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Band: Keep Of Kalessin Homepage Keep Of Kalessin bei Facebook Metalnews nach 'Keep Of Kalessin' durchsuchenKeep Of Kalessin
Album:Epistemology
Genre:Melodic Black Metal, Symphonic / Epic Metal
Label:Indie Recordings
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:13.02.15
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"Philosophie eines Drachen"

Eine ganze Weile ist nun schon seit dem letzten Album von KEEP OF KALESSIN vergangen. Um ehrlich zu sein, es ist fast fünf Jahre her, dass „Reptilian“ erschien und den Schreiber dieser Zeilen schlicht und einfach vom Hocker haute. Aber was ist seither ausser der 2013er EP „Introspection“ sonst noch passiert? Sehen wir mal von einigen Besetzungswechseln ab, was ja im Falle dieser Band ohnehin nicht einem Weltuntergang gleichkommt, da Mastermind Obsidian sowieso die Fäden zieht und mittlerweile sogar den kompletten Gesang für sich verbucht. Fest steht allerdings, dass dazu ein Labelwechsel gehört. Denn war man derzeit noch bei Nuclear Blast, wird „Epistemology“ nun via Indie Recordings verkauft.

Nach kurzem Intro präsentiert sich das Album zunächst mit einem knapp an der zehn Minuten Schallmauer gescheitertem Opus „The Spiritual Relief“. Hier beantwortet sich bereits die Frage, was Kollege Obsidian denn in all der Zeit so auf die Reihe bekommen hat. Diese Nummer ist eine Achterbahn, Berg und Talfahrt in einem. Mächtig in Fahrt und immer wieder durchsetzt mit melodiösen Einschüben, der Hörer betritt die heilige Gedankenwelt eines Musikers, der ein scheinbar grenzenloses Füllhorn an Ideen hat. Mit ursprünglichem Black Metal hat KEEP OF KALESSIN Anno 2015 kaum noch etwas am Hut, ebenso wie die Landsmänner DIMMU BORGIR verschreiben sie sich der mächtigen Epik, fulminanten Chören und eine für dieses Genre eigentlich sträflich gute Produktion. Manche Passagen klingen schier nach Power-Metal denn nach Höllenmusik. „Necropolis“ ist schon krasser Thrash-Metal, schönen Gruß von EXODUS, möchte ich sagen. Und dennoch bleibt festzuhalten, dass KEEP OF KALESSIN immer noch sie selbst sind [oder sollte ich schreiben, Mr. Obsidian ist immer noch er selbst...], lediglich mit feiner ausbalancierten Einzelheiten und ohne Scheuklappen. Ein kleiner Kritikpunkt wäre unter Umständen zu nennen. Manchmal meint es der Herr Meister einfach zu gut, zieht einige Parts gedehnt in die Länge und nimmt bisweilen die Spannung heraus, so geschehen beim sicherlich guten, aber keineswegs überragendem Abschluss- und Titeltrack.

„Epistemology“ ist kein Album, welches man sich mal eben im Vorbeirauschen reinziehen sollte. Dann entgeht einem definitiv eine ganze Menge. Alles auf dieser Platte ist über dem Durchschnitt. Manches knapp, manches sehr deutlich. Unter dem Strich also ein weiteres, gutes KEEP OF KALESSIN-Album, so weit so klar. Für mich persönlich stellt „Reptilian“ aber das Nonplusultra dieser Band dar und so wird es momentan auch bleiben.

Trackliste:
01. Cosmic Revelation
02. The Spiritual Relief
03. Dark Divinity
04. The Grand Design
05. Necropolis
06. Universal Core
07. Introspection
08. Epistemology
Spielzeit: 00:52:10

Line-Up:
Obsidian Claw - Vocals, Guitar, Keyboards
Wizziac - Bass
Vyl - Drums
Frank Wilkens [Fränky]
14.02.2015 | 18:24
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