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Band: Khonsu Homepage  Metalnews nach 'Khonsu' durchsuchenKhonsu
Album:Anomalia
Genre:Black Metal, Prog-Metal, Symphonic / Epic Metal
Label:Season Of Mist
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:24.08.12
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"Black Metal mal anders"

Wir haben es hier mit einem recht außergewöhnlichem Debut zu tun, was dieser Tage bei season of mist erscheint. Die Rede ist von „Anomalia“, dem Erstwerk der Band KHONSU, wobei der Begriff Band wieder einmal irreführend ist, denn eigentlich ist es das Produkt eines einzelnen, nämlich von S. Gronbrech, der sozusagen im Alleingang diese Platte hergestellt hat. Er ist der Bruder des KEEP OF KALESSIN Gitarristen Obsidian und gehörte der Band selbst für einige Zeit an. Da lag es natürlich nah, sich den KOK Sänger Thebon zwecks Gesang ins Studio zu holen.

Aufgrund dieser Informationen lässt sich eine musikalische Verbindung zwischen beiden Bands leicht diagnostizieren. Aber mitnichten handelt es sich hier um so etwas wie einen billigen Abklatsch. Denn KHONSU gehen wesentlich progressiver zu Werke als es KEEP OF KALESSIN ohnehin schon tun. Hinzu kann man getrost den bombastischen, symphonischen Einfluss von DIMMU BORGIR [tendenziell „Puritanical Euphoric Misanthropia lässt grüßen] addieren. Diese Mischung, angereichert durch dezente 70er Passagen, ein wenig Weltmusik und hier und da ein wenig Samples, funktioniert ausgezeichnet. Es warten so einige Überraschungen auf den Hörer, der sich das Werk am Besten in einer etwas ruhigeren Umgebung, vorzugsweise über Kopfhörer zumute führen sollte. Lediglich schmerzvolle Hochgeschwindigkeitspassagen werden fast gänzlich außen vor gelassen, was der Grundstimmung nicht stört. Im Gegenteil, Thebon darf sich ein wenig austoben und an manchen Stellen mit cleanem Gesang glänzen, so zu hören bei „So Cold“. Besonders das Opening Double „In Otherness“ und „The Host“ unterstreichen den musikalischen Horizont von KHONSU. Man fordert dem Hörer einiges ab, ohne ihn gänzlich vor den Kopf zu stoßen. Wunderbare Melodien, gepaart mit atmosphärischem Tiefgang und mit etwas, das sich einfach nur Heavy Metal schimpft.

Bleibt zu hoffen, das es sich bei „Anomalia“ nicht um eine Eintagsfliege handelt, sondern um den Start für weitere Produkte aus dem Hause S.Gronbrech. Norwegischer Progressiv Black Metal, der weites gehend überzeugt [lediglich der Abschlusstrack gestaltet sich als etwas mühsam und zäh]. Es lohnt sich allemal, diese Scheibe an zu testen. Sowohl für Leute, die mit Black Metal so gar nichts am Hut haben, als auch für diejenigen, die sich den Rahmen dieses Genres etwas breiter gesteckt haben oder stecken wollen.

Trackliste:
01. In Otherness
02. The Host
03. Darker Days Coming
04. Inhuman States
05. So Cold
06. The Malady
07. Va Shia (Into The Spectral Sphere)
Spielzeit: 00:58:48

Line-Up:
Thebon - Vocals
S. Gronbech - All Instruments
Frank Wilkens [Fränky]
19.08.2012 | 13:10
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