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Album:Kill Devil Hill
Genre:Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
Label:SPV
Bewertung:(Metalviech): 5.5 von 7
(dkay): 4 von 7
Releasedatum:25.05.12
CD kaufen:'Kill Devil Hill - Kill Devil Hill' bei amazon.de kaufen
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"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"

So genannte „Supergroups“ scheinen ja in letzter Zeit wieder schwer in Mode zu kommen, wenn man jüngst entstandene Formationen wie ADRENALINE MOB betrachtet – verglichen mit den Mitgliedern von KILL DEVIL HILL sind die dort beteiligten Musiker jedoch alle nur Fliegengewichte, denn hier haben der frühere BLACK SABBATH-Drummer Vinny Appice sowie der ehemalige PANTERA-Bassist Rex Brown beschlossen, ihre Kräfte unter genanntem Banner zu vereinen.

Dass nicht nur ein gewisser Schlagzeuger einst bei BLACK SABBATH die Stöcke schwang, sondern auch die Groove Metaller PANTERA Ozzys einstiger Truppe durchaus zugetan waren, dürfte bereits hinlänglich bekannt sein, weshalb man von vornherein annehmen möchte, dass die Allianz der Herren Appice und Brown einiges an unheiligem Potenzial mit sich bringt. So soll es denn auch sein, denn schon der Opener „War Machine“ und insbesondere das nachfolgende „Hangman“ und das zähe „Rise From The Shadows“ erinnern dank des tonnenschweren Lavalampen-Riffings in Verbindung mit dem Gesang von Fronter Dewey Bragg stark an BLACK SABBATH zu „Dehumanizer“-Zeiten mit Herrn Osbourne am Mikrofon, muten aber gleichzeitig dank enormer Heavyness sehr modern an. Mit „Voodoo Doll“ wird es dann etwas amerikanischer und eine ganze Ecke chartverträglicher – zahme BLACK LABEL SOCIETY lassen grüßen. Die angestellten Vergleiche haben es bereits nahe gelegt: Bei KILL DEVIL HILL regiert der Groove. Betrachtet man, wer hier in der Rhythmusfraktion tätig ist, ergibt das durchaus Sinn, macht deswegen aber höchstens umso mehr Spaß – insbesondere, weil die Truppe Songs wie „We’re All Gonna Die“ mit überaus schmackhaften weil nicht selten psychedelisch angehauchten Gitarrensoli würzt und in Songs wie „Gates Of Hell“ mit 70er-inspiriertem Hypnose-Gitarren experimentiert. Insgesamt geht die Truppe auf ihrem Debüt eine überaus angenehme Mischung aus fetten Modern Rock-Vibes und deutlich BLACK SABBATH-orientierter Classic Rock-Attittüde ein, was einen leckeren Cocktail aus beiden Stilrichtungen zur Folge hat, der jüngeren Metalfans den Charme zäher Doom Metal-Klassiker nahe bringen könnte, ohne sie mit altbackener Produktion zu verprellen und älteren Semestern aufgrund der zahlreichen Verneigungen sicherlich ebenso viel Spaß bereiten wird. Stellenweise mutet das Endergebnis zwar etwas arg Chart-orientiert an und man ist im ein oder anderen Refrain verleitet, sich an Wohnzimmer-Rocker wie NICKELBACK erinnert zu fühlen, da derlei Zweifel aber so schnell verschwinden, wie sie aufgetaucht sind, wird das Hörvergnügen von Derartigem kaum getrübt. Obendrein haben sich KILL DEVIL HILL auch im Hinblick auf die Produktion nicht lumpen lassen, wobei hier insbesondere Schlagzeug und Bass die enthaltenen Groove-Walzen mit dem nötigen Druck verleihen – in Verbindung mit Nummern wie „Strange“, die den Geist von PANTERA förmlich atmen, wird das Zuhören so zum Hochgenuss.

