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Album:The Chains That Bind Us
Genre:Death Metal, Death/Thrash Metal, Melodic Death Metal, Power Metal, Prog-Metal, Thrash Metal, US-Metal
Label:Sleaszy Rider Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:15.10.04
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"Rustikales Knabberstück sucht flotten Nostalgiker"

Es ist nie ein Fehler, ein wachsames Auge auf den Metalunderground zu haben, da sich hier, zwischen den durchschnittlichen bis schlechten Formationen auch immer wieder ein paar seltene Perlen und Glanzstücke finden. Klar, vollmundige Versprechen werden auch hier nicht immer eingehalten, aber bei der griechischen Truppe KINETIC, die sich selbst als Symbiose aus Thrash-, Power-, Progressive- und Deathmetal bezeichnen, ist man dann doch schon mal ziemlich neugierig. So viele Einflüsse - kann das denn gut gehen?

Es kann! Nach dem rustikal-atmosphärischen Keyboardintro "Into The Nightmare" werden einem erstmal herrlich treibende Drums um die Ohren gehauen, die schließlich, von den kehligen Shouts des Fronters begleitet, in ein fettes Midtempomoshing umschlagen. "Realms Of The Nightmare" ist ein feiner SFT (Straight-Forward-Track), dessen Leadgitarre mal entfernt an die guten Zeiten von IN FLAMES erinnert und dann wieder ein wenig an die göttlichen DEATH. Auffällig ist schon hier, wie gekonnt und unverkrampft diese Band ihre Songs präsentiert, was die instrumentale Klasse von KINETIC dick unterstreicht. "Eganging Web" verfügt über einen starken (US-) Powermetaleinschlag, der in seiner rockigen Ausrichtung zu gefallen weiß und begeistert gegen Ende mit einem lecker schleppenden bis verspielten Gitarrensolopart. "Neverending Winter" schlägt in eine ähnliche Kerbe und ist zusätzlich in Form eines Videoclips auf der Scheibe vertreten. Das Instrumental "HateMaster", das mit Keyboardbombast á la alte DIMMU BORGIR aufwartet, setzt dann einen dann einen Schnittpunkt, da bereits bei "Holy Instinct" die Powermetalelemente zugunsten einer kernigeren Spielweise etwas zurückgenommen werden. In "Free And Pure" darf man sich dann auf eine bollernde Doublebasswalze und filigranes Leadgitarrenspiel freuen. Ein absolutes Highlight für Technikfreaks, die trotz Komplexizität auch ordentlich SPASS haben wollen, ist "Heed These Words" , das durch präzise Timingspielereien und viel vertracktes Nackenkillerfutter glänzt. Daß danach wieder was ran muß, das gut nach vorne geht, ist klar. Das finden auch KINETIC und servieren uns das atempausenfreie "Message From Beyond". Luftholen kann man ja auch bei "Live Faded", wenn einem eh gerade schon so schön der Mund offen steht. In diesem Instrumental, das eingangs einen Hauch von CYNIC versprüht, wird, auf atmosphärische und dabei niemals aufdringliche Weise, nochmals auf das Können der Musiker hingewiesen. Von wunderschönen Gitarrensolos bis zu Riffspielereien und Schlagzeugtricks ist da einiges am Start und nicht zuletzt die kompakte Tracklänge (3 min. 44 sec.) sollte sogar die Frauen, die immer fragen, wo denn der Gesang bleibt, zum Verweilen einladen. Der "Last Call For Reaction" wechselt zwischen treibendem Schlagzeugspiel und drückenden Gitarrenriffs und hinterläßt, obwohl es weder einer der besseren, noch einer der eigenständigeren Tracks des Albums ist, ein angenehmes Albumsabschlußohrgefühl, was nicht zuletzt an den rauchigen Vocals liegt, die hier, wie auch in allen anderen Songs, perfekt zum Gesamtsound passen.

Ohne Zweifel ein herrliches Stück Stahl, das uns die Griechen von KINETIC hier präsentieren. Wer wehmütig auf die alten Bands vergangener Zeiten blickt und Bock auf eine frische und begabte Formation hat, die genauso klingen, als ob sie für die Scheibe mal eben in ne Zeitmaschine gehüpft sind und nen dicken Sack Original-Spirit mitgebracht haben, sollte das Gerede von wegen "Support The Underground" mal gepflegt für sich sich behalten und lieber dementsprechend handeln. Nicht das Ersparte in den nächsten, sinnfreien Reunion- oder Nachäff-Rotz stecken, sondern schleunigst "The Chains That Bind Us" ordern. Die hier klingt nämlich echter! Was mich angeht, so werde ich meine Überlegung zwischen 5.5 und 6 Punkten auf einem glatten 6er festmachen, damit auch noch die letzten Zweifel vom Tisch sind. KAU-FEN!

Trackliste:
1. Into The Nightmare
2. Realms Of Nightmare
3. Engaging Web
4. NeverEnding Winter
5. HateMaster
6. Holy Instinct
7. Free And Pure
8. Heed These Words
9. Message From Beyond
10. Life Faded
11. Last Call For Reaction

+ Videoclip "NeverEnding Winter"


Werner Heinz [sOULiON]
08.08.2005 | 22:21
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