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Cover von Katatonia -- Sanctitude
Band: Katatonia Homepage  Metalnews nach 'Katatonia' durchsuchenKatatonia
Album:Sanctitude
Genre:Dark Metal, Rock
Label:KScope Music
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:03.04.15
CD kaufen:'Katatonia - Sanctitude' bei amazon.de kaufen
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"Gänsehaut ohne Ende!"

Fast genauso gut, intensiv und tiefgehend KATATONIA mit ihrem einzigartigen Depressive Rock auf Konserve sind und unter die Haut gehen, so enttäuschend können die Schweden auf dem Live-Sektor untergehen. Egal, wie brillant die ohnehin über jeden Zweifel erhabene Musik dargeboten wird, alles steht und fällt mir dem fragilen, eindringlichen Organ von Frontman Jonas Renkse. Was auf Platte verzaubert und in tiefe Melancholie verleitet, kann live mitunter zur echten Enttäuschung werden. Der falsche Abend auf Tour [mit Zaudern erinnere ich mich an einen Summer Breeze-Auftritt vor einigen Jahren] oder beispielsweise die »Live Consternation« CD/DVD von 2007 sind hier gute Beispiele.

Und so sehe ich mich, als bekennender Fan der Band, nach Erhalt der vorliegenden neuen KATATONIA-Live-Geschichte vorerst mit echten Zweifeln behaftet. Bin ich ohnehin kein großer Freund von Live-Veröffentlichungen und in Hinblick auf oben genannte Erfahrungen, steht mir die Skepsis ins Gesicht geschrieben. Schon nach den ersten Klängen von „In The White“ ist all dies wie weggewischt und es stellt sich die pure Gänsehaut für die nächsten 80 Minuten ein. Nicht nur war „Dead End Kings“ 2012 nach dem etwas weniger hitlastigen „Night Is The New Day“-Album [2009] endlich wieder eine Offenbarung, die den Überwerken „The Great Cold Distance“ oder „Viva Emptiness“ wieder das Wasser reichen konnte; auch dessen 2014er Akustik-Überarbeitung „Dethroned & Uncrowned“ wertete die superben Stücke nochmals auf. Mit „Sanctitude“ liegt nun der Audio- und Videomitschnitt des Abschluss-Gigs der dazugehörigen Tournee, der in der Londoner Union Chapel seinen Höhepunkt fand, vor. Die Akustik in der im späten 19. Jahrhundert errichteten Kirche alleine lässt einen vor Ehrfurcht niederknien. Wenn sich dann auch noch ein Jonas Renkse in Bestform präsentiert und die zum Freitod anstiftenden Depri-Balladen zum Besten gibt, kennen dicker Zigarettenrauch, Sinne verdrehender Absinth und leise Tränen keinen Halt mehr. Die Atmosphäre der mit Kerzen und wenigen Spots ausgeleuchteten gotischen Bühne überträgt sich automatisch - sowohl über die Musik selbst als auch über das einmal mehr von Großmeister Travis Smith angefertigte stimmige Artwork. Schön zudem, dass auf der Tour nicht nur Stücke vom Akustik-Experiment ihren Weg in die Setlist gefunden haben, sondern auch Songs älteren Datums eine Frischzellenkur im Unplugged-Gewand erfahren durften. Der Doppeldecker hält fanfreundlicherweise beide Formate, also CD und DVD bereit. Freilich kann von KATATONIA keine aufwendige Bühnenshow erwartet werden, gerade nicht vor dem Hintergrund des Tourmottos - aber gerade deshalb passiert hier Magie. Alles ist ruhig, „mellow“. Protagonisten wie Publikum sitzen und machen Ihr Ding, verlieren sich in der bitteren Schönheit der Musik. Am Ende sind alle glücklich, auch der Skeptiker - der ich fast 1,5 Stunden und 17 Songs zuvor noch war. Wenn es ein KATATONIA-Live-Dokument gibt, das es lohnt, erworben zu werden, dann liegt dies nun endlich vor. Rahmen, Performance und Qualität sind schlichtweg einzigartig.

Die DVD hält zudem auch eine einstündige Interviewsektion bereit, in der sich Renkse und Nyström ausführlich zu dem „warum/weshalb/wieso“ äußern, aber auch über ein kommendes Album und den plötzlichen Mitgliederschwund sinnieren. Alles in allem, ist „Sanctitude“ nahe an der Perfektion. Einziger Wermutstropfen ist die Setlist, die - und hier kommt erneut das persönliche Empfinden ins Spiel - doch einige Lieder missen lässt, die es in solch einer Konstellation verdient hätten, ebenfalls aufgeführt zu werden. Aber „that’s just me“.

Trackliste:
01. In The White
02. Ambitions
03. Teargas
04. Gone
05. A Darkness Coming
06. One Year From Now
07. The Racing Heart
08. Tonight’s Music
09. Sleeper
10. Undo You
11. Lethean
12. Day
13. Idle Blood
14. Unfurl
15. Omerta
16. Evidence
17. The One You Are Looking For Is Not Here
Spielzeit: 01:20:00

Line-Up:
Anders „Blakkheim“ Nyström - Gitarre
Jonas Renkse - Gesang
Niklas „Nille“ Sandin - Bass
JP Aspling - Percussion
Bruce Soord - Gitarre [Gast, THE PINEAPPLE THIEF]
Silje Wergeland - Gesang [Gast, THE GATHERING]
Markus Jakob [shilrak]
27.03.2015 | 23:37
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