. Ob KAMELOT die Erfolgsspuren der letzten beiden Alben noch einmal aufnehmen können, oder ob nun der Einbruch folgt, wird geklärt.

KAMELOT erhöhen auf „Epica“ nicht nur die spielerischen Fertigkeiten und brechen in völlig neue Strukturen auf höchstem Niveau, nein auch textlich hat sich was getan. „Epica“ ist der erste Teil ihrer von Goethes Faust handelnden Vertonung. Wie auch auf den beiden Vorgängeralben gibt es ein kurzes Intro, welches überleitet zu „Center Of The Universe“. Dieser Song ist wie gewohnt schnell, geht ins Ohr und überzeugt sofort durch seine Struktur und dem großen Gefühl, der in ihm liegt. Man merkt von der ersten Minute an, dass KAMELOT sich noch ein Stück weiter entwickelt haben und den erstklassigen, bis dato schon sehr anspruchsvollen Alben, nun noch den Zuckerguss auftun. Mit „Farewell“ folgt gleich ein richtiger Brecher, der trotzdem Abwechslung bietet. Die symphonischen Elemente auf diesem Album klingen, anders als auf den Vorgängern, reifer und noch viel durchdachter. Mit „Interlude I [Opiate Sou]“ folgt das Erste kurze Intermezzo, welches in „Edge of Paradise“ übergeht. Ein gut durchdachter und mit klassischen Elementen gespickter Song, der das Gänsehaut-Interlude vom Vortrack wieder aufgreift. Auch die Balladenfraktion hat keinen Grund, sich zu beschweren. Mit „Wander“ schafft die Band erneut eine gefühlvolle Ballade, die durch Khans Stimme wieder einmal mehr das gewisse Etwas erhält. Obwohl das Werk von KAMELOT sehr komplex erscheint, kann man jedes Lied für sich betrachten. Keines der Stücke fällt aus dem Rahmen oder geht an der Klasse des Vorgängers unter. Auch mit Hits spart man auf „Epica“ nicht. Der Opener oder auch „Descent Of The Archangel“ liefern Material um es Live perfekt abzufeuern. Rundum eine gelungene Sache, die sich KAMELOT da geleistet haben und so geht das Album ohne den geringsten Patzer mit „III Ways To Epica“ zu Ende und hinterlässt dabei die Vorfreude auf den zweiten Teil der Faust-Interpretation.

Fazit: Man hat es kaum für möglich gehalten, doch der Vorgänger „Karma“ wurde noch einmal weiter entwickelt. KAMELOT schaffen mit „Epica“ eines der anspruchsvollsten Symphonic-Melodic-Werke im Genre. Textlich wie musikalisch ist alles in sich stimmig und hinterlässt ein Album, welches die Lila-Alben-Phase abschließt, während jedoch die Faust-Interpretation gerade erst begonnen hat. Gespannt blickt man also auf den nächsten Teil der Band. In der Form, in der KAMELOT sind, scheint es sehr schwer für den Nachfolger, dort anzuknüpfen, wo hier aufgehört wird, denn eines ist klar: Bei „Epica“ sind KAMELOT, ähnlich wie die Power-Metal-Welle 2003, auf dem Zenit ihres Daseins.

Trackliste:
1. Prologue
2. Center Of The Universe
3. Farewell
4. Interlude I [Opiate Sou]
5. Edge of Paradise
6. Wander
7. Interlude II [Omen]
8. Descent Of The Archangel
9. Interlude III [At the Banquet]
10. A Feast For The Vain
11. The Coldest Winter Night
12. Lost And Damned
13. Helena’s Theme
14. Interlude IV [Dawn]
15. The Mourning After
16. III Ways To Epica
17. Snow [Bonus Track]

Spielzeit: 00:52:17

Line-Up:
Casey Grillo - Drums
Roy Khan - Vocals
Glenn Barry – Bass
Thomas Youngblood - Guitar
Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden]
04.11.2009 | 17:50
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