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Cover von Kekal -- 8
Band: Kekal Homepage Kekal bei Facebook Metalnews nach 'Kekal' durchsuchenKekal
Album:8
Genre:Electro, Industrial, Progressive
Label:Whirlwind Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:18.03.11
CD kaufen:'Kekal - 8' bei amazon.de kaufen
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"Acht[ung]!"

KEKAL aus Indonesien [!] sind schon komische Vögel: 2009 sind alle Bandmitglieder [Jeff Arwadi – Gesang, Gitarre, Drums, Programming; Azhar Levi Sianturi – Bass, Gesang; Leo Setiawan – Gitarre, Gesang] geschlossen aus ihrer Truppe ausgestiegen, um sich durch eine merkwürdige Zeichnung eines Wesens mit drei angedeuteten Köpfen ersetzen/repräsentieren zu lassen. Gleichzeitig macht das Trio allerdings keinen Hehl daraus, dass auch sie hinter dem neuen, bereits achten, sinnigerweise auch „8” betitelten Album stecken. Sinn des Ganzen? Wahrscheinlich möchten KEKAL damit erreichen, dass Möchtegern-Presseheinis die Story in Reviews aufgreifen, um sich dann heimlich ins Fäustchen zu lachen. Mission erfüllt!

Man muss allerdings sagen, dass diese bizarre Geschichte durchaus zur musikalischen Ausrichtung von „8” passt. Selbst bezeichnen die 1995 als Black Metal-Truppe gegründeten KEKAL ihren Stil als experimentellen Post Metal, was praktischerweise so ziemlich alles sein kann. Der Opener „Track One” startet jedenfalls mit einer ultrakrassen, Industrial-verzerrten Blastattacke, wie man sie auch auf einer THE AMENTA-Scheibe finden könnte, um dann in einen elektronischen, elegischen, stellenweise poppigen Song umzuschlagen, der deutlich an die experimentelle Spätphase der Griechen SWAN CHRISTY erinnert. Ähnlich unentschlossen präsentiert sich auch der Rest der Scheibe. Lediglich elektronische Beats, zum Teil aufdringliche Synths, allerlei Störgeräusche, Industrial-Atmosphäre und verzerrter Gesang sind Konstanten im ansonsten unberechenbaren Gemisch, das KEKAL hier absondern. Die Gitarren sind oft bis zur Unkenntlichkeit verfremdet, braten manchmal zwar durchaus auch stumpf vor sich hin – aber niemals genug, um ewiggestrige Metaller hinter dem Ofen hervorzulocken, der nach dem Genuss von „Track One” als Versteck herhalten musste. „8” ist eine Achterbahn der Stile und Gefühle – vor allem, was die eigene Wahrnehmung betrifft. Selten haben sich Scheiße und Gold auf einem Album so nahe gestanden. Auch nach dem drölfzigsten Durchlauf ist bei manchen Passagen nicht klar, ob sie jetzt die Offenbarung oder Bankrotterklärung sind. Ein vielseitiger Song wie „Gestalt Principles Of Matter Perception” ist mutig und großartig, der abschließende Ambient-Track „End Unit Of The Universe” wirklich schaurig-bedrohlich, aber wenn KEKAL mehr schlecht als recht versuchen den Audioterror von SQUAREPUSHER oder gar MERZBOW zu imitieren, ist die Laune meistens schnell im Keller. Auch einer der wenigen Tracks mit unverzerrtem Gesang, „Tabula Rasa”, macht keine gute Figur [was allerdings eindeutig an der Musik liegt]. Trotzdem hat „8” wie schon geschrieben auch durchaus seine charmanten, wunderbaren Momente, was das Hörerlebnis eben umso merkwürdiger macht.

Ingesamt gesehen ist „8” also doch irgendwie empfehlenswert geworden - fragt sich nur, wem man so ein Album empfehlen könnte. Wer angesprochene SWAN CHRISTY oder die Elektronik-Phase von ULVER [die „Metamorphosis”-EP und Teile von „Perdition City”] mag, zudem auch was mit APHEX TWIN, AUTECHERE und SQUAREPUSHER anfangen kann und bei industriellen Sounds nicht gleich wegrennt, der sollte „8” zumindest probieren. Wer KEKAL generell kennenlernen möchte, sollte die Homepage der Band ansteuern, denn dort gibt es netterweise die Alben "1000 Thoughts Of Violence" [2003], "Acidity" [2005] und "Audible Minority" [2008] zum Gratis-Download.

Trackliste:
01. Track One
02. Gestalt Principles Of Matter Perception
03. A Linear Passage
04. Tabula Rasa
05. Private School Of Thought
06. The Regulars
07. Departure Gate 8
08. Heartache Memorial
09. Let Us Blend
10. Open World
11. End Unit Of The Universe
Spielzeit: 00:56:29

Michael Siegl [nnnon]
13.03.2011 | 17:27
Kommentare
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