Während das Riffing von KILL DEVIL HILL ohne Zweifel größtenteils von BLACK SABBATH-Klampfer Toni Iommi beseelt ist, blicken die Mannen keineswegs nur zurück, sondern ziehen alle Register in Sachen moderner Härte. Sicherlich erfindet die Truppe dabei das Rad nicht neu, bietet aber eine angenehm ausgewogene Melange aus bereits bekannten Stilrichtungen, die das Zeug dazu hat, Fans aus den verschiedensten Lagern zusammenzuführen. Anspieltipps: „Hangman“, „Strange“ und „Old Man“.

KILL DEVIL HILL ist die neue Band von Drummer-Legende Vinny Appice [BLACK SABBATH, HEAVEN & HELL, DIO] und ex-PANTERA- bzw. ex-DOWN-Bassist Rex Brown, die nun via SPV ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf den Markt wirft.

Komplettiert wird das Line-Up durch Gitarrist Mark Savon und Sänger Dew Bragg und produziert hat Warren Riker, der ja nicht nur für Browns ehemaligen Arbeitgeber, DOWN, sondern auch für C.O.C. und CATHEDRAL tätig gewesen ist.
Mit „War Machine“ geht es zwar dynamisch und hart rockend los, das anschließende „Hangman“ ist aber schon mehr als deutlich von ALICE IN CHAINS inspiriert [wie übrigens auch „Gates Of Hell“ oder „We`re All Gonna Die“ mit jeweils fast schon anrührenden Jerry Cantrell-Gedächtnis-Gesangslinien] und bei „Voodoo Doll“ und „Old Man“ wird mächtig in Richtung BLACK LABEL SOCIETY bzw. OZZY OSBOURNE geschielt.
KILL DEVIL HILL generieren hier durchaus satten, soliden und eingängigen Hardrock-Sound, wissen zweifellos, wie man einprägsame Hooks und Refrains produziert, liefern dabei aber mitnichten Neues oder übermäßig Interessantes.
Rex Browns einstmal so dominantes Bassspiel kommt erst bei - den schon wieder reichlich BLS-lastigen - „Rise From The Shadows“ und „Revenge“ richtig zur Geltung, das groovende „Strange“ erinnert dagegen etwas an FOZZY.
Zarte Anklänge an DOWN waren mit „Time & Time Again“ wohl nicht zu vermeiden, ebenso wenig wie die Quoten-Ballade, „Mysterious Ways“, die aber im Spannungsfeld zwischen Southern und Bluesrock keine schlechte Figur abgibt bzw. ganz stark an [die längst verblichenenen, großartigen] SAIGON KICK erinnert.
Mit „Up In Flames“ versuchen KILL DEVIL HILL zwar nochmals etwas – Achtung! - Öl ins Feuer zu gießen, bleiben aber weiterhin hübsch artig im selbstgesteckten Rahmen des Alternative/Grunge Metal, der von ALICE IN CHAINS bereits fast vollständig ausgefüllt wird.

KILL DEVIL HILL machen ihre Sache ohne jeden Zweifel zuverlässig und bieten auf ihrem Debüt handwerklich solides Hardrock-/Grunge-/Metal-Entertainment, allerdings auf Kosten eines eigenständigen Profils bzw. Sounds.
Wer hingegen BLS, FOZZY, ALICE IN CHAINS und Co. schätzt, wird sich von KDH anständig unterhalten fühlen, bei vermutlich jedoch eher kurzer Halbwertszeit...


Trackliste:
01. War Machine
02. Hangman
03. Voodoo Doll
04. Gates Of Hell
05. Rise From The Shadows
06. We're All Gonna Die
07. Strange
08. Time & Time Again
09. Old Man
10. Mysterious Ways
11. Up In Flames
12. Revenge
Spielzeit: 00:46:20

Line-Up:
Dewey Bragg - Vocals
Mark Zavon - Guitar
Rex Brown - Bass
Vinny Appice - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
18.05.2012 | 11:36
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