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Band: Killer Be Killed Homepage  Metalnews nach 'Killer Be Killed' durchsuchenKiller Be Killed
Album:Killer Be Killed
Genre:Alternative, Hardcore, Thrash Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:09.05.14
CD kaufen:'Killer Be Killed - Killer Be Killed' bei amazon.de kaufen
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"Originelles All-Star-Gerödel"

Das All-Star-Line-Up von KILLER BE KILLED [Troy Sanders von MASTODON, Greg Puciato von THE DILLINGER ESCAPE PLAN, SOULFLY/ex-SEPULTURA-Legende Max Cavalera und ex-THE MARS VOLTA-Trommler Dave Elitch] dürfte schon für das ein oder andere feuchte Höschen gesorgt haben. Normalerweise verlaufen sich solche Projekte im Nichts, aber KILLER BE KILLED haben tatsächlich ernst gemacht und plätten mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum weitestgehend.

Ursprünglich wollten Puciato und Cavalera ähnlich wie bei Cavaleras legendären NAILBOMB-Projekt [zusammen mit FUDGE TUNNELs Alex Newport; das einzige Studioalbum „Point Blank“ erschien 1994] eine One-Off-Geschichte machen, die eine Old-School-Punk/Hardcore/Thrash-Scheibe ergeben sollte. Zwar finden sich auf „Killer Be Killed“ Hardcore- und Thrash-Elemente, aber es ist definitiv faszinierend, wie sehr sich das Projekt im Laufe der Zeit gewandelt hat und ein völlig unerwartetes Ergebnis produziert hat. Das dürfte vor allem auf die Hinzunahme von MASTODON-Sänger/Bassist Troy Sanders zurückzuführen sein, der, trotz der prinzipiellen Gleichberechtigung der drei KILLER BE KILLED-Vokalisten, gefühlt am meisten Parts abbekommen hat. Auch musikalisch erinnert die Band in schrägen Momenten tatsächlich glücklicherweise öfters an MASTODON. SOULFLY, CAVALERA CONSPIRACY bzw. tatsächlich NAILBOMB [nur die crustigen Hardcore-Eruptionen, nicht die kühlen, repetetiven Industrial-Parts] kommen ebenfalls nicht zu kurz, während man THE DILLINGER ESCAPE PLAN'sches Chaosgefrickel vergebens in der Melange sucht. Der ein oder andere von Puciato gesungene Ohrwurm-Refrain wie z.B. im massiven Opener „Wings Of Feather And Wax“ erinnert natürlich trotzdem an die melodischen Momenten seiner Hauptband. Erwartungsgemäß sind KILLER BE KILLED leider immer dann am schwächsten, wenn ihr zumindest hierzulande prominentestes Mitglied Max Cavalera zum Mikro greift, bzw. musikalisch zu sehr seinen sonstigen Betätigungsfeldern frönt. Gerade im Laufe des bereits erwähnten Einstiegs wirkt das stumpfe Cavalera-Break völlig deplaziert, während sich der Stilmix bei den restlichen Stücken der Stilmix zum Glück eindeutig homogener und sinniger präsentiert. Das Ergebnis sinddann Perlen wie die MASTODONner „Curb Crusher“ und „Save The Robots“, die angepissten Hardcore-Thrasher „Fire To Your Flag“ und „I.E.D.“ oder das völlig eigenständige „Twelve Labors“.

Insgesamt ist das von Josh Wilbur [LAMB OF GOD, GOJIRA, HATEBREED etc.] saufett produzierte „Killer Be Killed“ trotz Verneigungen vor den Hauptbetätigungsfeldern der Schlüsselmitgliedern relativ überraschend und unberechenbar ausgefallen. Immer modern und experimentell, aber trotzdem stets konventionell genug, um eine breite Fan-Basis anzusprechen. Man darf gespannt sein, wer KILLER BE KILLED am meisten goutieren wird, und ob das gelungene Projekt eine Fortsetzung spendiert bekommen wird.

Trackliste:
01. Wings Of Feather And Wax
02. Face Down
03. Melting Of My Marrow
04. Snakes Of Jehova
05. Curb Crusher
06. Save The Robots
07. Fire To Your Flag
08. I.E.D.
09. Dust Into Darkness
10. Twelve Labors
11. Forbidden Fire
Spielzeit: 00:45:43

Line-Up:
Greg Puciato – Vocals, Guitar
Max Cavalera – Vocals, Guitar
Troy Sanders – Vocals, Bass
Dave Elitch – Drums
Michael Siegl [nnnon]
02.05.2014 | 16:57
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