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Cover von Katatonia -- Dethroned & Uncrowned
Band: Katatonia Homepage Katatonia bei Facebook Metalnews nach 'Katatonia' durchsuchenKatatonia
Album:Dethroned & Uncrowned
Genre:Akustik
Label:KScope Music
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:13.09.13
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"Atmosphäre erhalten, Coup gelungen"

KATATONIA sind vielleicht eine der beeindrucktesten Bands der Metal-Geschichte, denn zum einen haben sie es mit ihren alten Werken geschafft, richtig harten, kompromisslosen und doomigen Death Metal zu spielen, für den man die Schweden nach wie vor huldigt. Zum anderen gehören sie momentan auch zur Speerspitze des gefühlvollen Depressive Rock und auch wenn sie manchen früheren Fans zu lasch geworden sind, haben sie sich auch mit dieser Musik eine umfangreiche Fanbasis aufbauen können. Als letztes Jahr ihr neues Album „Dead End Kings“ erschienen ist, wurden sie – neben einigen kritischen Stimmen – mit Lob geradezu überhäuft und konnten ihren Bekanntheitsgrad sogar noch ausbauen. KATATONIA scheint das zu gefallen, denn nur ein Jahr nach der Veröffentlichung von „Dead End Kings“ haben sie sich entschieden, eine neu-eingespielte Akustik-Version eben dieses Albums aufzunehmen und zu veröffentlichen.

„Dethroned & Uncrowned“ nennt sich diese Spielerei, die im weitesten Sinne darauf anspielt, dass man die Drums enthront und sich anstatt verzerrter Gitarren auf die akustischen verlässt. Dazu kommen noch ein Piano und kleine Keyboardmomente dazu. Auffallend ist allerdings, dass man die Gesangslinien vollkommen gleich gelassen hat, was hin und wieder dazu führt, dass man merkt, dass der Gesang nicht spezifisch für die Instrumentierung aufgenommen wurde, in denen die Songs nun präsentiert werden. Was man als HörerIn ansonsten bekommt, ist ein „Dead End Kings“, das noch eine ganze Ecke sanfter und fragiler geworden ist und sich eher für ruhige Abende vor dem Kamin eignet, als für wilde Metal-Partys [aber dafür eignen sich KATATONIA ja schon länger nicht mehr]. Die Umsetzung funktioniert dabei erstaunlich gut und Songs wie „The Parting“ oder „Dead Letters“ klingen in dieser Version sogar fast besser als auf dem Original. Ansonsten kann man natürlich über „Dethroned & Uncrowned“ wieder das schreiben, was man über die meisten Akustik-Scheiben in diesem Genre sagen kann: Ja, es eignet sich für den Herbst und für nebelige und regnerische Stimmungen. Ja, es erfordert Geduld und die nötige Ruhe, die man für solche Musik einfach braucht. Gleichzeitig haben KATATONIA es natürlich schlau eingefädelt, da sie schon wussten, dass sie mit den Melodien und Arrangements von „Dead End Kings“ ins Schwarze getroffen hatten und diese jetzt nur noch ordentlich auf die neue Instrumentierung übertragen mussten. Wie meinte Fenriz einst: „if it sounds shit on acoustic guitar, it will also sound shit on e-guitar“. Das gilt natürlich auch anders herum – was auf der E-Gitarre funktioniert, klappt häufig auch auf der akustischen und KATATONIA sind so gute Musiker, dass sie die Melodien und die schönen Momente natürlich nicht verloren gehen lassen. So kann man sich weiterhin zu Songs wie „Buildings“, „Lethean“ oder dem schon erwähnten „The Parting“ in Selbstmitleid suhlen und sich dem Weltschmerz hingeben.

Was KATATONIA auf „Dethroned & Uncrowned“ gemacht haben, ist eine richtig schicke Sache, denn sie haben es geschafft, die Atmosphäre von „Dead End Kings“ eins zu eins auf „Dethroned & Uncrowned“ zu übertragen. Wer also schon immer das Gefühl hatte, dass die Drums und die E-Gitarren auf „Dead End Kings“ völlig fehl am Platz sind, der hat jetzt eine echte Alternative. Punktemäßig bleibe ich bei der Bewertung, die Kollege Fränky letztes Jahr dem Original gegeben hat. Bleibt nur noch eine Frage: Hätte man diese Scheibe nicht fanfreundlich zum Gratis-Download anbieten können?

Trackliste:
01. The Parting
02. The One You Are Looking for Is Not Here
03. Hypnone
04. The Racing Heart
05. Buildings
06. Leech
07. Ambitions
08. Undo You
09. Lethean
10. First Prayer
11. Dead Letters
Spielzeit: 00:46:06

Line-Up:
Anders Nyström - Bass, Keyboard, Gitarre, Programmierung, Gesang
Jonas Renske - Drums, Gesang, Gitarre, Keyboard, Programmierung
Daniel Liljekvist - Drums, Percussions
Niklas Sandin - Bass
Per Eriksson - Gitarre

Gast:
Silje Wergeland - Gesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
02.10.2013 | 13:52
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