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Cover von Kampfar -- Djevelmakt
Band: Kampfar Homepage Kampfar bei Facebook Metalnews nach 'Kampfar' durchsuchenKampfar
Album:Djevelmakt
Genre:Black Metal, Pagan Metal
Label:Indie Recordings
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:27.01.14
CD kaufen:'Kampfar - Djevelmakt' bei amazon.de kaufen
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"Der Kampf geht weiter!"

Mit fünf Alben, diversen kleineren Veröffentlichungen, einer ordentlichen Live-Präsenz und einem Fronter und Mastermind wie Dolk sind die Norweger von KAMPFAR ja schon fast eine eigene Institution im norwegischen Pagan/Black Metal. Obwohl sie nie die Bekanntheit von anderen Bands in diesem Genre erreicht haben, können sie auf eine beachtliche und loyale Fanbasis blicken, welche die Band nun schon seit vielen Jahren trägt und frenetisch unterstützt. Jetzt - drei Jahre nachdem KAMPFAR „Mare“ und sechs Jahre seit sie „Heimgang“ veröffentlicht haben - lassen KAMPFAR ihr neues Album „Djevelmakt“ [„Macht des Teufels/Teufelsmacht“] auf ihre Fans los.

Sind „Heimgang“ und „Mare“ in der Fanbase doch etwas geteilt aufgenommen worden, was zum einen [bei „Mare“] mit dem neuen Sound von Peter Tägtgren zu tun hatte, und zum anderen vor allem mit der Langlebligkeit der Songs zusammen hing, kann man sich nun freuen, denn KAMPFAR haben mit „Djevelmakt“ zu alter Stärke zurückgefunden. Ohne auf traditionelle KAMPFAR-Elemente zu verzichten – man höre sich die Gitarren beim Song „Kujon“ an – hat man das Songwriting durch verschiedene experimentellere Momente ergänzt und eindeutig bereichert. So findet man z.B. beim Song „Swarm Norvegicus“ – der sicherlich der unkonventionellste Song auf „Djevelmakt“ ist - einen böse gurgelnden und geifernden Dolk, der ansonsten eher durch seine Schlachtengesänge bekannt geworden ist. KAMPFAR wären aber natürlich nicht KAMPFAR wenn sie nicht auf Brecher [der Opener „Mylder“], krachende Stampfer [„De Dødes Fane“] und erhabene Hymnen [z.B. der Achtminüter „Our Hounds, Our Legions] setzen würden. Auch über die Vocals von Dolk muss ansonsten kein Wort mehr verloren werden; sie sind nach wie vor großartig und ein Markenzeichen dieser Truppe. Es scheint den Norwegern aber wirklich gut getan zu haben, dass mit Gitarrist Ole frisches Blut zur Truppe gestoßen ist. Man erkennt einfach neue Elemente und neue Herangehensweisen an Songs, die diese noch zusätzlich beleben und interessant gestalten. Ein gutes Beispiel dafür ist der Mittelteil von „De Dødes Fane“, der kurzzeitig in die Gefilden der „klassischen“ Musik abdriftet. Auch sonst hat man kleine Piano-Einlagen, Klargesang und ähnliche Spielereien zu bieten, die sich schön in die Songs einfügen. Man darf hoffen, dass dies die Langlebigkeit von „Djevelmakt“ deutlich erhöhen wird. Über den Sound, für den sich noch einmal Peter Tägtren verantwortlich zeigt, wird innerhalb der Fans wieder viel gestritten werden. Natürlich hat „Djevelmakt“ ordentlich Power und es rummst an allen Ecken und Enden – trotzdem werden sich viele niemals von den traditionell-klingenden KAMPFAR der alten Zeiten verabschieden wollen. Man muss sich allerdings die Frage stellen, ob die Produktion der frühen Alben dem heutigen Songwriting überhaupt angemessen wäre. Trotzdem wäre es auch mir lieber, wenn die Soundwand einen nicht ständig erschlagen würde.

KAMPFAR ziehen ihr Ding konstant durch – ganz egal, wie viele kleine Änderungen sie einbauen, sie klingen immer nach KAMPFAR. Das hat einen unglaublichen Wiedererkennungswert und Fans von KAMPFAR werden auch mit „Djevelmakt“ wieder sehr glücklich werden. Das ändert aber nichts daran, dass auch eine gewisse Stagnation zu erkennen ist. KAMPFAR können sich wohl nur langsam und gemächlich reformieren. Dass der neue Gitarrist Ole zur Band gekommen ist und sie gewissermaßen gezwungen hat, neue Wege zu beschreiten, kann der Band nur gut tun. „Djevelmakt“ ist stärker als „Mare“ und als „Heimgang“, aber kein neuer KAMPFAR-Klassiker. Aber die Norweger sind auf einem guten Weg.

Trackliste:
01. Mylder
02. Kujon
03. Blod, Eder og Galle
04. Swarm Norvegicus
05. Fortapelse
06. De Dødes Fane
07. Svarte Sjelers Salme
08. Our Hounds, Our Legion
Spielzeit: 00:49:05

Line-Up:
Dolk - Gesang
Ole - Gitarre, Keyboard
Jon – Bass
Ask Ty - Drums und Gesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
25.01.2014 | 19:00
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