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Cover von Kermania -- Kehre heim...
Band: Kermania Homepage  Metalnews nach 'Kermania' durchsuchenKermania
Album:Kehre heim...
Genre:Black Metal, Melodic Black Metal
Label:Ván Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:04.11.14
CD kaufen:'Kermania - Kehre heim...' bei amazon.de kaufen
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"Große Momente, aber zäh"

Mastermind Weigand, der unter anderem auch zur Live-Bestzung von TRUPPENSTURM gehört, scheint kein allzu schneller Songwriter zu sein. Zwischen dem Debütalbum „Ahnenwerk“ seines Solo-Projekts KERMANIA und dessen Nachfolger „Kehre heim…“ sind immerhin acht Jahre ins Land gezogen. Einige Menschen können sich allerdings sicher noch an KERMANIA erinnern, denn wenn Metal-Fans etwas sind, dann loyal. Da wartet man auch gerne viele Jahre bis es mehr von guter Musik gibt.

So ist es beruhigend, dass Weigand seine Fans mit „Kehre heim…“ keinesfalls enttäuschen wird. KERMANIA präsentieren auf ihrem zweiten Album sieben Songs [die meisten mit Überlänge] und spielen im Wesentlichen Melodic Black Metal. Der Begriff muss hier allerdings mit Vorsicht verwendet werden, denn Weigand musiziert an den Rändern dieses Genres. Zunächst einmal sind so gut wie alle Songs [abgesehen vom doomigen Beginn von „Ungewohnte Last“] im Midtempo gehalten. Das ist prinzipiell nicht schlimm, führt aber dazu, dass manche Passagen grenzwertig langgezogen und auch langweilig wirken. Es ist keine Schande, gewisse Elemente und Strukturen häufig zu wiederholen, aber hin und wieder braucht es tempomäßig eine Abwechslung. Auf „Kehre heim…“ hingegen wartet man immer auf eine Eruption, die aber nur in den seltensten Fällen stattfindet. Zweitens ist „Kehre heim…“ sehr melodisch und atmosphärisch ausgefallen und die wirklich schwarzmetallischen Elementen beschränken sich in der Regel auf den Gesang von Weigand. Drittens ist die Produktion zu warm beziehungsweise organisch ausgefallen, um für Black Metal typisch zu sein. Das ist aber absolut positiv gemeint, denn gerade den Drums tut das unglaublich gut und auch der leider zu selten eingesetzte Klargesang und die filigranen Gitarren-Momenten kommen so exzellent zur Geltung. Das alles führt dazu, dass KERMANIA einen sehr eigenen und auch eigenständigen Sound haben, der aus der Masse heraussticht. Auch die Tatsache, dass es unglaublich epische und berührende Momente gibt wie z.B. der Mittelteil von „Holde auf seidnem Fuß“ trägt zur Klasse dieses Albums bei. Leider gehen diese Momente aber etwas unter, weil andere Passagen einfach zu langatmig geworden sind und den Hörgenuss stören.

„Kehre heim…“ ist eine Scheibe, die man mögen möchte, weil man das Gefühl hat, viel Herzblut und Leidenschaft in ihr zu finden. Auch die melancholische Atmosphäre, die mit epischen Momenten angereicht wird, geht einem direkt ans Herz und passt perfekt zur Jahreszeit. Leider ändert das alles nichts daran, dass es immer wieder Abschnitte gibt, in denen zu wenig passiert und die man fast schon wegskippen möchte. Dieses Problem wird auch durch die fehlenden Tempowechsel nicht besser. Fans von epischem Schwarzmetall, die mit kauziger Musik etwas anfangen können, sollten allerdings einmal reinhören. Manche Metal-Fans werden diese Scheibe wohl gerade wegen ihrer Fehler und ihrer Unzugänglichkeiten mögen – einfach, weil „Kehre heim…“ so verdammt sympathisch wirkt.

Trackliste:
01. Kehre heim...
02. Holde auf seidnem Fuß
03. Kalter Nebel
04. Der bucklige Knecht
05. Ungewohnte Last
06. Für die Heimat
07. Geleite mich fort
Spielzeit: 00:52:46

Line-Up:
Weigand - Alles
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
12.12.2014 | 12:24
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